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Auf einem soliden Fundament lässt sich aufbauen


Zehn Spieltage sind gespielt. 13 Punkte hat der 1. FC Köln gesammelt. Die Geißböcke liegen also klar auf Kurs, das Saisonziel zu erreichen – und damit ist nicht der Klassenerhalt gemeint, sondern eine Position zwischen Platz acht und zwölf. Dass der FC aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt geholt hat, muss dabei nicht verunsichern. Das hat der Auftritt in Dortmund bewiesen.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Wer es nicht ganz so gut meint mit dem 1. FC Köln, der winkt ab und sagt: Der FC hat bislang doch nur gegen zwei Aufsteiger (Bochum und Fürth) sowie gegen eine indisponierte Hertha gewonnen. Dazu vier Unentschieden. Der Rest ging verloren. Das würde aber nicht nur zu kurz greifen, sondern würde die spielerische Entwicklung der letzten Monate außen vor lassen.

Ohne Träumereien: Der FC könnte schon mehr Punkte haben

Dass der FC in Freiburg beinahe verdient gewonnen hätte. Dass der FC gegen Leverkusen verdientermaßen noch einen Punkt (und beinahe noch mehr) geholt hatte. Dass der FC in Dortmund hätte gewinnen können. Dass Köln den Leipzigern einen spektakulären Fight geliefert und in der Nachspielzeit die Riesenchance zum Sieg hatte. Und dass selbst der FC Bayern hatte zittern müssen, um die Geißböcke zu bezwingen.

Einzig Hoffenheim hatte gegen Köln leichtes Spiel. Alle anderen Partien standen auf des Messers Schneide. Man muss keinen Träumereien nachhängen, um festzuhalten: Der 1. FC Köln hätte nach zehn Spieltagen schon deutlich mehr als 13 Punkte haben können.

Ein solides Fundament

Das ist eine wichtige Erkenntnis nach einer schweren Englischen Woche, in der die Kölner zwar nur einen Punkt holten, aber im DFB-Pokal weiterkamen. Das ist auch eine wichtige Erkenntnis vor den weiteren sieben Spielen der Hinrunde, in der die Geißböcke noch viermal auf Teams aus der unteren Tabellenhälfte treffen (Gladbach, Stuttgart, Augsburg, Bielefeld) und die drei besser platzierten Teams Mainz, Union und Wolfsburg heißen.

Diese Gegner sind allesamt schlagbar – wie überhaupt inzwischen fast jeder Gegner in dieser Liga für den 1. FC Köln unter Steffen Baumgart schlagbar ist. Weil der FC sich verändert hat. Weil gute Leistungen wie in der zweiten Hälfte gegen Leverkusen oder über weite Strecken gegen Dortmund kein Zufall mehr sind. Der Erfolg beim FC ist mehr als nur die Folge eines geschickten Griffs in die Motivationskiste. Dieser Erfolg hat ein solides Fundament. Und darauf lässt sich aufbauen.

26 Kommentare
  1. Truebe Tasse sagte:

    Mein alter Deutschlehrer pflegte als Beispiel für einen nichtssagend Satz immer zu sagen: „Eine solide Basis ist die Grundlage für ein gesundes Fundament.“ Klingt alles hochtrabend, sagt aber nichts aus. Und genauso wenig aussagekräftig ist eine Ableitung für die zukünftigen Spiele aus den bisherigen. Viel zu viele Konjunktive. Der FC kann theoretisch gegen alle gewinnen, kann aber auch gegen alle verlieren. Aber weder das eine, noch das andere wird passieren. Erfreuen wir uns am belebenden Stil unserer Mannschaft und setzen wir die Ziele mal nicht zu hoch am. Wenn der FC weiterhin begeistert und am Ende 13. wird ist das genauso geil wie wenn die Leistungen plötzlich schlechter werden, er sich aber auf Platz 9 mogelt. Hauptsache eins: dieses, nächstes und danach das Jahr keinesfalls absteigen und sanieren, sanieren, sanieren.

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    • kalla lux sagte:

      Um Schulden abzubauen Brauch man aber auch Einnahmen. Schaut man sich einmal unsere Transferwerte an so haben wir 2 Spieler die etwa 20-25 Millionen bringen „könnten“. Danach kommen dann schon Ü 30 Spieler und Ypieler wo die Verträge auslaufen . Da unsere Jungen in der U keine großen Marktwerte erreichen, eine wirklich verzwickte Situation.
      Da müssen schon ein paar Millionen Japaner FC Trikot s kaufen

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      • Micha S. sagte:

        Sehe ich nicht gar so kritisch.

        Das Stadion hat wieder volle Kapazität, Merch läuft beim FC… und das obwohl man für dieses Jahr nicht damit gerechnet hat.

        In der Summe muss der FC nämlich NICHT Spieler regelmäßig verkaufen um die Lizenz zu erhalten, das war nur der Geldverschwendung vor Corona + Corona geschuldet.

        Dieses Jahr hat man schon richtig gehandelt und nichts großartig ausgegeben. Nächstes Jahr verkauft man vielleicht Shkiri für gutes Geld nach England(hat mit Ljubicic schon einen Nachfolger)… und kann dann einen Teil in das Team reinvestieren.

        Dazu, dass sich das Gehaltgefüge in den nächsten 2 Jahren komplett bereinigt haben wird. Uth ist daher auch ein ordentlicher Transfer in meinen Augen, klar er wird sein Gehalt kosten aber er hat keine Ablöse gekostet die man Abschreiben müsste.

        Auslaufende Verträge sind aus meiner Sicht für den FC weniger Fluch denn Segen^^ Aber klar es birgt ein Risiko, aber auch eine Chance aus der CoronaSituation auf lange Sicht gestärkt hervorzugehen(Sinnvoll angepasstes Gehaltsgefüge an die Leistungen)

        Marktwerte entwickeln sich sobald man erfolgreich Fußball spielt von allein(siehe Stuttgart letzte Saison). Sollten wir diese Spielweise über diese/nächste Saison durchziehen sehe ich da auch Marktwerte entstehen (Thielmann, Lemperle) Beide U20, spielen BuLi, sind deutsche und dazu noch offensiv. Lass die diese und nächste Saison eine normale Entwicklung nehmen und die bringen 2 stellige Beträge ein(Corona ist ja für den Fußball vorbei).

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  2. Micha S. sagte:

    Hätte hätte Mähdrescher…

    Klar hätte man mehr Punkte haben können aber auch weniger…

    Die Platzierung passt so schon zu den aktuellen Leistungen… man ist nicht vom Glück verfolgt/aber auch nicht vom Pech.

    Mal sehen was die nächsten Spiele bringen… die Art und Weise ist top aber sollte man am Ende der Hinrunde doch wieder im Abstieg hängen bringt einem das wenig.

    Aber wer weiß, vielleicht starten wir eine Serie und alles ist in 4-5Spielen schon erledigt…

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  3. Hans Wurst sagte:

    Aus den nächsten 7 Spielen werden 12 Punkte gehölt, sodass der FC mit 25 Punkten in die Halbzeit geht.

    Die Rückrunde wird dann aber deutlich schwerer, da die Gegner konzentrierter zu Werke gehen müssen – die Kölner gelten dann nicht mehr als Schießbude der Liga.

    Interessant ist allerdings, dass der Geißblock jetzt eine finale Platzierung zwischen 8 und 12 ausruft. Soweit ich erinnere gilt nach wie vor der Klassenerhalt als Saisonziel. Hr. Baumgart will unter die ersten 12 und in das Pokalfinale. Daraus einen 8. Platz als Saisonziel abzuleiten hat schon was von seriöser Berichterstattung.

    Oder habe ich etwas verpasst?

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  4. Norbert Furmanek sagte:

    Alles ist möglich . Es hängt aber auch von wichtigen Faktoren ab. Was ist wenn Hector mal längere Zeit ausfällt ? Was wenn Ljubicic und aktuell Skhiri länger ausfallen ? Und Modeste und / oder Andersson . Wer steht für die parat ? Kein einfaches Unterfangen . Hoffen wir ,dass der FC nie in so eine Situation kommt.

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  5. Horst sagte:

    Zum Jubeln ist es eindeutig zu früh. Und der Blick sollte auch nach unten gehen. Bis Platz 16 sind es nur noch 4 Punkte. Ich hoffe, die Nerven halten auch bei einer kleinen Durststrecke. Die Art wie wir Fussball spielen ist schon ein Quantensprung zu letztem Jahr.
    Wir sollten noch minimal 7 Punkte holen bis zur Pause

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  6. Martin Duda sagte:

    HALLELUJA!!!!
    Jetzt ist schon Platz 8!!! bis 12 das Saisonziel. Wo kommt das denn jetzt auf einmal her?
    „Die Bayern mussten gegen uns zittern“ :-)))) ,…….
    Was soll der Quatsch ?
    Muss denn immer alles superaffentittengeil oder Abschlachtung sein?
    Geht es auch nochmal normal?
    Die guten Dinge und auch die weniger Guten sachlich bewerten ohne jedes Mal einen Aufreißer zu produzieren und dann auch noch selbst Dinge dazu erfinden?
    Vielleicht soll dieses Niveau dann auch das Diskussionsniveau bestimmen?
    Ich denke der GBK hat das nicht nötig.
    Schade!!! (wie die Niederlage in Do)

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  7. C W sagte:

    Das wichtige ist doch die Entwicklung des Spiels und das damit verbundene Selbstvertrauen. Da kommt dann das Spielglück eben auch mal zum tragen. Man darf nicht vergessen, dass wir mit dem Spielglück aus dem Dortmund-Spiel gegen Dose Leipzig oder auch Pille Vizekusen durchaus verloren hätten. Ebenso wäre mit dem nötigen Spielglück eben auch gegen Bayern und den BVB mehr drin gewesen. Die Punkte sind damit bisher würde ich sagen „leistungsgerecht“.

    Und das ist der Knackpunkt, die Mannschaft kann es grundsätzlich. Und damit sind wir Meilenweit weg von einem „wenn nichts schief geht sind hier Punkte drin“ Fußball der letzten zwei Jahre. Aber eben auch von einem lieber ein 0:0 als ein 0:1 Mauerfußball der Stögerjahre. Letzterer kann auch erfolgreich sein wenn alle mitziehen, kann eben aber auch in die Hose gehen wenns in der Truppe nicht so läuft.

    Wichtig ist das die Mannschaft weiter mit zieht und nicht irgendwer quer schießt. Weil wenn die ersten anfangen zu murren (Özcan, Modeste, Anderson, Mere sind da immer so Kandidaten), dann wirds auch mit dem Baumgartstil schwer als Mannschaft zu bestehen.

    Langer Rede kurzer Sinn, weiter so und immer mit der Ruhe;-)

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  8. Adrian Senger sagte:

    Naja…. Sollte man irgendwas über 40 Punkten holen und dabei 50 Tore schießen ist das in Ordnung.
    Allerdings sollte man bei all den guten Leistungen das Punkten nicht vergessen.
    Die Truppe wirkt zwar gefestigt aber es war halt auch nur 1 Sieg aus den letzten 7 Bundesliga Spielen.
    Allerdings kommen jetzt Union, Mainz, Gladbach, Bielefeld und Augsburg. Das sollten dann schon 8-10 Punkte sein in den nächsten 5 Spielen.
    Denn eins ist auch klar. Geht das nächste Woche zuhause gegen Union in die Hose wird sich die Stimmung in Köln deutlich verschlechtern. Immerhin bewegt man sich seit Wochen in der Tabelle kontinuierlich richtig Keller auch wenn die Leistungen ordentlich waren. Ab und zu muss man einfach mal ein Spiel gewinnen.

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