,

Skhiri kündigt Entscheidung an: „2022 verlängern oder wechseln!“


Der Verbleib von Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln war in diesem Sommer die große Überraschung für den FC auf dem Transfermarkt. Kein Verein war bereit, die von den Geißböcken geforderte Ablösesumme zu bezahlen. Für den 26-jährigen kein Problem. Er freut sich auf weitere Monate in Köln, kündigte aber an: Spätestens im Sommer 2022 heißt es „verlängern oder wechseln“.

Köln – Beim 1. FC Köln läuft es zu Saisonbeginn rund. Sportlich sind die Geißböcke mit sieben Punkten aus vier Spielen gestartet. Personell hat Interims-Sportchef Jörg Jakobs den Kader verkleinert und gezielt verstärkt. Auf einer Position mussten sich die Kölner letztlich keine Sorgen machen, denn Ellyes Skhiri blieb trotz des Interesses zahlreicher Vereine in Köln.

Skhiri bestätigt: Kölns Forderungen verhinderten Transfer

„Mein Berater hat verschiedene Gespräche geführt. Es gab Interesse verschiedener Klubs. Aber am Ende war eben kein Verein bereit, in diesem Sommer eine Ablöse zu zahlen, die sich der Verein vorgestellt hat“, erzählte Skhiri nun der Bild. Für den Spieler aber kein Problem. „Ich bin nicht enttäuscht, dass es nicht geklappt hat.“

Insbesondere der AC Mailand mit Klub-Idol Paolo Maldini soll sich um Skhiri bemüht haben. Doch auch andere Vereine, darunter der AS Rom und West Ham United, sollen zwischenzeitlich die Fühler nach dem Dauerläufer im Kölner Mittelfeld ausgestreckt haben. Am Ende scheiterte der Deal an Kölns Forderungen, die aufgrund der finanziellen Schieflage des Klubs unverhandelbar waren.

Ich bin hier glücklich und bleibe gerne

Skhiri zeigte nun Verständnis für den FC, der ihm in den letzten zwei Jahren als Plattform diente, um sich für größere Klubs ins Schaufenster zu spielen. „Ich habe immer gesagt, dass ich hier glücklich bin und gerne bleibe. Meine Freundin und ich fühlen uns sehr wohl in Köln“, sagte der Tunesier, der auch unter Steffen Baumgart einer der Schlüsselspieler ist. „Ich habe ein gutes Verhältnis zum Trainer, zu den Mitspielern und den Fans. Solange ich hier bin, werde ich dem FC und der Mannschaft helfen.“

Wie lange dies jedoch noch der Fall sein wird, ist offen. Schon im Winter könnte es zu neuen Gesprächen mit interessierten Klubs kommen. Die Kölner Forderungen dürften sich bis dahin zwar nicht verändert haben, womöglich aber die finanziellen Möglichkeiten der Interessenten. Skhiri weiß, dass sich in den kommenden Monaten etwas tun wird und machte daraus auch kein Geheimnis.

Definitiv klar sein wird die Situation im nächsten Sommer

„Ich kann nicht vorhersagen, wann und ob es zu einem Wechsel kommen würde“, sagte Skhiri mit Blick auf die Winter-Transferperiode im Januar 2022. Deutlich machte er jedoch, dass im Sommer 2022 automatisch eine Entscheidung fallen wird. „Definitiv klar sein wird die Situation im nächsten Sommer, weil mein Vertrag 2023 ausläuft, man also entweder verlängert, oder wechselt.“

Verlängern oder wechseln – diese Optionen gab es bereits 2020 bei Jhon Cordoba aufgrund seines damals nur noch ein Jahr gültigen Vertrags. Die Geißböcke können sich nicht erlauben, Skhiri 2023 ablösefrei wechseln zu lassen. Schon im Sommer 2022 könnte die Ablösesumme deutlich geringer ausfallen als in diesem Sommer oder im Januar 2023. Daher bleibt die Personalie bei den Geißböcken akut – und weil das Geld eigentlich dringend gebraucht wird, erscheint eine Vertragsverlängerung bei allem sportlichen Wert des Sechsers die unwahrscheinlichste Variante.

15 Kommentare
  1. Norbert Furmanek sagte:

    Und weil das Geld dringend gebraucht wird…..? Marc ?? Wo steht das ?!!?? Dann sollen sich die Verantwortlichen mal um andere GELDQUELLEN kümmern !!! Der Spieler fühlt sich wohl . möchte eigentlich gar nicht weg—- also was soll das ? Warum wollt ihr Spieler vom FC loseisen ,bzw. zu anderen Vereinen vermitteln ? Wenn es passt soll er noch mal um 2 Jahre verlängern. Je mehr Qualität in der Mannschaft steckt um so besser.

    Kommentar melden
  2. Michael H sagte:

    Diese Armutsrhetorik finde ich auch nicht so dolle. Mag ja sein, dass Wehrle das den Journalisten drei Mal am Tag ins Ohr flüstert, aber im Vergleich dürfte es dem Verein im nationalen und insbesondere internationalen Vergleich gar nicht so schlecht gehen.

    Die Zahlen bekommen wir ja bald. Und ggf. auch weitere im Fußball eher seltene Maßnahmen, um die Liquidität zu erhöhen.

    moderated
    • kalla lux sagte:

      Klar haben andere auch Minus bei Corona gemacht.
      Aber kein Verein hatte so viel Gehaltsausgaben, ohne Einnahmen zu haben.
      Wen man die Gehälter von Höger,Horn,Risse,Terodde usw allein rechnet die ohne großen Gegenwert alle über 2 Millionen verdient haben, kann man sich das Dilemma schnell selbst ausrechnen.
      Zum Thema Shkiri, Leute er wird verkauft. Eben weil die Gehaltskosten bei einer Vetragsverlängerung nicht mehr vom FC getragen werden können.
      Den es ist wie Marc schreibt, wir „müssen“ verkaufen.
      Den irgendwann wollen alle die sich bereit erklärt haben zu helfen, trotzdem ihre Knete zurück haben! Und da ist es egal, ob das manchen Fan gefällt!

      Kommentar melden
  3. Carlo Korrupto sagte:

    Ich kann mir auch kaum vorstellen dass der FC so dringend Geld braucht, dass man Skhiri nächsten Sommer unbedingt verkaufen muss, sonst hätte man das schon diesen Sommer getan, auch zu schlechteren Konditionen.
    Selbst wenn dringend Kapital benötigt wird, können sich diese Saison auch noch ganz andere Möglichkeiten ergeben. Es kommen wieder Mehreinnahmen durch ein halbwegs gefülltes Stadion, durch einen möglichen Klassenerhalt könnte wieder sicherer geplant werden und ein Anstieg in der 5-Jahreswertung wäre ebenfalls möglich. Der FC kann im Pokal weit kommen und dadurch Mehreinnahmen generieren und auch andere Spieler können sich positiv entwickeln und zu „Tafelsiber“ werden, wie Thielmann, Lemperle oder Ljubicic. z.B. Hier einen verkauf von Skhiri als mehr oder weniger alternativlos darzustellen, ist etwas zu kurz gedacht.
    Ich kann mir gut vorstellen,dass er gerne verlängert, wenn wir eine halbwegs gute Saison spielen, mit dem Abstieg nichts zu tun haben und eine Entwicklung der Mannschaft erkennbar ist.

    Kommentar melden
  4. Gerd1948 sagte:

    Es gab ja nicht wenige hier, die dachten, dass es utopisch sei einen Skhiri für eine zweistellige Millionensumme verkaufen zu können. Allerdings möchte ich Skhiris Aussagen mal aus dessen Blickwinkel betrachten. Offensichtlich kann er es sich ja durchaus vorstellen weiter hier zu bleiben. Skhiri wird auch nicht davon ausgehen, dass der FC international spielt nächstes Jahr. Von daher scheint er eben andere Prioritäten zu setzen. Weiter glaube ich, dass Skhiri auch vehementer auf einen Wechsel gedrängt hätte, wenn bei den Bewerbern jetzt ein „Traumverein“ bei gewesen wäre. Wie man das Verbleiben dann finanziert ist ja eine andere Frage. Sie fühlen sich hier wohl, diese Aussage steht und ich denke, dass das bei Skhiri eben keine Worthülse ist. Natürlich geht es weiter um das Eigenkapital,
    Norbert. Dies sind Richtlinien bei einer Lizenzvergabe OHNE AUFLAGEN. Der FC wird spätestens im Sommer wieder jemanden höchstmöglich verkaufen müssen Mehreinnahmen hin oder her. Es sei denn die bisher gestarteten Versuche Fremdkapital zu erwirtschaften geben es wider Erwarten her.

    Kommentar melden
    • Micha S. sagte:

      Köln gehört mit ach und krach zu den Top 100 Vereinen in Europa, Mailand eher zu den Top 20-25. Dazu ist Mailand ne echt geile und schöne Stadt…

      Und für Nordafrikaner ist die Serie A oft die erste Anlaufstelle, ähnlich wie die BuLi für Polen.

      So gerne ich Shkiri mag, ich glaube schon das der AC Mailand aktuell für ihn ein riesen Sprung gewesen wäre und er deshalb auch sicher ein Wunschverein war.
      So viele Vereine die regelmäßig CL/EL spielen werden + die Strahlkraft eines AC Mailand + tolle Stadt gibt es in Europa nicht.

      Kommentar melden
  5. Truebe Tasse sagte:

    Haben hier eigentlich alle einen Schaden an der Waffel? Wisst ihr eigentlich, was nächsten Sommer ist? Nächste Saison verdienen wir alleine durch das Erreichen der Gruppenphase in der Champions League 20 Mio EUR, sodass wir gar nicht mehr so schlecht dastehen. Und dann WILL Skhiri bleiben, wir brauchen ihn aber dann nicht mehr, weil wir für das zentrale Mittelfeld Marquinhos von PSG holen. Und weil wir dann Champions League spielen, werden unsere Spieler direkt mal doppelt so teuer. Skhiri geht kommende Saison für 40 Mio nach England. So!

    Kommentar melden

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar