Dejan Ljubicic wusste gegen die Hertha zu überzeugen. (Foto: Bucco)

Ljubicic überzeugt: Erst unter dem Radar, jetzt ein Gewinner

Dejan Ljubicic hat am Sonntag sein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Köln gegeben. Etwas überraschend hatte der Neuzugang gegen Hertha BSC in der Startelf gestanden. Trainer Steffen Baumgart verfolgte damit jedoch einen klaren Plan – und hatte damit Erfolg. Ljubicic überzeugte auf ganzer Linie. 

Köln – „Ich habe nicht gedacht, dass ich spielen werde“, gab Dejan Ljubicic einen Tag nach dem Sieg über Hertha hinsichtlich seines Debüts zu. Der Startelfeinsatz des Neuzugangs kam in der Tat ein wenig überraschend, schließlich hatte Baumgart in Jena noch gänzlich auf die Dienste des Mittelfeldspielers verzichtet und Ljubicic 90 Minuten auf der Bank gelassen. Auch in den Testspielen der Vorbereitung lief der ehemalige Rapid-Spieler häufig etwas unter dem Rader. Gegen Hertha allerdings bewies Baumgart mit der Hereinnahme des laufstarken 23-jährigen genau das richtige Händchen.

Der Anläufer vor dem Herrn

Dabei überraschte der Trainer auch mit der Position, auf der er den gelernten Sechser aufstellte. Denn Ljubicic agierte direkt hinter den Spitzen auf er Zehn, ließ sich häufig auch auf die Außen fallen und machte Platz für Florian Kainz und Jan Thielmann. Dadurch versprach sich Baumgart ein intensiveres Anlaufen von den Positionen hinter Mark Uth und Anthony Modeste und betitelte Ljubicic hinterher als „Anläufer vor dem Herrn.“ Doch neben dem intensiven Pressing hatte der Österreicher am Sonntag noch eine weitere, wichtige Aufgabe: „Ich musste den Kevin-Prince ärgern“, sagte Ljubicic am Tag nach dem Sieg mit einem verschmitzten Lächeln.

Diese Aufgabe hatte der Sohn bosnisch-kroatischer Eltern schließlich 59 Minuten lang mit Bravour gemeistert. Der Berliner Neuzugang hatte bis zu seiner Auswechslung kaum Einfluss auf das Berliner Spiel, insgesamt nur 34 Ballkontakte und verlor mehr als jeden zweiten seiner Zweikämpfe. „Ich habe irgendwann gemerkt, dass er verärgert war“, sagte Ljubicic, der erst am Sonntag von seinem Einsatz erfahren hatte. „Aber genau das war meine Aufgabe. Und ich glaube, ich habe sie nicht so schlecht gemacht.“

Ljubicic überzeugt mit Passsicherheit und Laufstärke

Ein „bisschen angespannt“ sei er bei seinem Bundesliga-Debüt vor 16.500 Zuschauern aber schon gewesen, verirrt Ljubicic am Montag. Doch auf dem Feld geht es dann nur darum, „dass deine Mannschaft gewinnt.“ Am Ende hatte der passsichere (84%) und laufstarke (10,56 KM) Ljubicic in seinen 76 Minuten auf dem Feld beides geschafft: Ein starkes Debüt abgeliefert und mit dem FC das erste Bundesliga-Spiel gewonnen.  Von der Stimmung im zu einem Drittel gefüllten RheinEnergieStadion war der Neuzugang auch gleich begeistert. „Ich habe gedacht, es waren 50.000 drin. Es war unglaublich, wie laut es war.“

Am kommenden Wochenende wartet auf Ljubicic und den FC schließlich kein geringerer als der Rekordmeister aus München. Nach dem Regionalligisten aus Jena und einer verhältnismäßig  schwachen Hertha aus Berlin wird das Aufeinandertreffen mit Julian Nagelsmann und dem FCB wohl die bislang größtmögliche Herausforderung für Baumgart und seine Spieler. Auch Ljubicic ist sich dessen sicher: „Bayern München war letztes Jahr Champions League Sieger. Sie haben eine überragende Qualität.“ Trotzdem steckt es in der DNA des neuen FC-Trainers, auch dieses Spiel gewinnen zu wollen. Diese Mentalität vermittelt Steffen Baumgart auch seinen Spielern. So ist auch Dejan Ljubicic optimistisch: „Wir werden kämpfen und ackern, sodass wir da vielleicht überraschen können.“

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