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U21 empfängt Wegberg: In der Südstadt zurück in die Erfolgsspur?


Nach zuletzt zwei Niederlagen will die U21 des 1. FC Köln zurück in die Erfolgsspur finden: Für das Heimspiel gegen das Kellerkind aus Wegberg am Samstag (14 Uhr) muss die Mannschaft jedoch ins Südstadion ausweichen. Für den Trainer Mark Zimmermann hat das Gastspiel in Zollstock einen besonderen Reiz. Zugleich bereitet die eigene Offensive dem Coach jedoch Sorgen.

Köln – Die ersten Erfahrungen mit dem Südstadion machte Mark Zimmermann bereits vor 25 Jahren. Am 25. März 1996, einem Montagabend, wurde der damals 22-jährige Stürmer des FC Carl-Zeiss Jena in der 66. Minute beim Stand von 0:5 gegen Fortuna Köln eingewechselt. Am Ende ging das Zweitliga-Duell sogar 0:6 verloren, für die Südstädter traf Dirk Lottner seinerzeit doppelt.

Zimmermann hadert mit Gegentorbilanz

Trotz dieser deutlichen Niederlage kehrt Zimmermann gerne ins Südstadion zurück. Die Gründe hierfür liegen jedoch vielmehr in seiner Premierensaison als U21-Trainer im Sommer 2019. Schon damals musste die FC-Reserve aufgrund eines neu verlegten Rasens im Franz-Kremer-Stadion in die Südstadt ausweichen – und war dabei durchaus erfolgreich. Nach dem 1:0 am ersten Spieltag im Auswärtsspiel bei Fortuna Köln gelangen danach zwei „Heimsiege“ gegen Bergisch Gladbach (3:0) und Alemannia Aachen (4:2). Einzig gegen Lotte setzte es am Vorgebirgstor eine Niederlage (1:3). „Es ist ein uriges Stadion mitten in der Stadt, das gefällt mir, da bin ich Nostalgiker“, freut sich der Fußballlehrer auf die Rückkehr und hofft, dass sein Team gegen Wegberg und im Heimspiel danach gegen RW Essen an die gute Bilanz aus der Vorsaison anknüpfen kann.

Wichtig für ein Erfolgserlebnis wird eine stabile Defensive sein. 50 Gegentore hat die U21 bisher in dieser Saison kassiert, 30 davon allein in der Rückrunde, was aktuell einem Schnitt von zwei Gegentreffern pro Partie entspricht. „Das ist viel zu viel“, hadert Zimmermann mit dieser Bilanz. Vielleicht könnte mit Ricardo Henning ein Innenverteidiger zurückkehren. Der 20-Jährige ist zumindest wieder ins Training eingestiegen. „Wir müssen schauen, ob er schon eine Alternative wäre, nachdem er länger ausgefallen ist“, kommentiert der Trainer die Personalie und arbeitet zugleich heraus: „Mit 60 erzielten Treffern sind wir gut dabei. Auch wenn wir in den letzten beiden Spielen gar nicht getroffen haben. Das wollen wir verbessern.“

Vorerst letztes Spiel mit Profi-Unterstützung

Dabei ist die Personaldecke in der Offensive jedoch arg ausgedünnt. Olli Schmitt fehlt weiterhin, konnte nach seiner Knieverletzung nicht einmal das Training wieder aufnehmen. Mit Jae-Hwan Hwang fällt ein weiterer Offensivspieler aus, der Südkoreaner plagt sich seit der vergangenen Woche mit muskulären Problemen herum und fehlt seither ebenso in den Einheiten. Neben den Langzeitverletzten Philipp Höffler und Florian Dietz werden Georg Strauch und Luca Schlax ebenso weiter pausieren müssen.

Für die U21 ist es derweil vorerst das letzte Spiel, in dem die Profi-Spieler zum Einsatz kommen können. Ab Mittwoch beziehen die Lizenzspieler ihr Quarantäne-Hotel bis zum 22. Mai im Grandhotel Schloss Bensberg. Julian Krahl (der derzeit aber ohnehin verletzt fehlt), Robert Voloder, Sava Cestic, Tim Lemperle und Marvin Obuz stünden danach erst in den letzten drei Regionalliga-Spielen Ende Mai wieder zur Verfügung. „Ich habe aber auch kein Problem damit, mit unserem U21-Kader die Spiele anzutreten.“ Zuvor sollen aber erst einmal die drei Punkte gegen Wegberg eingefahren werden, um mit einem Erfolgserlebnis und neuem Schwung aus der kurzen Pause zu starten. Zugleich käme das Team der anvisierten 60-Punkte-Marke so ein großes Stück näher.

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