Sebastian Andersson. (Foto: Bucco)

„Die Gespräche wurden geführt, aber ich gehe davon aus, dass er bleibt“

Sebastian Andersson wird den 1. FC Köln offenbar nicht mehr in letzter Minute verlassen. Der Schwede soll den Medizincheck bei Antalyaspor nicht bestanden haben. Ein Transfer des 30-jährigen auf Leihbasis hätte sich damit zerschlagen. Der FC nimmt die Posse um den Stürmer gelassen – wohl auch wegen fehlender Alternativen.

Köln – Eigentlich wollte Sebastian Andersson den 1. FC Köln doch noch verlassen und das offene Transferfenster nutzen, um sich in die Türkei zu Antalyaspor ausleihen zu lassen. Am Sonntag und Montag weilte der Schwede in der Türkei. Am Dienstagvormittag sickerte dann durch, der 30-jährige habe den Medizincheck nicht bestanden, weshalb der Ex-Klub von Lukas Podolski auf einen Transfer des Mittelstürmers verzichte.

Für mich ist er spielfähig

Am Dienstag hatte Andersson vormittags im Mannschaftstraining des 1. FC Köln gefehlt. Weil jedoch Jörg Jakobs und Thomas Kessler die Einheit am Spielfeldrand beobachteten, fehlte Andersson nicht, weil er parallel Gespräche mit den FC-Bossen führte. Wann Andersson wieder in den Trainingsbetrieb integriert werden wird, ist offen. Steffen Baumgart ging zumindest nach dem Training am Mittag davon aus, dass er Angreifer beim FC bleiben werde.

„Im Fußball kann immer ein Transfer schnell gehen und von heute auf morgen entschieden werden“, sagte Baumgart. „Die Gespräche wurden geführt, aber ich gehe davon aus, dass er bleibt.“ Der FC hätte im Falle eines Andersson-Leihgeschäfts nicht mehr reagiert, sondern auf den bestehenden Kader gesetzt. Letztlich wurde Andersson offenbar der Medizincheck zum Verhängnis.

Das wollte Baumgart nicht dementieren. „Seb trainiert viel intensiver als in der vergangenen Saison, ist in jedem Spiel im Kader und spielt. Daher ist er für mich spielfähig. Wenn er woanders bei einem Medical durchfällt, hat das mit anderen Leuten zu tun. Mir geht es darum: Kann er trainieren? Ist er bei sich? Wie ist er, wenn er mit mir spricht?“ Diese Tests bestehe der Schwede, daher sei er in Baumgarts Augen auch einsatzfähig.

Seb will ständig 90 Minuten spielen – das ist hier nicht gegeben

So, wie am Samstag, als Andersson immerhin 70 Minuten gegen Bochum durchhielt. Wenngleich gegen einen Gegner, gegen den sich der Bewegungsradius des Angreifers nahezu ausschließlich auf die gegnerische Hälfte beschränkte. Dass Andersson in den nächsten Wochen häufiger von Beginn an zum Einsatz kommen wird, ist dagegen unwahrscheinlich. Das bestätigte Baumgart – und genau das soll Anderssons Problem mit seiner Rolle in Köln sein.

„Er hat eine Erfahrung und eine Qualität, auf die ich nicht unbedingt verzichten möchte“, sagte Baumgart. „Aber Seb schreibt sich auf die Fahne, dass er ständig 90 Minuten spielen will. Das ist hier nicht gegeben.“ Daher habe man dem Spieler die Möglichkeit gegeben, die Gespräche in der Türkei zu führen. Weil sie offenbar nicht erfolgreich waren, platzte der angestrebte Deal.

Baumgart von Skhiri-Verbleib überzeugt

Baumgart erklärte am Mittag auch, dass er davon ausgehe, Ellyes Skhiri nach der Länderspielreise mit Tunesien wieder am Geißbockheim zu begrüßen. „Auch ein Skhiri wird bleiben“, sagte Baumgart und glaubte nicht daran, dass sich in den letzten zwölf Stunden bis Transferschluss daran noch etwas ändern könnte. „Bei Skhiri würde es um Summen gehen, die wohl nicht in zwölf Stunden zu lösen wären. Ich kann mir nicht vorstellen, dass plötzlich noch jemand mit einem so großen Geldkoffer kommt, dass wir sagen: Gute Reise!“

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