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Pokal-Aus: U17 verliert und verpasst Halbfinal-Einzug


Trotz zwei souveränen Siegen gegen Essen und Lippstadt hat die U17 des 1. FC Köln den Einzug ins NRW-Pokal-Halbfinale verpasst. Im letzten Vorrundenspiel musste aufgrund des schlechteren Torverhältnisses ein Sieg gegen Borussia Dortmund her. Doch in einem intensiven und sehenswerten Match setzten sich am Ende die schwarz-gelben Gäste mit 0:2 (0:1) durch.

Aus dem Franz-Kremer-Stadion berichtet Lars Tetzlaff

Als hätten die Verantwortlichen vorausgeahnt, dass das Spiel der Mannschaft von Trainer Martin Heck gegen den BVB auf so große Zuschauerresonanz stoßen würde: Kurzfristig wurde die Begegnung von Platz 7 in das Franz-Kremer-Stadion verlegt. Und so fand das entscheidende Spiel um den Einzug in das Halbfinale des NRW-Ligapokals vor gut gefüllter Tribüne und damit in einer ansprechenden Atmosphäre statt. Kein Wunder, dass es auch auf dem Rasen direkt zu Sache ging.

FC trifft den Pfosten, Dortmund zum 0:1

Vor den Augen von Thomas Kessler, Erich Rutemöller, Stefan Ruthenbeck und einigen anderen FC-Verantwortlichen entwickelte sich von Beginn an ein offenes Spiel mit hoher Intensität und viel Tempo. Die erste Chance hatte der BVB nach zehn Spielminuten. Auf der linken Seite drangen die Gäste in den Strafraum der Kölner ein und kamen aus kurzer Distanz zum Abschluss. FC-Keeper Ben Dennerlein parierte stark mit den Fäusten und war auch beim Kopfball-Abstauber sicher zur Stelle.

Nur zwei Minuten später wurde Abdul Yilmaz auf der Gegenseite gut in Szene gesetzt. Der Offensivakteur des 1. FC Köln, gerade erst in den U16-Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Testspiele gegen Österreich berufen, legte sich den Ball jedoch ein paar Zentimeter zu weit vor und blieb am Torwart der Dortmunder hängen. Und weiter ging es mit bestem Offensiv-Fußball auf beiden Seiten. Doch erneut war FC-Torwart Dennerlein bei einem Flachschuss aus 16 Metern auf dem Posten.

Nach zwanzig Spielminuten hatten dann die Kölner Anhänger den Torschrei auf den Lippen: Dieses Mal stand nach einem Freistoß von Yilmaz der Pfosten im Weg. Die kalte Dusche für die U17 des 1.FC Köln dann in der 26. Minute: Nach einem unnötigen Fehler im Spielaufbau der sonst starken Dennerlein und Telle schnappte sich der Dortmunder Rafael Lubach das Spielgerät und hatte keine Mühe, zur 1:0-Gästeführung einzunetzen.

Wieder Pfosten und zwei rote Karten

Genauso unterhaltsam wie die erste Halbzeit begann der zweite Durchgang. Nach einem vermeintlichen Rückpass des Dortmunder Verteidigers zum eigenen Keeper entschied der Unparteiische auf Freistoß für den FC. Aus kürzester Distanz trat wieder Yilmaz an – und wieder stand der Pfosten im Weg (43.). Danach wurde es hitzig. Plötzlich standen sich FC-Verteidiger Marlon Monning und sein Dortmunder Gegenspieler Stirn an Stirn gegenüber, tauschten ein paar verbale Nettigkeiten aus und lösten eine Rudelbildung aus. Nachdem sich die Szene beruhigt hatte, schickte der Schiedsrichter die beiden Hauptakteure der Streitigkeiten mit einer Roten Karte zum frühzeitigen Duschen (47.).

Das Spiel wurde danach spürbar ruppiger und verlor seinen Rhythmus. Der BVB stand nun tiefer und lauerte auf Konter. Mit Erfolg. Einen jener Konter hatte Innenverteidiger Pauli eigentlich schon geklärt, verletzte sich aber genau in dieser Situation, so dass das Spielgerät erneut zu den Gästen kam. Zwar wurde der Abschluss gerade noch geblockt, doch nach der anschließenden Ecke versenkten die Gäste den Nachschuss aus 20 Metern im langen Eck des Kölner Gehäuses. Das 0:2 in der 63. Minute. Als der eingewechselte Michel Möller kurz vor Schluss aus kürzester Entfernung den Anschlusstreffer verpasste, war die Partie dann endgültig entschieden.

Ligastart am 11. September

Trotz der Niederlage und des damit verpassten Einzugs in das Halbfinale des NRW-Ligapokals dürfte Trainer Martin Heck nicht unzufrieden sein und einige wichtige Erkenntnisse aus diesem ersten echten Härtetest mitgenommen haben. Besonders in der ersten Halbzeit zeigten die B-Junioren des 1. FC Köln eine starke Leistung, auf die sich aufbauen lässt. Bis zum Ligastart am 11. September in Münster wird das Trainerteam eine Mannschaft geformt haben, die in der Meisterschaft wieder eine sehr gute Rolle spielen kann.

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