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Lehre für die Zukunft: Ljubicic kann Skhiri ersetzen!


Dejan Ljubicic wird für den 1. FC Köln immer wichtiger. Gegen den SC Freiburg musste der Sommer-Neuzugang erstmals Ellyes Skhiri auf der Sechs ersetzen und tat dies mit Bravour. Für die Geißböcke ist dies ein wichtiges Signal für die Zukunft. 

Köln – Als gegen 14.30 Uhr am Samstagmittag im Breisgau klar wurde, dass Ellyes Skhiri aufgrund einer Erkältung nicht von Anfang an würde spielen können, dürften sich unter den FC-Anhängern leichte Sorgenfalten breit gemacht haben. Der Tunesier hatte schließlich einen wesentlichen Anteil an dem starken Saisonstart der Kölner und immerhin war während der Länderspielpause gerade erst die Erleichterung groß geworden, dass der Mittelfeldspieler anders als zunächst angenommen in Köln bleiben würde.

Ljubicic kann Skhiri im Notfall ersetzen

Einen Anlass zur Sorge gab es in den folgenden Spielminuten gegen den SC Freiburg allerdings nicht. Wurde zunächst noch mit Salih Özcan auf der Sechs als Skhiri-Ersatz spekuliert, war es letztlich Dejan Ljubicic, der die Räume vor der Abwehr zulief und wichtige Löcher stopfte. Dabei hatte der Österreicher an den ersten drei Spieltagen noch als Achter oder Zehner agiert. Und das, obwohl Ljubicic eigentlich bereits als Vorgriff auf einen möglichen Skhiri-Verkauf verpflichtet worden war. Am Samstag zeigte der 23-jährige schließlich, dass er den Kölner Leistungsträger im Notfall ersetzen kann.

Denn gegen Freiburg bewies Ljubicic einmal mehr, dass er Skhiri auch läuferisch in kaum etwas nachsteht. Bis zu seiner Auswechslung in der 82. Minute hatte der Österreicher bereits knapp elf Kilometer abgerissen. Zudem unterlief ihm in der gesamten Partie nur ein einziger (!) Fehlpass. Ljubicic ist also nicht nur laufstark, sondern auch schnell und ballsicher. Zudem gibt es wohl wenige andere Spieler im FC-Kader, die auf engstem Raum so gute Lösungen finden und gleichzeitig Situationen so stark antizipieren wie der ehemalige Rapidler. So war es letztlich auch der Ballgewinn des Österreichers, der das 1:0 von Anthony Modeste einleitete.

Gegen Leipzig wieder weiter vorne?

Sollte Ellyes Skhiri am Samstag gegen RB Leipzig wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein, dürfte der Tunesier dennoch auf der Sechs zunächst wieder gesetzt sein. Die Position im defensiven Mittelfeld wird damit für Trainer Steffen Baumgart zum echten Luxus-Problem. Doch auch weiter vorne ist Ljubicic für die Geißböcke wertvoll und wird gegen die Leipziger dann wohl wieder auf der Zehn oder als Kainz-Ersatz auf der Acht agieren. Für die Zukunft war der starke Auftritt von Ljubicic als Skhiri-Ersatz aber ein wichtiges Signal, schließlich dürfte ein Verkauf des Tunesiers nur aufgeschoben und nicht aufgehoben sein und möglicherweise schon im Winter wieder zu einem Thema werden.

11 Kommentare
  1. Steffen Weber sagte:

    Warum müssen diesen Berichte immer als „Fanboy“ verfasst werden, statt einfach seriös objektiv? Zur Wahrheit gehört auch, daß Ljubicic nur 3 seiner 9 Zweikämpfe gewonnen hat (Zweikampfquote 33%). Aber das wird weg gelassen, sonst würde der Hype-Artikel nicht mehr so positiv ausfallen. Damit wird aber etwas dargestellt, wie es in Wahrheit nicht ist.
    Dieses Mal immerhin nicht derart krass, wie es in dem Bericht zu den vergangenen Trainern der Fall war, als einfach falsche Behauptungen bzgl. der Ballbesitz und Passquote bei den 8 gewonnen Gisdol-Spiele aufgestellt wurden. Das waren schlicht FAKENEWS.
    Skhiri hat in den 30 Einsatzminuten übrigens 4 von 6 Zweikämpfen gewonnen (67%) und ob Ljubicic Skhiri läuferisch in nichts nachsteht, bezweifle ich (noch) stark. Es wird seinen Grund haben, warum er immer bei max. 11km vom Feld geholt wird. Da hat Skhiri noch locker 3km mehr im Tank.

    Nicht, daß es falsch ankommt: ich finde, Ljubicic ist eine Top-Verpflichtung! Ein Topspieler, an dem wir noch viel Freude haben werden und der uns am Ende einige Euros in die Kasse spülen wird. Aber deshalb muss ich keinen künstlichen Hype erzeugen, in dem ich die nur die Zahlen nehme, die mir für meine Legendenbildung dienlich sind oder Zahlen nur einseitig interpretiere. Da sollte der geissblog schon seriös bleiben.

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    • FC Neukoelln sagte:

      Stimmt. Man muss auch nicht nach jedem Tor jubeln, denn die dafür aufgewendete Kraft sollte man sich lieber sparen, das Spiel ist schliesslich noch lang. Es gilt unter Experten als gesicherte Erkenntnis, dass Uth aus nicht einmal 2m ins Tor und nicht etwa den Pfosten getroffen hätte, hätte er seine Körner nicht Minuten vorher erst feixend und sinnbefreit den Jubelhühnern zum Fraß vorgeworfen, und von Old Shatterleg Czichos müssen wir gar nicht erst reden: die Wettquoten gingen von Kuala Lumpur bis Capetown durch die Decke, dass ausgerechnet er den späten Ausgleich verschulden würde, nachdem man ihn den ganzen Weg vom unteren Ende der Wertschöpfungskette bis zur Jubeltraube siechen sah. War doch klar!

      War das objektiv genug? Ich übe noch, da möge man mir den einen oder anderen falschen Einwurf verzeihen…

      Euer
      Super Serious Fanboy

      PS: „Da sollte der geissblog schon seriös bleiben.“
      Hahaha! Made my day :-)

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  2. Gerd1948 sagte:

    Wie gesagt, war schon Slapstick, aber Timo geht auch 100% davon aus, dass es Abseits ist. Da aber nicht direkt gepfiffen wird hat er dann 2 Gedanken im Kopf. Das ist dann immer 1 Gedanke zu viel. Oder er hatte sogar die Szene von Musiala noch im Hinterkopf und wollte was Neues ausprobieren. ;-) Spaß, Horn hatte 1 schlechte Faustabwehr ( Petersen) und einen Abstoß ins Seitenaus (60. Minute ca.)

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