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Youngster Sponsel: „Möchte fester Bestandteil der Profis werden“


Im Sommer 2017 wechselte er aus dem Westerwald zum 1. FC Köln. Zwei Jahre später schoss er die U17 der Geißböcke zur Deutschen Meisterschaft. Im November 2020 debütierte er in der U21 und kam auf 20 Regionalliga-Einsätze. Jetzt absolviert er die Saisonvorbereitung mit dem Bundesliga-Team und ist ein Hoffnungsträger für die Position des Rechtsverteidigers. Im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN spricht Meiko Sponsel über seine Entwicklung und Ziele bei den FC-Profis.

Das Interview führte Daniel Mertens

GBK: Herr Sponsel, wie sind Ihre Eindrücke nach den ersten Tagen bei den Profis?

MEIKO SPONSEL: „Es ist meine erste Profi-Vorbereitung und man merkt schon, dass sie intensiver und anstrengender ist als im Jugendbereich. Es macht aber auf jeden Fall Spaß.“

Was hat sich für Sie verändert, dass sie jetzt Teil des Teams sind, anders als etwa noch im März als Probespieler in der Länderspielpause? 

Man lernt die Profispieler besser kennen, fühlt sich besser integriert und wohler. Es tut gut, wenn man weiß, dass man ein Teil des Teams werden kann.

Baumgart wird laut, aber genauso kommt viel Lob

Sie sind nicht alleine. Philipp Wydra, Jens Castrop und die verletzten Georg Strauch und Justin Diehl waren auch von Tag eins an mit dabei.

Das macht es in jedem Fall einfacher, weil man auch Jungs dabei hat, mit denen man sich schon länger austauscht. Mit den Profis ist das auch der Fall, aber wir fünf kennen uns untereinander schon gut. Das war eine Stütze, sodass die Eingewöhnung leichter gefallen ist.

Welchen Eindruck vermittelt Trainer Steffen Baumgart bisher? 

Er hat einen klaren Plan, den er mit uns umsetzen will. Er wird zwar auf dem Platz auch mal laut und zeigt uns, was wir verbessern müssen, aber genauso kommt auch viel Lob. Zwischen den Einheiten in den Pausen wird auch mal ein Späßchen gemacht. Er bezieht uns junge Spieler voll mit ein.

Was ist mit Ihnen besprochen, wie lange Sie nach bei den Profis bleiben sollen?

Das wird man sehen. Ich hoffe, dass ich die gesamte Vorbereitung mitmachen kann und im besten Fall, wenn ich mich gut präsentiert habe, fester Teil der Mannschaft werden kann.

Kleinigkeiten entscheiden, ob du den Ball verlierst

Spekulieren Sie auf den direkten Schritt?

Natürlich ist der Sprung in die Profimannschaft mein persönliches Ziel und mein Lebenstraum. Aber selbst wenn es jetzt noch nicht für die Profis reichen sollte, geht es weiter. Ich bin erst 19. Dann versuche ich, mich mit guten Leistungen bei der U21 zu präsentieren. Aber ich möchte natürlich jetzt schon meine Chance nutzen, mich oben zu zeigen, um irgendwann ein fester Bestandteil des Kaders zu werden.

Was sind die größten Unterschiede zwischen den Profis im Vergleich zur U21 und insbesondere zur U19?

Technisch ist es anspruchsvoller. Kleinigkeiten entscheiden, ob du den Ball verlierst. Alles ist viel schneller, robuster und intensiver.

In der vergangenen Saison haben Sie schon 20 Spiele für die U21 in der Regionalliga West absolviert. Wie sehr hat Sie diese Bilanz überrascht?

Die Situation in der vergangenen Saison hat mir geholfen. Durch den Abbruch der Jugendfußball-Saison wurde ich vorzeitig zur U21 hochgezogen. Die Spiele in der Regionalliga haben mir gezeigt, was im Seniorenfußball erwartet wird. Durch die 20 Spiele in der Regionalliga fällt mir die Eingewöhnung jetzt auch leichter, als wenn ich in der U19 geblieben wäre.

Das werde ich mein Leben lang in Erinnerung behalten

2019 haben Sie die U17 zum Meistertitel geschossen. Was bedeutet Ihnen dieser Moment und mit welchen Gefühlen denken Sie an diesen Triumph zurück?

Ich schaue mir manchmal noch die Highlights des Spiels an, weil es schon ein sehr geiles und unbeschreibliches Gefühl war. Ich werde das mein Leben lang in Erinnerung behalten und es wird mir vielleicht Mut geben, wenn es mal schlecht läuft.

Wo sehen Sie Ihre Stärken und wo müssen Sie sich noch verbessern?

Ich spreche eigentlich nicht so gerne über mich, aber ich denke, ich bin recht schnell, kann gute Flanken schlagen und möchte immer gewinnen. Arbeiten kann ich sicher noch am ersten Ballkontakt und meiner Technik.

Ihr Vertrag beim FC läuft bis 2024. Was wollen Sie in dieser Zeit erreichen? 

Ich möchte in dem Zeitraum so viele Profi-Einsätze wie möglich sammeln und Bundesliga spielen.

Und darüber hinaus?

Das Optimum für jeden Fußballer sind natürlich die Champions League sowie Welt- und Europameisterschaften. Aber das ist momentan noch sehr weit weg. Ich weiß, dass man Schritt für Schritt gehen muss.

8 Kommentare
  1. Gerd1948 sagte:

    Der Mann zeigt sehr gute Ansätze und hat gerade derzeit ne relle Chance auf Einsätze und vllt sogar schneller als er denkt, als fester Bestandteil des Profikaders. Denn wenn Baumgart da keinen Bedarf sieht gehts wohl um Easy und Sponsel. Dass Schmitz gestern auf links ran durfte war ja auch ein Fingerzeig. Auch Schmitz war auffällig gestern in Halbzeit 1. Über rechts kam herzlich wenig.

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  2. Gerd1948 sagte:

    Es ist doch das selbe wie offensiv rechts und links. Da brauchen wir auch einen und wenn wir keine Ablöse zahlen können dann leihe ich keinen x beliebigen aus, dann bringe ich Lemperle und Obuz ins Spiel. Riskant, aber sie sind ja praktisch backups. Ich weiß ,Wolf ist weg, aber was hat er uns letztendlich gebracht? Immer mal paar gute Aktionen, das Spiel gegen Bielefeld gewonnen, aber auch ne Menge Tore verschuldet. Wenn Skhiri bleibt sollte man nur leihen, dann aber nur wenn man sich echt sicher ist. Für mich sollte es keinen Hofmann oder Thiate oder wie der heißt geben, sondern Sponsel, Obuz und Lemperle. Thielmann kommt auch über rechts und bringt schon etwas Erfahrung mit. Kann frei aufspielen nach dem ABI, er wird Stammspieler glaube ich.

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  3. Füür emmer sagte:

    Schmitz spielt auf links, weil Horn derzeit verletzt ist und Katterbach ja auch mal ausfallen könnte. Castrop auf links wurde auch mal ausprobiert. Ein echter Jugend-LV wurde nicht mitgenommen. Akalp ist leider verletzt.
    Rechts ist Sponsel sehr bemüht, aber auch noch sehr nervös manchmal.
    Es ist in jedem Fall gut, solche Jungs aus der Jugend zu haben und ihnen das Profiespiel zu zeigen. Vielleicht brauchen wir sie mal und dann haben sie schon einiges an Erfahrung und rechtfertigen das Vertrauen.

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