Janni Serra, hier im Relegationsspiel gegen den FC, hat sich frühzeitig für Arminia Bielefeld entschieden. (Foto: Bucco)

Kleindienst und Serra: Bei diesen Stürmern blitzte der FC ab

Nicht erst seit diesem Sommer ist der Sturm die große Sorgen-Position des 1. FC Köln. Sebastian Andersson und Anthony Modeste sind aktuell die beiden etatmäßigen Mittelstürmer. Doch bei beiden erscheint aufgrund ihrer Verletzungshistorie unklar, in welcher körperlichen Verfassung sie die kommende Bundesliga-Saison bestreiten können. Nicht umsonst schauen sich die Geißböcke nach einem neuen Nummer-eins-Angreifer um. Dabei holte sich der FC aber auch bereits zwei Absagen ein. 

Köln – Die Worte von Sebastian Andersson glichen einer Warnung an den 1. FC Köln. “Ich kann nicht zu 100 Prozent versprechen, dass es wieder wie früher sein wird”, sagte der Angreifer kürzlich in einem Interview mit dem kicker. Daher zeigte der 29-jährige auch Verständnis dafür, sollte neben ihm und Anthony Modeste noch ein weiterer Spieler für den Sturm verpflichtet werden. “Ich verstehe, dass der Klub noch einen weiteren Stürmer haben will.” Damit zweifelte Andersson nicht nur seine eigene körperliche Belastungsfähigkeit für 34 Spieltage an, sondern bestätigte gleichzeitig, dass sich die Kölner auf dem Transfermarkt noch nach einem Mittelstürmer umsehen.

Kleindienst zu teuer, Serra frühzeitig bei Bielefeld

Alles andere wäre aus Sicht des Klubs auch grob fahrlässig. Nachdem Andersson zum Vorbereitungsstart noch nicht wieder mit der Mannschaft trainieren kann, wird Modeste nur sehr dosiert auf dem Feld eingesetzt. Auch der Franzose ist nach seiner Leisten-Operation längst nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. Ob er sein Leistungsmaximum nach den schwierigen letzten Jahren überhaupt noch einmal erreichen kann, scheint ebenfalls einem Blick in die Glaskugel zu gleichen. Schon in der vergangenen Saison mussten die Kölner praktisch ohne Mittelstürmer auskommen. Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt. Umso wichtiger wird es für Interims-Kaderplaner Jörg Jakobs, im Sturmzentrum noch einmal für Verstärkung zu sorgen. Zwar könnte auch Neuzugang Mark Uth ganz vorne drin agieren, der 29-jährige hat seine Stärken jedoch hinter der Spitze, wenn er aus der Tiefe kommen kann.

Beim FC sucht man daher nach einem klassischen Neuner. Dabei holten sich die Kölner auf dem Transfermarkt bereits zwei Absagen ein. Nach GBK-Informationen waren die Geißböcke an Janni Serra von Holstein Kiel und Tim Kleindienst vom FC Heidenheim interessiert. Bei Serra war der FC allerdings nicht schnell genug, der Wechsel des U21-Nationalspielers zu Arminia Bielefeld soll bereits frühzeitig und ligaunabhängig festgestanden haben. Der 25-jährige Kleindienst hingegen war für die Geißböcke finanziell in keiner Weise darstellbar. Der Angreifer wechselte vor einem Jahr für 3,5 Mio von Heidenheim zum KAA Gent. Im Winter folgte die Rückkehr in die Zweite Liga per Leihgeschäft, wo Kleindienst in 15 Spielen für den FCH starke elf Tore erzielen konnte. In diesem Sommer überwiesen die Heidenheimer die eingenommene Ablösesumme von 3,5 Mio schließlich wieder zurück nach Belgien. Transfers in dieser Größenordnung sind für den FC in der aktuellen Situation nicht zu realisieren. Vielmehr werden die Kölner weiterhin ihren Blick auf ablösefreie Spieler oder Leihgeschäfte richten müssen.

Auch Baumgarts Mittelstürmer aus Paderborn kommt nicht

Das Interesse an Serra und Kleindienst lässt aber zumindest auf das gesuchte Spielerprofil schließen. Beide Stürmer sind mit über 1,90m groß gewachsen, kopfball- und abschlussstark. Zudem verfügen beide trotz ihrer Größe über eine anständige Endgeschwindigkeit und leisten ein hohes Laufpensum, sind stark auch mit dem Rücken zum Tor und gut gegen den Ball. Zu dem von Steffen Baumgart bevorzugten Spielstil hätten also beide Stürmer gut gepasst. Beim SC Paderborn hatte der neue FC-Trainer mit Dennis Srbeny einen ähnlichen Stürmertypen in seinen Reihen. Mit 16 Toren und fünf Vorlagen war der 27-jährige auch der erfolgreichster Spieler unter Baumgart in der abgelaufenen Saison. Bei den Ostwestfalen steht Srbeny noch bis 2022 unter Vertrag, wäre damit also eigentlich halbwegs günstig zu haben. Trotzdem wird der Paderborner seinem ehemaligen Coach nach GBK-Informationen nicht nach Köln folgen.

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