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Hauptmann zurück bei den Profis: „Die sportliche Einschätzung war nicht fair“


Der 1. FC Köln hat am Dienstagnachmittag erstmals seit dem spektakulären 1:1 gegen RB Leipzig wieder auf dem Platz trainiert und die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel am kommenden Samstag bei Eintracht Frankfurt aufgenommen. Mit dabei war auch erstmals wieder Niklas Hauptmann, der nun langsam an das Mannschaftstraining herangeführt und wieder ein fester Bestandteil des Profiteams werden soll. 

Köln – Einzig auf Tim Lemperle (Sprunggelenk) und Jannes Horn (Reha nach Hüft-OP) musste Steffen Baumgart am Dienstag verzichten. Ansonsten standen dem Trainer 24 Feldspieler und drei Torhüter auf dem Trainingsplatz 1 am Geißbockheim zur Verfügung, wo sich am Nachmittag auch zahlreiche Anhänger versammelt hatten.

Ein fester Bestandteil unserer Lizenzspielermannschaft

Erstmals wieder im Kreise der Mannschaft war dabei auch Niklas Hauptmann. Der zuletzt aufgrund einer Erkrankung lange ausgefallene Mittelfeldspieler absolvierte den gesamten Athletikteil gemeinsam mit seinen Teamkollegen. Als es für die Spieler schließlich in verschiedene Spielformen ging, trainierte Hauptmann gemeinsam mit Reha-Trainer Leif Frach individuell. Nach einigen ausgiebigen Sprints ging es für den 25-jährigen nach rund 45 Minuten wieder vom Trainingsplatz.

Der in der vergangenen Saison nach Kiel ausgeliehene Spieler soll nach längerer Krankheit nun behutsam wieder an die Mannschaft herangeführt und fester Bestandteil des Profiteams werden. Vor dem Trainingslager im Juli war Hauptmann noch aus dem Team von Trainer Steffen Baumgart aussortiert worden. Da der Spieler zu diesem Zeitpunkt allerdings schon nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte war, will man dem gebürtigen Kölner nun eine neue Chance bei den Profis geben. „Die sportliche Einschätzung, die Steffen in der Vorbereitung zu Haupe machen konnte, war aufgrund seiner Erkrankung und der körperlichen Verfassung, in der er war, einfach nicht fair“, gab Thomas Kessler, Sportlicher Leiter der Lizenzspielerabteilung, am Dienstag zu bedenken. „Deswegen haben wir ihm das klare Commitment gegeben, dass er Teil unserer Mannschaft ist und er sich langsam wieder an die Mannschaft heranarbeiten soll. Sobald er wieder fit ist, ist er fester Bestandteil unserer Lizenzspielermannschaft.“

16 Kommentare
      • Haarspalta sagte:

        Haha, ich wußte, dass das kommt…

        Dann bist du also der Meinung, dass Kessler sich ohne Absprache vor die Presse stellt und öffentlich die Entscheidungen des Trainers als unfair darstellt? Und damit also Kritik an dem Trainer übt, der gerade den Verein und die Mannschaft auf links gedreht hat, dem die Presse regional und national die Füße küsst und der demnächst auf der Aachener Straße ne eigene Fahrspur bekommt?

        Bitte genau nachdenken.

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        • Steffen Weber sagte:

          Ich denke nicht, daß Kessler seine Wortwahl mit dem Trainerteam abgestimmt hat. Der Grund liegt doch woanders: was wäre denn die Alternative? Wechselfenster ist zu. Man kann ihn parken und den Marktwert komplett zerstören oder man lässt ihn teilnehmen, kann in der Not eventuell sogar auf ihn zurückgreifen und er trainiert im Profi-Umfeld. Vielleicht nimmt ihn im Sommer ja ein Verein, so daß er endlich von der Gehaltsliste kommt.

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          • Haarspalta sagte:

            Das mag ja ein Hintergedanke dabei sein, will ich gar nicht ausschließen.

            Aber dass Kessler seine Wortwahl nicht mit dem Trainer (und der PR-Abteilung) abgesprochen hat, ist doch nicht vorstellbar. Kess hat de facto keine eigene Entscheidungskompetenz.

            Und es wäre ein massiver Angriff. Den Trainer öffentlich zu bezichtigen, er habe Spieler unfair beurteilt, ist keine kleine Sache und dürfte von Baumgart dann auch nicht so stehengelassen werden.

            Man denke an das Feuerwerk zurück, als Veh damals sagte, er würde einige Entscheidungen anders treffen als Ruthenbeck. Und das hat er ja eher zurückhaltend formuliert…

          • Steffen Weber sagte:

            Kessler stimmt sicher nicht jedes Wort mit dem Trainer ab. Und es ist ganz sicher KEIN massiver Angriff, öffentlich zu behaupten, Hauptmanns Einschätzung sei nicht fair gewesen, da zu diesem Zeitpunkt ja niemand was von dieser Krankheit wusste. Der Trainer hat daher NICHT vorsätzlich unfair gehandelt und Kessler den Trainer mit der Aussage somit auch NICHT angegriffen. Von daher war Kesslers Aussage auch unabgestimmt vollkommen ok.

  1. Gerd1948 sagte:

    Reibung erzeugt Wärme oder Steffen? Kess wird ganz einfach sinngemäß das Umdenken des Trainerteams kommuniziert haben, nachdem man nun eben in Erfahrung gebracht hat, dass er schon länger geschwächt war, als ursprünglich angenommen. Jetzt bekommt er ne Chance wie jeder andere auch, sich tagtäglich im Training zu zeigen im Vollbesitz seiner Kräfte.

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  2. mcwolli77 sagte:

    Wenn der Tenor lautet alle Spieler gleich zu behandeln und jeder die selbe Chance erhält, dann ist diese Haltung der Führung nur konsequent.

    Und genau da liegt zur Zeit eine der Stärken im Team und ums Team herum, eine Sprache und Haltung. Vor allem aber wird offensichtlich nicht nur geredet, sondern auch gehandelt.

    Ob dann immer alles klappt und alle einen Höhenflug erleben ist dabei Nebensächlich.
    Ich habe das Gefühl das endlich ein authentischer und glaubwürdiger Weg gegangen wird, dem ich, wenn er nicht verlassen wird, auch als Fan immer mittragen werde.

    LG an euch alle Marc

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  3. Brutus Cesar sagte:

    Im erweiterten Stamm bei eine Zweitliga- Topteam, aber beim FC noch nicht mal gut genug für den Kader? Das hatte mich schon sehr gewundert, denn – bei aller Liebe – der Unterschied zwischen Kiel und dem FC war letztes Jahr nicht so groß. Ich freue mich, dass er wieder eine Chance bekommt und dass der FC aufgehört hat Spieler für z.T. viel Geld zu verpflichten um ihnen kurz drauf öffentlich jede Tauglichkeit für die Bundesliga abzusprechen (Schaub, Schindler, Hauptmann, Sobiech, Sörensen, Terodde, Koziello, Dennis, Arokodare – hab ich einen vergessen) und sie so demontiert dann oft noch mit Abfindung zu verschenken. Ich wette unter Baumgart hätten alle die jetzt nicht mehr da sind ihre Einsatzzeiten bekommen, oder wenigstens einen würdevollen Abgang. Ich liebe meinen FC ja über alles, aber wie man mit diesen Spielern umgegangen ist, dafür muss man sich schämen.

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