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Vier Mannschaften, 13 Trainer: FC bleibt seinem Weg treu


Der 1. FC Köln ist in dieser Saison das einzige Team unter den letzten fünf Mannschaften, welches seinen Trainer noch nicht gewechselt hat. Während die Schalker inzwischen einen neuen Negativ-Rekord aufgestellt haben, hat auch Arminia Bielefeld für Außenstehende überraschend die Reißleine bei Trainer Uwe Neuhaus gezogen. In Köln scheint man derweil weiterhin an seinem eingeschlagenen Weg festzuhalten. 

Köln – Als Dimitrios Grammozis unter der Woche seinen neuen Job als Trainer beim FC Schalke 04 angetreten ist, hat der ehemalige FC-Profi gleichzeitig einen neuen Bundesliga-Rekord aufgestellt. Der 42-jährige ist in dieser Saison bereits der fünfte Trainer, der sein Glück bei den Königsblauen versuchen wird. Zuvor standen David Wagner, Manuel Baum, Huub Stevens und zuletzt Christian Gross an der Seitenlinie des Tabellenletzten. Bislang hielt unter anderem der Hamburger SV diesen Negativ-Rekord. In der Spielzeit 2013/14 hatte der aktuelle Zweitligist mit Thorsten Fink, Rodolfo Cardoso, Bert van Marwijk und Mirko Slomka vier Trainer verschlissen. Auch in der Folgesaison standen jeweils vier unterschiedliche Trainer beim HSV unter Vertrag. Ebenfalls können Hertha BSC im vergangenen Jahr, der MSV Duisburg (1977/78), die Kickers Offenbach (1970/71) sowie die TSG 1899 Hoffenheim (2012/13) auf Spielzeiten mit jeweils vier verschiedenen Übungsleitern zurückblicken. Der FC Schalke 04 hingegen wird nun als erster Verein der Bundesliga-Geschichte mit (mindestens) fünf Trainern eine Saison zu Ende spielen.

Vier Trainer bei Mainz 05

Eine ähnlich hohe Fluktuation herrscht in dieser Saison beim 1. FSV Mainz 05. Die Rheinhessen gingen zunächst im Sommer mit Ex-FC-Trainer Achim Beierlorzer in die Saison, ehe der Übungsleiter nach nur zwei Spielen entlassen wurde. Es übernahm Nachwuchs-Trainer Jan-Moritz Lichte, der in elf Partien allerdings nur einen Sieg einfahren konnte und ebenfalls gehen musste. Nach einer ein Spiel andauernden Interimslösung mit Jan Siewert steht seit dem 15. Spieltag mit Bo Svensson der vierte Trainer an der Seitenlinie der 05er. Erst im letzterem Fall zeigte der Trainerwechsel Wirkung: Svensson holte in seinen bisherigen neun Partien elf Punkte mit den Mainzern und reduzierte den Rückstand auf die Nichts-Abstiegsplätze auf nur noch einen Zähler.

Nur wenig gebracht hat dagegen der Trainerwechsel bei Hertha BSC. Dort musste Bruno Labbadia nach 18 Spieltagen und einer für die Berliner Ansprüche enttäuschenden Saison mit bis dato nur 17 Punkten gehen. Seit fünf Spieltagen ist nun Ex-Coach Pal Dardai wieder am Werk. Allerdings konnte auch der Ungar das Ruder noch nicht herumreißen. Bislang steht ein einziger Punkt unter Dardai zu Buche, wenngleich das Programm mit Frankfurt, München, Leipzig, Wolfsburg und Stuttgart kein einfaches gewesen ist. Trotzdem liegen die Berliner aktuell auf Rang 15 punktgleich mit den Bielefeldern auf dem Relegationsrang. Auf Mainz 05 beträgt der Vorsprung nur noch einen Zähler. Sollte Dardai den Trend mit den Berlinern nicht brechen können und in den kommenden Wochen noch auf einen Abstiegsplatz abrutschen, bleibt es abzuwarten, ob der einst gefeierte Trainer das Saisonende bei den Hauptstädtern erlebt oder ob auch Berlin noch ein weiteres Mal tätig wird auf der Trainerposition.

Überraschende Trennung in Bielefeld

Etwas überraschend kam derweil am Montag die Meldung, dass sich Arminia Bielfeld von Aufstiegs-Trainer Uwe Neuhaus getrennt hat. Die Ostwestfalen liegen aktuell auf dem Relegationsrang, sind allerdings auch mit dem Bewusstsein in die Saison gegangen, bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen. Anders als beispielsweise der FC Schalke 04 befinden sich die Bielefelder in dem Unterfangen auch noch mittendrin als nur dabei. Die Erwartungen untertroffen kann Neuhaus dabei eigentlich nicht haben. Allerdings haben die Bielefelder von den letzten fünf Spielen keine Partie mehr gewonnen – wenngleich das 3:3 beim FC Bayern München erst rund zweieinhalb Wochen zurückliegt. Nach den Siegen zum Jahresbeginn gegen Hertha und Stuttgart folgten deutliche Niederlagen gegen Frankfurt, Köln, Wolfsburg und Dortmund. Bei den Arminen übernimmt nun Frank Kramer. Ob der 48-jährige den Aufsteiger in den verbleibenden elf Spielen zur Rettung führen kann?

Und dann wäre da noch der 1. FC Köln. Während die Konkurrenten auf den Plätzen 18 bis 15 in dieser Saison insgesamt schon 13 Trainer unter Vertrag hatten, setzt man am Geißbockheim weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Markus Gisdol.  Denn von den fünf letzten Mannschaften, die aktuell am ärgsten von den Abstiegssorgen heimgesucht werden, sind die Kölner die einzige, die ihren Trainer noch nicht gewechselt hat. Zwar stand Gisdol in dieser Spielzeit schon mehrfach kurz vor dem Aus. Bis jetzt konnte sich der 51-jährige aber immer wieder mit teils überraschenden Ergebnissen und Leistungen retten. Daher macht es aktuell nicht den Anschein, als stünde Gisdol nach zuletzt drei Niederlagen in Folge kurz vor der Entlassung. Beim FC versucht man in dieser Saison viel mehr mit Kontinuität auf der Trainerposition das Saisonziel zu erreichen. Werder Bremen hatte es in der vergangenen Spielzeit vorgemacht und trotz zahlreicher Rückschläge und teils aussichtslos erscheinenden Situationen am Ende mit Florian Kohfeldt den Klassenerhalt in der Relegation geschafft. Doch auch beim FC wird man wissen, dass Fußball letztendlich ein Ergebnissport und Tagesgeschäft ist. Daher müssen gegen Bremen und Union Punkte her, andernfalls dürfte es für Gisdol einmal mehr sehr eng werden. Wenngleich die Beispiele der Konkurrenz zeigen: Nicht immer ist ein Trainerwechsel des Rätsels Lösung.

48 Kommentare
  1. kalla lux says:

    Guten Morgen alle zusammen!
    Ohje mein Lieblingsthema, der Erfolglos Trainer.
    Es ist absolut unverständlich das eine Trainer, der gleich 2 Negativ Serien einstellt noch im Amt ist.
    Das ein Trainer der es nicht geschafft hat aus einer Auswahl von über 40 Spieler ein 11 Köpfiges Team zu formen, das eigentlich kein Team ist!
    Ein Trainer der über 1 Jahr im Amt ist und dessen einziges System ist, sich hinten einzuigeln, egal ob gegen Groß oder gegen Klein!
    Ich behaupte das dieses „KLAMMERN“ an einem Erfolglos Trainer mit Zuschauern nicht passiert wäre.
    Spätesten nach jeder Mannschaftsaufstellung ein gellendes Pfeifkonzert, würden sich unsere 3 Oberen vielleicht nicht so lange anhören, wie die Beschönigungen des Hotte, der sich inzwischen hier ein kleines Imperium aufbaut, um unangreifbar zu sein!
    Aber ein ist für mich leider Tatsache, käme jetzt ein neuer, ich wüsste nicht wer.
    Außer vielleicht FF. Und dann in Relativ kurzer Zeit etwas zu bewegen, dafür brauch es viel Glück, wie Gisdol es hatte und sich zum Teil jetzt noch darauf ausruht!
    Und natürlich auf der „MÄNNERFREUNDSCHAFT“, aber dazu hab ich heute morgen keine Lust!
    Spätestens Ende der Saison sollten da Kontakte zu Leuten wie Stoffelhaus, March oder sonst wem aufgenommen werden. Damir endlich ein Konzept mit „FUSSBALL“ hier in Köln Einzug erhält!
    Allen einen schönen verregneten Donnerstag.
    Gruss
    Kalla

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    • Martin Duda says:

      Ums eins vorweg zu nehmen: Ich bin entweder absolut pro Gisdol, noch absolut kontra.
      Mir gefallen auch einige Sachen an seiner „Arbeit“ nicht.
      Was auf jeden Fall keine zwei Meinungen zulässt, sind Aussagen nach grottenschlechten Spielen, bei denen etwas gut geredet wird.
      Was die Weiterentwicklung der Mannschaft betrifft, bin ich einerseits zwar auch der Meinung, daß man grob betrachtet keine sieht. Aber wie schnell ist das bei dem vorhandenen Spielermaterial überhaupt möglich?
      Liegt es wirklich am Trainer, daß in Spielsituationen einzelne Spieler eine halbe Sekunde verschlafen, und somit nicht rechtzeitig in einen Zweikampf kommen, oder sogar manchmal ihrem Gegenspieler einfach nur zuschauen? Natürlich kann man sagen, dann muß man solche Spieler durch andere ersetzen, die es besser machen.
      Gibt es diese mit Sicherheit, oder verhält sich der Ersatz letztendlich genauso?
      „Trainer raus“ ist einfach, „Trainer rein“, der es sicher besser macht, wird da schon deutlich schwieriger. Neuer Impuls? Kann funktionieren, oder aber im Gegenteil müssen sich erstmal alle umgewöhnen, bis es funktioniert. Haben wir diese Zeit?
      Noch zu den Negativ-Serien, die du immer so schön in den Vordergrund stellst:
      Separat betrachtet sind diese natürlich fürchterlich, und mir sind die Negativergebnisse, und wie sie zustande kamen, in diesem Zeitraum auch mächtig auf die Eier gegangen, aber:
      Stell dir mal vor, diese beiden Rekord-Negativserien wären nur durch einen Heimsieg mittendrin unterbrochen worden, man hätte aber durch z. B. zwei andere Unentschieden letztendlich genau die gleiche Punktzahl.
      Was machen diese Serien am Ende aus? Das ist das Entscheidende.
      Nur weil er diese „Rekorde“ jetzt inne hat, ändert sich nichts für die Zukunft.
      Vielleicht könntest du mal ein bisschen mit deinen immer gleichen Aussagen sparen, und deine Kritik (besonders am Trainer) mehr spieltagsbezogen äussern.
      Ja, du darfst natürlich auch eine Entwicklung kritisieren, aber jeden Tag gefühlt 5 mal das gleiche von dir zu lesen, ist schon nervig(nicht nur für mich).
      Und ja, ich weiß auch, ich brauche es ja nicht lesen, und du darfst schreiben, was du willst.
      So weit meine Meinung zu deiner Meinung

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      • Tuennes83 says:

        Ich würde schon sagen, das es am Trainer liegt. Schnelligkeit sowohl körperlich wie auch gedanklich sind trainierbar.
        Und eins ist auch nicht von der Hand zu weisen… Durch die Abwesenheit der Fans ist es ein wesentlich ruhigeres Arbeiten für Heldt und Gisdol geworden. Nicht auszumalen wie Müngersdorf brennen würde, wenn Fans im Stadion wären.
        Die Spieler besser machen, kann man in Schwerpunkten… Wolf würde bei mir nur Pässe üben, gezielte Pässe, dann hören die ganzen Fehlpässe vielleicht mal auf.
        Jakobs schlägt bei mir Flanken bis zum erbrechen… Und die ganzen „Hemdchen“ legen nach dem Training eine extra Schicht bezüglich Muskelaufbau ein.
        Ein Castrop ist doch bestes Beispiel dafür, was man macht, wenn man Schwächen hat.
        Das darf der Trainer und auch die Profis gerne nachmachen.

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        • Boom77 says:

          Trainierbar sind beide. Aber auch dem sind Grenzen gesetzt. Bei der körperlichen Schnelligkeit allein durch den Körper/die Biologie, bei der gedanklichen Schnelligkeit durch die kognitiven Fähigkeiten. Da ist nicht jeder Mensch und damit nicht jeder Spieler gleich. Und es ist schlicht falsch, zu behaupten, man kann durch hartes Training aus jedem einen Usain Bolt machen. Das ist nicht möglich. Ein austrainierte Höger ist sicherlich schneller als ein nicht austrainierter Höger. Dennoch wird aus Höger nie ein schneller Spieler werden, egal wie viel und fleißig und was er trainiert. Dazu hat er schon die körperlichen Grundfähigkeiten nicht, die es dazu bedarf. Und das kann man dem Höger gar nicht vorwerfen. Das ist nicht seine Schuld. Für das, was ihm „der liebe Herrgott mit auf den Weg gegeben hat“, kann der Höger nichts. Marco Höger ist hierbei nur ein Beispiel. Das trifft auch auf andere Spiele im derzeitigen oder in früheren Kadern (siehe Koziello, Schaub) zu.

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          • Tuennes83 says:

            Das stimmt schon Boom, aber gefühlt sind die Unterschiede gravierend zwischen Reaktion auf die Aktion, die gerade stattgefunden hat.
            Es muss auch nicht jeder ein Usain Bolt werden, aber besser werden oder ans leistungsmaximum zu gehen ist zum einen nicht verboten und zum anderen ausschließlich erwünscht, dafür werden die Akteure allesamt bezahlt.
            Das der ein oder andere körperlich wie geistig „begrenzt“ ist und das ist nicht negativ gemeint, ist auch richtig, aber das scheint sich durch die ganze Mannschaft zu ziehen… Wie gesagt Castrop ist da ein gutes positives Beispiel, dass es auch anders geht.

            Und wenn jemand begrenzt ist, dann kann man das auch mit List und Tücke wett machen.

          • kalla lux says:

            Tünnes schreibt ja auch von den schwächen einzelner Spieler!
            Jacobs, AntiKraftraum Fanatikern.
            Natürlich liegt bei den Jungen viel an ihnen selbst.
            Ist aber ein Gesellschaft Problem was sich nicht nur im Fußball hervortut. Und nicht jeder hat das Ziel CR7 zu werden oder Beckham. Trotz allem ist jeder auch seines Glückes Schmied, brauch aber auch den Mentor, der diese Lücken in dessen Spiel erkennt und versucht sie auszubessern, zu schließen! Nur weil Gisdol Spieler einsetzt, ist er doch noch lange kein Mentor.
            Und bei der Schnelligkeit kann man nicht verändern was nicht da ist, man kann es aber kaschieren. Oder bei der geistigen Schnelligkeit sogar trainieren!

      • kalla lux says:

        Martin
        Du darfst dich natürlich über meine Meinung äussern.
        Allerdings Hätte, wäre… ist was ?
        Die FEE genau!
        Also brauche ich mir nichts vorstellen, ganz einfach weil es nicht so war und ist! Du kannst weiter an die FEE glauben, ist dein Ding.
        Und ich schreibe weiter was ich denke!
        Ob dir das passt oder nicht!

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          • kalla lux says:

            Nein du willst mir etwas aufzeigen, was es gar nicht zu zeigen gibt. Eine Hoffnung deinerseits.
            Und wen hier das Thema Trainer ist, äußere ich mich dazu.
            Das ist sogar erwünscht, stell dir mal vor.
            Nicht von dir und den anderen Feen Suchern, aber es ist trotzdem erwünscht.
            Außerdem schreibe ich das ein Neuer zum jetzigen Zeitpunkt nur mir viel Glück etwas bewegen könnte!
            Ich weis nicht was du dir da zurecht FEE`´st ich sage damit das es zu spät ist.
            Und natürlich mache ich so weiter, den ich bin halt ich!

  2. Ankerdensin says:

    Nun gut, Trainerwechsel helfen nicht immer, aber manchmal schon. Entscheidend sollten die kommenden 2 Spiele sein: vom Ergebnis her. Wir brauchen Punkte.
    MG sollte dass nun erreichen, was seit nunmehr 1,5 Jahren eigentlich erwartet wurde. Die Mannschaft und Spieler zu entwickeln. Aber seit der Coronaunterbrechung ist hier Stillstand. Mit „vollen Hosen“ lässt sich nicht gut laufen. Und so sieht es auch aus. Gegen Stuttgart stabil zu beginnen, mit steigender Sicherheit mutig zu werden, den Sieg zu wollen, hätte ich mir gewünscht. Und für die von MG gegen Stuttgart gewählte Vorgehensweise gibt es ja weitere Beispiele. Inklusive der dazugehörigen Kommentierung, es defensiv ganz gut gemacht zu haben, nur vorne fehlt die Konsequenz. MG muss nun liefern, ein System balancieren, was uns defensiv stabil stehen lässt und trotzdem nach vorne spielen lässt. Die Lust am Siegen größer machen, als die Angst vor dem Verlieren. Die Mannschaft ist besser als die gewählte Taktik. Es sollte für einen Platz besser oder gleich 15 reichen. Und dafür müssen Punkte her. Ab jetzt. Und da ist der Trainer in der Pflicht.

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  3. Edson Arantes do Nascimento says:

    Für Sonntag empfehle ich die unnötige Niederlage in Bremen als Video in Dauerschleife,abzuspielen, um das vielleicht doch in jedem Geißbocktragendem Spieler schlummernde Ehrgefühl aufzuwecken.
    Ich bin jetzt auch nicht glühender Gisdol-Fan und fand die Entscheidung den Vertrag mit Gisdol als die überflüssigste an in letzer Zeit.
    Ich würde mir aber endlich entgegen den branchenüblichen Mechanismen hier die Kontinuität wünschen.Also Arschbacken zusammenkneifen und durch et Füür.
    Come on Effzeh

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  4. Tuennes83 says:

    Dem gibt es eigentlich nix mehr hinzuzufügen. Die nächsten beiden Spiele ist verlieren verboten. 4 Punkte ist das minimum was zu holen sein sollte.
    Wie in einem der Geispods schon erwähnt… Die Mannschaft spielt so stark wie sie geredet wird. Wenn man ihr sagt, dass sie nicht stark genug ist, wird sie es auch nicht sein. Wenn mann ihr sagt, dass sie jeden schlagen kann wird sie es auch schaffen können. Wenn man ihr sagt, dass es ausschließlich gegen den Abstieg geht, dann kitzelt man nicht die fehlenden Prozente heraus. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie kann wenn sie will und man sie lässt und auch stark redet. Die Zeit der Alibis muss aufhören.
    Gisdol muss die Mannschaft nicht nach Europa führen. In ruhiges Fahrwasser würde für den Anfang und den beginn von Kontinuität reichen. Dann hat man auch Zeit und kann den Mut aufbringen die Obuze, Voloder und Lemperles dieser Welt mal zu testen und Spieler nach vorne zu bringen.
    Eine Weiterentwicklung hat nicht stattgefunden. Kein Spieler ist wirklich besser geworden. Kein Marktwert ist auch nur Ansatzweise gestiegen.
    Je später ein Trainerwechsel stattfindet, umso schwieriger wird es eine gescheite Lösung für den Fall X zu finden, was nachher nicht wieder eine Notlösung ist. Es sei denn Hotte hat schon einen an der Angel.

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  5. Hennes48 says:

    Ich stell mir folgendes Beispiel vor: Mein Kind kommt von der 4. in die 5.Klasse…also auf eine „weiterführende Schule“…Den ganzen Sommer über rede ich auf meinen Nachwuchs ein:“ Es geht nur darum, die 5.Klasse zu schaffen…du wirst mehr Fünfen als Vieren schreiben…und immer mal wieder auch ne Sechs…aber wenn es einigermaßen läuft, könntest du die Versetzung schaffen“…mal ehrlich, was würde dabei wohl am Ende rauskommen??? Fördert man so Leistungsbereitschaft und Selbstvertrauen?
    Und ich bin da ganz bei Kalla- bei den Fakten fällt es sehr schwer zu glauben, dass Gisdol es schafft aus dieser Gruppierung eine funktionierende Mannschaft zu formen, die nicht nur (häufig schlecht) versucht, Tore zu verhindern. Eine Spiel- und Spielerentwicklung ist für mich 0,0 erkennbar.

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    • holger7 says:

      Gutes Beispiel Hennes! Hieran anlehnend war heute im Express ein Auszug aus einem, Buch „Kicken wie die Profis“ drin. In dem Buch hat Julian Nagelsmann einen Gastbeitrag über die jugendlichen Fußballer (die hier und da auch am Profitraining teilnehmen dürfen) und deren Einstellung geschrieben. Fand ich sehr gut. Hier wurde unter anderem von ihm moniert, dass die Jugendlichen bei Ballverlusten lustlos abdrehen und nicht versuchen, das wieder gerade zu biegen. Das spiegelt so im Groben das Ganze wieder: Einstellung, Bereitschaft etc. Angefangen bei den Kids. Und wenn du diese Einstellung auch bei den „Älteren“ vorgibst und vorlebst (so nach dem Motto: das Pferd springt nur so hoch, wie es muss) dann kannst du der Mannschaft einfach nix geben.

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      • Norbert Furmanek says:

        Treffend !!! Die Grundeinstellung muss stimmen !!!! Entweder ist Gisdol kein Motivator oder ein ,,schlechter “ ! Obwohl vor dem Sieg beim BVB soll er ja eine super Ansprache gehalten haben. Nur ???? warum verpufft das immer so schnell? Sind die Spieler nach einem Sieg wirder in anderen Sphären ?? Dieses Auf und Ab ——– unmöglich.

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  6. OlliW says:

    Das ist genau das Ding. Richtig. Ich kann zwar keine Qualität herbeireden oder Tore. Aber viel ist Psychologie. Wenn man eh nicht davon ausgeht, gegen Stuttgart und Co. gewinnen zu können, weil man sich nicht für stark genug hält oder weil man es gar nicht muss, da für Punkte immer noch Zeit ist, so gesehen, dann wird man es auch nicht.
    Oft meine ich, die Mannschaft glaubt nicht genug an sich. Zumindest ist die Ausstrahlung eine ganz andere, passivere und oft hilflosere als etwa bei Augsburg, Bremen oder Mainz. Wenn diese Tendenz weitergeht, tauschen wir zwangsläufig die Plätze mit unten.

    Sollten Bremen und Union verloren gehen – extrem abwegig ist das ja nicht! Bremen ist ne Wundertüte und Union ein Angstgegner – dann stehen wir unter Umständen in zwei Wochen, vor dem Dortmund-Spiel auf dem Relegationsrang und danach vielleicht auf 17. Das wäre eine super Mistgeschichte in der Länderspielpause. Ob dann noch ein Impuls mit neuem Trainer reicht, die letzten 8 Spiele erfolgreicher zu bestreiten, wage ich zu bezweifeln! Ich hoffe, man weiß, was Sache ist und schaut sehr wohl auf die Tabelle!

    moderated
  7. Norbert Furmanek says:

    Treffend !!! Die Grundeinstellung muss stimmen !!!! Entweder ist Gisdol kein Motivator oder ein ,,schlechter “ ! Obwohl vor dem Sieg beim BVB soll er ja eine super Ansprache gehalten haben. Nur ???? warum verpufft das immer so schnell? Sind die Spieler nach einem Sieg wirder in anderen Sphären ?? Dieses Auf und Ab ——– unmöglich.

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  8. hennesarmin says:

    Hennes48 spricht mir aus der Seele. Die Pressekonferenzen sind doch kaum noch zu ertragen. Wie kann ich denn Gebetsmühlenhaft immer und immer wieder sagen, dass die eigene Mannschaft ja eh nichts drauf hat, und es immer schon klar war, dass es nuuuur um den Klassenerhalt geht, und sonst nichts. Dann wird grundsätzlich der kommende Gegner als superstarke Top-Truppe dargestellt, die sich „in der letzten Zeit enorm entwickelt hat “
    Und unsere Mannschaft ? Warum entwickelt sich da eigentlich nichts ?
    Ich erkenne weiterhin kein Spielsystem , halt, ich korrigiere, …kein Spielsystem, welches den Namen Fussball auch nur ansatzweise verdient hätte.

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  9. andi says:

    Hinten stabil stehen und vorne den Lucky Punch machen. Super Taktik, geiler Plan. Ne ne, geht raus und macht das was ihr könnt, Fussball spielen!! Und was gehört dazu zum Spiel? Tore schießen. Also fertig mit einigeln hinten drin. Zeigt allen das ihr besser seid wie ihr dargestellt werdet. Zeigt euer wahres Gesicht und ihr werdet Spaß haben an diesem einfachen Spiel. Ich habe fertig

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  10. Reiner Ziegler says:

    Vergleicht mal unseren Kader mit dem von Freiburg. Meiner Meinung ist unser Kader insgesamt nicht schlechter. Wo steht Freiburg in der Tabelle und wo stehen wir? Der Unterschied liegt einzig und allein beim Trainer. Ich möchte sogar noch etwas mehr provozieren. Wäre Wirtz beim FC geblieben, wäre er dort bis heute kein Stammspieler. Das Ist aber nur meine persönliche Meinung
    Schön, dass wieder Kommentare geschrieben werden dürfen. Lässt uns fair und respektvoll sein im Umgang untereinander.

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    • Michael Pohland says:

      Die Erwartungshaltung kannst Dumit Freiburg / Köln nicht vergleichen das ist ja wie Harz4 und Millionäre .. Freiburg holt gezielt Spieler die auch auf Positionen dann spielen wo es brennt ! Dann macht Freiburg auch gute Transfererlöse wo Kohle rein kommt und meist das 4 oder 5 fache das ist der Unterschied . Union macht es doch genauso oder Mainz , Frankfurt , Bielefeld !!!

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  11. Michael Pohland says:

    Guter Kommentar , Hennes48 ! Ich sehe keinen Erfolg sondern fast nur noch Pleiten ob nun Essen oder auch Stuttgart dann war es mal Saarbrücken oder halt Dynamo Dresden . Köln bekommt einfach nix mehr gebacken . Die Spieler spielen wie sie möchten.. keiner traut sich was zu .. immer zurück zum TW dann wieder zu J.Horn oder diesen Meré und der Ball ist immer weg . Es wird auch kein Spieler besser so wie in anderen Teams und mal 1 gutes Spiel und Alles ist gleich wieder schön .. Bsp. der Wolf .. macht mal 2 Glücks .. Buden und das wars oder Jacobs, Öczan .. spielten mal 2-3 mal gut aber danach auch 25 Spiele miserabel .. das ist keine Mannschaft aufn Platz . Alles auf den Trainer zu schieben ist auch zu einfach wenn die Spieler es nicht begreifen oder mitziehen ! Der Trainer hatte es z.B. Anfang der Saison richtig schwer da : Alle Teams ihre Mannschaft zusammen hatten und Heldt holte dann nur noch Plan B oder D . 95 % der Spiele sind doch zum abgewöhnen oder wer sieht das hier anders !? Der Einsatz ist auch meist nur 50-60 % und das reicht einfach nicht für 3 Punkte wenn von den 11 Mann 8 Spieler nicht wollen oder können !!!

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    • kalla lux says:

      An deiner Vermutung wird ganz bestimmt etwas dran sein.
      Die Spieler geben selten 100 %!
      Aber wer ist den dafür zuständig?
      Zum Teil vielleicht die Spieler, aber diese werden aufgestellt, von ?
      Und wen er sie vor und während des Spiels nicht erreicht, das sie 100 % geben
      ist eigentlich die Zeit gekommen, lebe wohl zu sagen oder gesagt bekommen.
      Nochmal aus über 40 Spieler die er zur Auswahl hatte, nur Spieler aufzustellen die deiner Meinung nach nur 50-60 Prozent bringen ist nicht nur das Problem mit den Spielern!

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      • Michael Pohland says:

        Du kannst doch aufstellen wen Du willst und sind fast immer die gleichen . . Shkiri hat wenigstens noch gute Laufwerte aber verliert für sein Marktwert zu schnell den Ball und die Übersicht fehlt auch .. es ist kein Spieler beim FC der mal 5 Spiele an Stück gut spielt von daher sind für mich die Spieler das Problem . Ich fand auch ein Stöger 1000 mal besser als Gisdol aber Alles schlecht macht der Trainer auch nicht da sehe Ich aufn Platz mehr negatives

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  12. Martin Schwarz says:

    Hennes48 hat es für mich auf den Punkt gebracht. Sehr guter Beitrag.
    Grundsätzlich ist für mich nicht nachvollziehbar, dass ein Verein wie der FC, mit diesem Umfeld, dieser Infrastruktur, dieser Fangemeinde und dieser Lobby es nicht fertig bringt, ein einigemaßen funktionierendes Team hinbekommt.

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  13. Michael Pohland says:

    Ich finde es fehlen richtige Kerle aufn Platz und Spieler auf Positionen wo nix ist ! Augsburg z.B . holen Gikiwitz , Caliguri und diesen Brasilianer Iago Alle Notenschitt von 2-3 laut Kicker und dann schaue mal beim FC was die für Noten bekommen die im Kicker noch viel zu schön sind !“ Die Express Noten mit der Express Meinung zum Spieler langen richtig und stimmen wenigstens auch . Im Kicker bekommt die Mannschaft selbst nach Klatschen noch einen Notenschnitt von 3 ,0 das ist ein schlechter Witz . Da kannste nur noch Lachen wie peinlich das nur ist .

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  14. Gerd1948 says:

    Ich finde es nach wie vor gut, dass der FC es wenigstens versucht Kontinuität in den sportlichen Bereich zu bekommen. Gisdol ist ja anscheinend sehr bereit dazu den ganzen Jungs hinten dran die Möglichkeit geben Bundesliga zu spielen. Wie lang hat er trotz sehr sehr bescheidener Leistungen an Katterbach festgehalten. Dieses Jahr könnte man es auf Jakobs beziehen. Er hätte J. Horn, Hector oder Drexler für die linke Seite, letztes Jahr hatte er dazu Kainz. Dieses Mal wird er Cestic stützen, der auch schon bedenklich wankt. Aber er zieht das durch. DIES ist einer der Merkmale ,die langfristig auf der Klub Agenda stehen werden und müssen. Klar muss jetzt mal langsam ne Entwicklung zu sehen sein, nicht nur bei jedem einzelnen Spieler, sondern eben auch bei der Performance. Im Mai wird es ein Fazit geben und ich halte Heldt für tough genug alles an Pro und Contra gegeneinander abzuwägen. Ich hoffe, dass Heldt den Plan B in der Schublade lassen kann, wenn der FC nicht absteigt und man an Gisdol fest hält. Der Weg ist meines Erachtens noch lange nicht zu Ende aber Gisdol muss jetzt sichtbar liefern, gerade wenn die Verletzten alle bald zurück sind.

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  15. Reiner Ziegler says:

    Gerd 48, Sie haben Recht damit, dass Markus Gisdol die jungen Talente spielen lässt, aber es ist auch eine Tatsache, dass sich die Talente nicht entwickeln.
    Entweder sind sie nicht so gut oder der Trainer trainiert sie nicht richtig. Warten wir mal ab, was diese Saison noch passiert mit dem Wunsch, dass wir langjährige und treue FC Anhänger bald wieder attraktiveren Fussball sehen, vom mir auch mit Markus Gisdol als Trainer

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  16. DeKa says:

    Gisdols Punkteschnitt ist desaströs und in manchen Augen holt er ja noch das Beste aus dem Kader raus, was möglich ist. Sorry, das ist hanebüchener Unfug. Die Elf, die auf dem Platz steht und deren taktische Ausrichtung, ist auf Gisdols Mist gewachsen. Von wegen Gisdol holt noch das Beste raus, er ist das Problem dieser Mannschaft.

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