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Mit Sorgen um Jakobs: So lief Funkels erste Einheit


Friedhelm Funkel stand am Dienstagvormittag erstmals seit über 17 Jahren wieder als Trainer des 1. FC Köln auf dem Platz. Dabei agierte der 67-jährige zunächst vorwiegend als stiller Beobachter und ließ seinen Co-Trainer André Pawlak die Einheit leiten. Sorgen bereitet dem FC derweil eine mögliche Verletzung von Ismail Jakobs. 

Köln – Zahlreiche Journalisten und Kamerateams hatten sich am Dienstagvormittag um kurz vor elf Uhr am Geißbockheim in einem eigens abgesperrten Bereich versammelt, um die erste Trainingseinheit von Friedhelm Funkel als neuem FC-Trainer zu beobachten. Wirklich viel zu sehen bekamen die Anwesenden beim Start in die Kölner Trainingswoche aber nicht. Als um 20 nach elf zunächst Co-Trainer André Pawlak den Trainingsplatz 1 am Geißbockheim betrat und in den folgenden Minuten Friedhelm Funkel sowie die Spieler eintrafen, fehlten einige der FC-Profis.

Friedhelm Funkel als stiller Beobachter

Denn wie der Verein kurz zuvor bekannt gab, absolvierten jene Spieler, die am Sonntag gegen Mainz länger als 45 Minuten auf dem Feld gestanden hatten, lediglich einen regenerative Einheit in der Halle. Für die restlichen 16 Feldspieler gab es am Vormittag ein Spielerersatztraining, welches sich am Ende jedoch nicht signifikant von den bisherigen Einheiten unter Markus Gisdol unterschied. So begann die Einheit mit einem athletischen Teil, gefolgt von unterschiedlichen Ballübungen, bis hin zum Kleinfeldspiel auf vier Mini-Tore und einem Abschlussturnier auf halbem Feld.

Friedhelm Funkel trat während der insgesamt kapp 75-minütigen Einheit wenig in Erscheinung. Der neue Trainer verhielt sich vielmehr als stiller Beobachter, notierte sich hin und wieder etwas auf einem Zettel und ging immer mal wieder auf einzelne Spieler zu, um das persönliche Gespräch zu suchen. Lautstarke Anweisung hörte man unterdessen kaum, einzig fielen immer mal wieder lobende oder motivierende Worte auf, wenn dem 67-jährigen etwas gut gefallen hatte.

Jakobs muss Einheit vorzeitig beenden

Besorgt schaute Funkel derweil knapp 20 Minuten vor dem Ende drein, als Ismail Jakobs nach einem Zweikampf mit Tim Lemperle unglücklich im Rasen hängenblieb und sich mehrere Minuten schmerzhaft auf dem Boden krümmte. Der U21-Nationalspieler wurde anschließend am Spielfeldrand behandelt, konnte die Einheit aber nicht beenden und humpelte vorzeitig vom Platz. Ob es den Flügelspieler schlimmer erwischt hat, dürfte erst eine zeitnahe Untersuchung ergeben. Darüber hinaus könnte es bis zum Derby am Samstag gegen Leverkusen auch für Kingsley Ehizibue und Jan Thielmann eng werden. Während sich der Rechtsverteidiger noch von seinem harten Zusammenprall mit Jonathan Burkhardt erholt, kann Thielmann nach einer muskulären Verletzung nach wie vor noch nicht wieder mit der Mannschaft trainieren.

22 Kommentare
  1. Gerd1948 says:

    Ich finds schwierig, dass man den Umständen des Sonntag Spiels entsprechend demnach nur 3-4 Trainingseinheiten mit der Stammelf absolviert. Regenieren ist natürlich alternativlos aber jede Stunde zählt gerade in den nächsten 10 Tagen. Also wenn man es hoch rechnet kommt man auf 5 höchstens 6 Trainingseinheiten bis Augsburg. Ob da andere Abläufe zu erwarten sind während der Spiele?

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  2. Norbert Neuheisel says:

    „Sollten Köln und Schalke 04 absteigen, könnte die zweite Liga zum Treffpunkt der Traditionsklubs und Ballungszentren werden – die erste Liga dürfte den Vermarktern dagegen ein paar Sorgen bereiten.“ schreibt die sueddeutsche.de in einem Artikel vom 12.04.21. Und weiter: „Die zweite Liga könnte zum Treffpunkt der Traditionsklubs und Ballungszentren werden. Der 1. FC Köln, Schalke 04, der HSV, der 1. FC Nürnberg, Hannover 96, der Karlsruher SC, Fortuna Düsseldorf, Dynamo Dresden – die mögliche Besetzungsliste erinnert an einen dieser Kinofilme, der zwar keine Prädikatsklasse bietet, dafür aber jede Menge Altstars.“; „Ein emotionales Umfeld verschönert im günstigen Fall die herzerfüllten Momente, erschwert aber auch rationales Arbeiten und erzeugt bereits bei drohendem Misserfolg Managementfehler und Führungsprobleme.“ Beim letzten Zitat kommt mir – wie vor jedem drohenden Abstieg – der FC in den Sinn.

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  3. Norbert Neuheisel says:

    Vielleicht steigt REWE demnächst beim FC mit dem Hinweis aus, dass zu viele Fehlentscheidungen gegen Köln getroffen wurden – so, wie es der Flyeralarm-Boss mit dem DFB gemacht hat. Dieser kündigte in einem offenen Brief an den DFB seine millionenschweren Sponsorenverträge mit dem Deutschen Fußball-Bund, da ihm die Zahl an angeblich „krassen, ich sage mittlerweile mutwilligen Fehlentscheidungen“ der DFB-Schiedsrichter gegen die Würzburger Kickers „keine andere Wahl“ lasse. Ein Skandal sondergleichen!

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