Steffen Baumgart in Jena. (Foto: Bopp)

„Halten es sehr offen“: Baumgart will nichts von Stammelf wissen

Der DFB-Pokal war bei allen 18 Bundesligisten der erste große Test: nicht nur sportlich, sondern auch personell. Auch der 1. FC Köln hat ausprobiert, wie die einstudierten Abläufe schon in der vermeintlich besten Formation funktionieren. Die Antwort: so lala. Daher hält sich Steffen Baumgart für das erste Bundesliga-Spiel am Sonntag auch alle Optionen offen.

Köln – Am Dienstag hatten die Spieler des 1. FC Köln einen Tag frei. Am Mittwochnachmittag beginnt die Vorbereitung auf das Duell am Sonntagnachmittag gegen Hertha BSC im RheinEnergieStadion. Endlich wieder Bundesliga, endlich der erste echte Härtetest für die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart.

Das war nicht die erste Elf

Nun war der FC Carl Zeiss Jena bereits der erste Härtetest, allerdings härter als erhofft, weil viele Abläufe bei den Geißböcken noch hakten, nicht rund liefen, teils überhaupt nichts mit dem zu tun hatten, was sich der neue FC-Trainer eigentlich vorstellt. Und so stellte sich nach der Partie direkt die Frage: Wird Baumgart gegen Hertha BSC personell umstellen?

Auf eine Diskussion will sich der 49-jährige jedoch nicht einlassen. „Nein, nein“, unterbrach er eine entsprechende Frage am Montag. „Wir sollten es sehr offen halten. Das war nicht die erste Elf. Die gibt es sowieso nicht.“ Baumgart weiß um die vielen Fragezeichen in seiner Mannschaft, deren Beantwortungen auf einer Position automatisch Veränderungen auf anderen Positionen zur Folge haben könnten.

Eine Position zieht mehrere nach sich

Ein Beispiel: Wohin mit Jonas Hector? Hinten links würde er dringend gebraucht, im halblinken Mittelfeld ist er jedoch eingeplant. Dort könnte jedoch auch Ondrej Duda spielen, der in Jena nur auf der Bank saß. Der Slowake könnte aber wiederum auf der Zehn für Mark Uth spielen, der seinerseits eine Reihe vorrücken könnte. Dann müsste aber entweder Anthony Modeste oder Jan Thielmann weichen. Oder ist Hector gar eine Option für die Sechs, wo Salih Özcan nicht gut spielte? Doch dort ist eigentlich Ellyes Skhiri die Bestbesetzung, der in Jena nach seiner Einwechslung glänzte, von dem aber niemand weiß, wie lange er noch beim FC ist.

„Es sind viele Spieler reingekommen, die es sehr gut gemacht haben“, weiß Baumgart, der auch Louis Schaub nannte. „Er hat sehr beweglich gewirkt hat. Klar war der Gegner schon müde, das wissen wir.“ Gut gemacht hat es der Österreicher dennoch, der eine Alternative zu seinem Landsmann Florian Kainz wäre. Und auch Tim Lemperle empfahl sich mit einem mutigen Auftritt, sodass Baumgart konstatieren konnte: „Wir wollen von der Bank immer wieder nachlegen, und das ist uns in Jena gut gelungen.“

Jena-Startelf hat keinen Bonus

Die Frage nach einer Stammelf lässt sich bei dem aktuellen FC-Kader also kaum beantworten. Das Gute dabei: Es gibt für fast alle Positionen mehrere mögliche Spieler. Am Sonntag muss Baumgart die besten Elf finden, die zum Gegner aus Berlin passen. Vier Tage haben die FC-Profis Zeit, ihrem Trainer zu zeigen, dass sie es verdient hätten. Nach dem eher enttäuschenden Auftritt in Jena hat von der dortigen Startelf jedenfalls kaum ein Spieler so etwas wie einen Bonus.

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