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FC-Frauen optimistisch, aber: Große Bühne vor kleiner Kulisse?


Es könnte eine ganz große Bühne werden für die Fußballerinnen des 1. FC Köln, doch im Windschatten der Herren könnte sich das Interesse der Fans ebenso verlaufen. Wie viele Zuschauer werden am Freitagabend nicht in Müngersdorf, sondern ab 19.15 Uhr im Franz-Kremer-Stadion sein, wenn die FC-Frauen den FC Bayern München empfangen. Die Geißböcke wollen dem Meister unbedingt ein Bein stellen.

Köln – 650 Zuschauer besuchten das bisher einzige Heimspiel der FC-Frauen in dieser Saison – und sahen eine engagierte Leistung des Aufsteigers bei der knappen 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim Anfang des Monats. Im Normalfall würde diese Besucherzahl gegen den Deutschen Meister Bayern München sicherlich über diese Marke steigen. Doch das ist längst nicht gesichert.

Schuld daran ist das Herrenteam des FC, das ab 20.30 Uhr nur einen Steinwurf entfernt in Müngersdorf sein Heimspiel gegen Greuther Fürth austragen wird und das geballte Interesse der zugelassenen 40.000 Fans und jener vor den Fernsehern auf sich ziehen wird. „Wir hoffen, dass trotzdem viele Zuschauer kommen“, blieb Kölns Trainer Sascha Glass einzig die Hoffnung ob der unglücklichen Terminüberschneidung.

Wollen uns nicht hinten reinstellen

Das Heimspiel seines Teams gegen den Branchenprimus wird nicht nur, so wie alle Spiele der Frauen-Bundesliga, bei Magenta Sport live im Internet übertragen, sondern diesmal auch im Fernsehen von Eurosport. Nervosität ob dieser medialen Bühne wird Glass jedoch kaum bei seinen Spielerinnen gelten lassen. „Alle sind sehr fokussiert“, sagte der FC-Trainer, der den Bayern unbedingt ein Bein stellen will.

Gegen die geballte Macht aus dem Süden will Köln daher auch keinesfalls Beton anrühren. „Wir müssen kompakt stehen, das ist unabhängig von einer Vierer- oder Fünferkette. Wir werden uns sicherlich viel in der eigenen Hälfte befinden, wollen uns aber nicht hinten reinstellen.“

Wiedersehen mit alten Bekannten

Für einige Spielerinnen wird das Duell eine Begegnung mit der eigenen Vergangenheit. Mandy Islacker, Anja Pfluger und der Sommer-Zugang Laura Donhauser trugen einst das FCB-Trikot. Zudem ist Weronika Zawistowska aktuell aus München ausgeliehen. Die Polin wechselte im Sommer aus ihrer Heimat an die Isar, wurde jedoch direkt für ein Jahr an den Rhein weiterverliehen.

Das gute Heimspiel gegen Hoffenheim möchte Glass als Maßstab nehmen für den zweiten Heimauftritt der Saison. „Wenn wir wieder so in die Zweikämpfe kommen wie damals in der ersten Hälfte, dann könnte etwas für uns drin sein.“ Torhüterin Manon Klett wird nach ihrem Nasenbeinbruch in den Kader zurückkehren. Ob sie – mit einer Spezialmaske ausgestattet – auch zwischen den Pfosten stehen wird, ließ Glass offen. Fehlen werden definitiv Jana Beuschlein und Irini Ioannidou. Hinter dem Einsatz von Alicia Gudorf steht ein Fragezeichen.

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