Bleibt er oder geht er? Sebastiaan Bornauw. (Foto: Bopp)

Bornauw-Transfer: Die Kette wird immer länger

Sebastiaan Bornauw würde den 1. FC Köln gerne in diesem Sommer verlassen und zum VfL Wolfsburg wechseln. Der Spieler soll sich mit dem Champions-League-Teilnehmer bereits einig sein. Noch hat Wölfe-Geschäftsführer Jörg Schmadtke aber kein für den FC zufrieden stellendes Angebot am Geißbockheim hinterlegt. Die Anzahl an möglichen Dominosteinen wird dabei immer länger. 

Köln – Sebastiaan Bornauw steht aktuell täglich am Geißbockheim auf dem Trainingsplatz und bereitet sich mit dem 1. FC Köln auf die neue Saison vor. Ob der Belgier diese allerdings auch mit den Kölnern bestreiten wird, ist ungewiss bis unwahrscheinlich. Statt mit dem FC gegen den Abstieg zu spielen, würde der Innenverteidiger wesentlich lieber mit dem VfL Wolfsburg in der Champions League an den Start gehen und persönlich den nächsten Schritt in seiner Karriere machen. Die bislang gebotene Ablösesumme der Wolfsburger in Höhe von acht Millionen Euro sorgte bei den FC-Verantwortlichen aber für nicht mehr als ein müdes Lächeln.

Diese Dominosteine stehen vor einem Bornauw-Deal

Am Ende scheint der mögliche Transfer an eine Reihe von möglicher Eventualitäten gekettet zu sein. Bornauw soll bei den Wölfen die Lücke von Maxence Lacroix schließen, der von RB Leipzig heiß umworben wird und sich mit den Leipzigern ebenfalls schon einig sein soll. Allerdings wartet Jörg Schmadtke beim VfL genau wie der FC bei Bornauw auf ein marktgerechtes Angebot vom Vizemeister für den Innenverteidiger. Die Verhandlungen um Lacroix würde RB dem Vernehmen nach intensivieren, wenn wiederum ein anderer Transfer zustande kommen sollte. Denn Marcel Halstenberg könnte ein anderer Abwehrspieler abgegeben werden. Der 29-jährige EM-Fahrer steht bei Borussia Dortmund oben auf dem Zettel, um als Linksverteidiger, aber auch als linker Verteidiger einer Dreierkette eine Option zu sein. Doch den Halstenberg-Deal könnte der BVB wohl erst machen, wenn zuvor ein Kaderplatz frei würde – dafür will Schwarz-Gelb offenbar Nico Schulz von der Gehaltsliste bekommen.

Die Anzahl an Dominosteinen der Bundesliga-Abwehrspieler nimmt also zur Zeit kontinuierlich zu. Sollte Schulz an aktuell erster Stelle die Dortmunder verlassen, könnte als Kettenreaktion in letzter Konsequenz tatsächlich Bornauw zum VfL Wolfsburg wechseln. Ob dies bereits bis zum Kölner Trainingslager in weniger als zehn Tagen über die Bühne geht, scheint aktuell jedoch fraglich. Der Transfermarkt steht so gut wie still, und so gehen eher die Psychospielchen weiter. Wolfsburgs neuer Trainer Mark van Bommel machte am Dienstag erst einmal Lacroix im Testspiel gegen Aue kurzerhand zum Kapitän. Der FC hat bereits mit einer Vertragsverlängerung für Bornauw gepokert (und verloren). Leipzig weiß, dass für sie bereits zwei Dominosteine gefallen sind – mit Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté haben zwei Innenverteidiger den Klub für insgesamt über 80 Mio. Euro bereits verlassen, für die man wiederum zwei millionenschwere Talente verpflichtet hat (Mohamed Simakan und Josko Gvardiol für zusammen knapp 33 Mio. Euro).

FC nicht unter Zugzwang

Beim FC sieht man sich dabei keinerlei Druck ausgesetzt. Vielmehr können sich die Geißböcke einen Verbleib des Innenverteidigers gut vorstellen, schließlich steht der Belgier noch drei weitere Spielzeiten bei den Kölnern unter Vertrag – ohne Ausstiegsklausel und in der Überzeugung, dass eine Wertminderung angesichts der großen Veranlagung von Bornauw nicht eintreten dürfte. Stand jetzt würden die Geißböcke also mit den Innenverteidigern Sebastiaan Bornauw, Rafael Czichos, Timo Hübers, Jorge Meré und Youngster Sava Cestic in die Saison gehen.

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