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Nach Verwirrung um Coronafall: Die Sorgen werden wieder größer


Der positive Corona-Test eines Mitglieds des Funktionsteams hat am Mittwoch beim 1. FC Köln für Beunruhigung gesorgt. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurde das Training abgesagt. Doch schon am Nachmittag gab es mit einem zweiten PCR-Test, der negativ ausfiel, Entwarnung. Wirklich aufatmen wird man am Geißbockheim aber erst können, wenn auch die zweite Testreihe am Donnerstag keine neuen Fällen hervorbringt. Die Woche zeigt: Die Corona-Verunsicherung in der Bundesliga wird wieder größer. 

Köln – Während die Inzidenzzahlen in Deutschland wieder steigen oder zumindest stagnieren, ist das Coronavirus zumindest in der Zweiten Liga zurückgekehrt und wirbelt den Spielplan im Saisonendspurt mächtig durcheinander. So mussten bereits Spiele von Jahn Regensburg, Hannover 96 und Holstein Kiel abgesagt werden. Gerade der DFB-Pokal-Halbfinalist ist besonders von Covid-19 betroffen, die gesamte Mannschaft musste in Quarantäne. Auch das Spiel gegen 96 wurde daher am kommenden Freitag abgesagt, denn auch für die Mannschaft mit FC-Leihspieler Kingsley Schindler wurde eine 14-tägige Selbstisolation angeordnet. Zuletzt musste sich der Hamburger SV wieder stärker mit dem Virus auseinandersetzen. Die Hanseaten können zwar trainieren, doch Ex-FC-Stürmer Simon Terodde befindet sich nach einem positiven Test in Quarantäne. Daraufhin erklärte Heidenheims Trainer Frank Schmidt, er halte sogar einen Saisonabbruch für möglich.

BVB-Spiel momentan nicht gefährdet

Während in den vergangenen Monaten kaum noch Spiele und Trainingseinheiten aufgrund des Coronavirus‘ abgesagt werden mussten, scheinen die Gesundheitsämter aufgrund der Infektionslage in Deutschland und der inzwischen dominierenden Britischen Mutation schärfer durchzugreifen. So wurde auch beim 1. FC Köln am Mittwoch überhaupt zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie eine Trainingseinheit aufgrund eines positiven Testergebnisses eines Mitarbeiters im Funktionsteam abgesagt. Zuletzt hatte sich beim FC Athletiktrainer Max Weuthen Mitte Dezember unmittelbar vor dem Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen mit dem Virus infiziert. Anders als jetzt, hatte das positive Testergebnis damals aber keine Auswirkungen auf den Trainings- oder Spielbetrieb. Auch als Ismail Jakobs und Niklas Hauptmann beim geplanten Restart der Liga sowie Salih Özcan und Tim Lemperle zum Auftakt in die Saisonvorbereitung positiv getestet worden waren, wurden lediglich die betroffenen Spieler isoliert.

Nun scheint man auch in der Bundesliga wieder vorsichtiger werden zu müssen. Unmittelbar nach Bekanntwerden des positiven Falls am Mittwoch absolvierten die gesamte Mannschaft sowie der Staff einen Schnelltest, dessen Ergebnisse allesamt negativ ausfielen. Kurze Zeit später wurde bei dem betroffenen Mitarbeiter ein erneuter PCR-Test durchgeführt, der zur Erleichterung aller Beteiligten negativ ausfiel. Trotzdem blieb die geplante Trainingseinheit vorsorglich gestrichen, die Spieler trainierten zuhause individuell.

Spiel gegen den BVB momentan nicht gefährdet

Um allen Eventualitäten vorzubeugen, wird bis zum Spiel gegen Borussia Dortmund am Samstag am Geißbockheim nun engmaschiger getestet. Schon am Donnerstagmorgen unterzieht sich der FC einem weiteren PCR-Test. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wird danach über das weitere Vorgehen entschieden. Bei den Geißböcken geht man davon aus, zwei Tage vor dem Spiel gegen den BVB wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen zu können. Nach Angaben des Gesundheitsamtes in Köln sei die Durchführung des Spiels, negative PCR-Tests vorausgesetzt, momentan nicht gefährdet. Die aktuelle Situation zeigt jedoch: Auch in Profifußball wird man in Deutschland wieder sensibler für die derzeitige Corona-Lage.

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