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FC fit wie nie? „Ihr sollt im Arsch sein, wenn ihr den Platz verlasst“


Der 1. FC Köln gehört zu den fittesten Mannschaften der Bundesliga. Das belegen nicht nur aktuellen Laufwerte der Geißböcke, sondern auch die drei Tore, die der FC in den letzten zehn Minuten der ersten sieben Partie erzielen konnte. Bei der intensiven Spielweise bleibt den Kölnern aber auch nichts anderes übrig, als bis ans Limit und darüber hinaus zu gehen. 

Köln – Nach sieben Spieltagen liegt der 1. FC Köln auf Rang 1 der intensiven Läufe. Bei der Anzahl der Sprints sind bislang nur Eintracht Frankfurt und der FC Bayern besser. Und was die Laufleistung betrifft, rangieren die Kölner mit 823,4 Kilometern hinter Bielefeld, Frankfurt und Union Berlin auf Platz vier. Die Werte zeigen: Der FC gehört zu den fittesten Mannschaften der Liga.

FC schon 2020 topfit – aber mit anderer Ausrichtung

Mit zwei Treffern in der Schlussphase gegen den VfL Bochum sowie der Energieleistung von Ellyes Skhiri in der 89. Minute gegen Fürth zum 3:1 hat sich diese Fitness auch bereits in Toren niedergeschlagen. Zugegeben, körperlich fit waren die Geißböcke auch in der vergangenen Saison unter Markus Gisdol. Im Jahr des Beinahe-Abstiegs waren die Kölner mit am fleißigsten und hatten zum selben Zeitpunkt der letzten Saison sogar bereits mehr Kilometer auf dem Tacho. Worin liegt also der große Unterschied? Vor einem Jahr lief der FC seine Gegner erst deutlich später an, hatte weitaus weniger Ballbesitz und war mitnichten so torgefährlich – und erfolgreich – wie heute.

Schon die Sommer-Vorbereitung war von der Intensität und dem Trainingsumfang kaum mit einer anderen Vorbereitung der vergangenen Jahre zu vergleichen. Und selbst mitten in der Saison arbeitet die Mannschaft auch im körperlichen Bereich weiter hart. „Es geht schon darum, dass ihr im Arsch sein sollt, wenn ihr den Platz verlasst“, hörte man Steffen Baumgart auf dem Trainingsplatz in der aktuellen Folge der Vereinsdoku 24/7 FC zu seinen Spielern sagen.

Intensives Anlaufen wird immer wieder simuliert

Also lässt das Trainerteam die Mannschaft schwitzen. Auch vor Spieltagen stehen unter der Woche regelmäßig Sprints auf der Tagesordnung. In dem ausgegliederten Eck, in dem meist die koordinativen Übungen zum Aufwärmen absolviert werden, müssen die Spieler auf knapp zehn Metern mit Richtungswechsel hin und zurück sprinten. Zehn Mal pro Durchgang, mehrere Male. „Wir brauchen das für unser Spiel. Wir wollen immer wieder rausschießen, den Gegner unter Druck setzen, ihm wenig Zeit geben“, erklärte Athletiktrainer Max Westen. Mit diesen kurzen Sprints soll das intensive Anlaufen der Gegenspieler simuliert werden. „Dafür ist dieses kurze Ansprinten wichtig. Das muss man in einer Trainingswoche mehrfach machen, um es am Wochenende abrufen zu können.“

Übungen, insbesondere ohne Ball, die sicherlich nicht zu den Lieblingsdisziplinen der Spieler gehören. „Athletiktrainer sind nie gern gesehene Leute von mir auf dem Platz“, scherzte Rafael Czichos. Doch auch der Innenverteidiger weiß, dass die harte Arbeit am Ende belohnt wird. Immerhin ist der 31-jährige bislang hinter Ellyes Skhiri, Jonas Hector und Dejan Ljubicic am viertmeisten von allen FC-Spielern gelaufen. Einfach ist es für Weuthen auf dem Platz trotzdem nicht. „Man muss sich schon eine Menge anhören, gerade an den Hauptbelastungstagen“, meinte der Athletikcoach mit einem Augenzwinkern. „Am Ende wissen die Jungs aber, warum und wofür sie es machen.“

9 Kommentare
    • Hans Wurst sagte:

      Im darf also nur noch redaktioneller Inhalt bzw. Titel sein?
      Die Motivation des Blogs dahinter kann ich ob der Gesetzeslage nachvollziehen (kann wg. Hassrede richtig teuer werden), gesellschaftlich kann das aber bedenklich werden.

      In jedem Fall ist das Training anstrengend, der größte Unterschied zur letzten Saison dürfte allerdings der Sturm sein: vor wenigen Wochen hatten wir Dank HH noch keinen :-)

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  1. Norbert Furmanek sagte:

    Eigentlich sollte man von einem Profi verlangen können , dass er sich für den Verein den Allerwertesten aufreißt. Werden schliesslich auch gut bezahlt. Natürlich ist die Effektivität vorrangig. Kilometer runterlaufen ohne sichtbaren Nutzen ,ist auch nicht das gelbe vom Ei. Gutes Auge plus Stellungsspiel kann das auch mindern.

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