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Bornauw aus Klinik entlassen – Anderssons falsche Prognose


Sebastiaan Bornauw hat nach seinem Allergie-Schock das Krankenhaus in Belgien verlassen, ohne dass bei ihm die erwartete Wirbelsäulen-Operation durchgeführt werden konnte. Der 22-jährige fällt damit länger aus als erwartet. Derweil bestätigte Markus Gisdol am Freitag, dass sich der 1. FC Köln bei der Prognose von Sebastian Andersson ordentlich verkalkuliert hat.

Köln – Es war ein Schock für den 1. FC Köln, vor allem aber für Sebastiaan Bornauw: Der Belgier hätte sich eigentlich am Mittwoch einem Eingriff an der Wirbelsäule unterziehen lassen sollen. Doch während der OP zeigte Bornauw eine allergische Reaktion auf das verabreichte Anästhetikum, weshalb die Operation umgehend abgebrochen werden musste. Bornauw blieb daraufhin zur Beobachtung bis Freitag im Krankenhaus.

Das wirft uns ein paar Tage zurück

„Ihm geht es gut. Er wird heute aus der Klinik entlassen“, sagte Horst Heldt am Freitag. „Er hatte eine allergische Reaktion auf die Anästhesie. Die OP soll in den nächsten Tagen nachgeholt werden.“ Das bedeutet: Bornauw wird länger ausfallen als geplant. Eigentlich hätte der Eingriff am Mittwoch erfolgen sollen, sodass der Innenverteidiger nach Wunsch der Ärzte bereits in acht Tagen wieder hätte trainieren können. Jetzt müssen Spieler und FC warten. „Es gibt noch keinen neuen Termin für die Operation“, sagte Heldt. „Das wirft uns ein paar Tage zurück, aber daran können wir nichts ändern.“

Der FC muss also womöglich mehr als nur die nächsten zwei Spiele auf Bornauw verzichten. Dagegen hofft Markus Gisdol, am Samstag wieder auf Ondrej Duda, Ismail Jakobs und Marius Wolf setzen zu können. Das Trio war zuletzt angeschlagen, steht aber wieder im Training. „Ondrej ist wieder im Training, Iso ebenfalls“, sagte Gisdol. „Marius hat trotz seiner Verletzung ohnehin schon gespielt. Deswegen gehe ich davon aus, dass es auch am Samstag wieder geht. Das ist erfreulich.“

FC verschätzt sich bei Andersson

Fehlen werden dagegen neben Bornauw weiterhin Jonas Hector, Sebastian Andersson und Florian Kainz. Bei Andersson und Kainz sei es laut Gisdol „noch keine Frage von Tagen, sondern von Wochen“, ehe das Duo wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Damit bestätigte der FC-Coach, dass sich der FC zumindest bei dem Schweden arg verkalkuliert hat. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass Andersson Mitte Februar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen würde, um Anfang März wieder spielfit zu sein. Diese Rechnung hat sich erledigt. Tatsächlich wird der Angreifer nun frühestens nach der Länderspielpause Anfang April wieder ins Spielgeschehen eingreifen können – aber auch nur dann, wenn er im März ins Mannschaftstraining zurückkehrt. Gisdol wollte aber keine Prognose abgeben.

Jonas ist sehr mit seiner Situation beschäftigt

Gleiches gilt für Jonas Hector. Die Lage des FC-Kapitäns bleibt weiterhin ein Rätsel. „Es würde uns gut tun, wenn Jonas wieder dabei wäre. In dieser Saison konnte er uns noch nicht so helfen, das müssen wir aber respektieren“, sagte Gisdol über den 30-jährigen, der nach Vereinsangaben mit muskulären Problemen zu kämpfen hat, jedoch ohne dass eine strukturelle Verletzung vorliegt. „Er ist sehr mit seiner Situation beschäftigt. Das ist nicht ideal. Wir hoffen aber auf eine baldige Genesung, damit wir im letzten Drittel der Saison einen Jonas Hector sehen, wie wir ihn uns wünschen.“ Bislang kommt Hector nur auf 513 Bundesliga-Minuten bei sechs Startelf-Einsätzen.

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