1. FC Köln vs. SpVgg Greuther Fürth, 7. Spieltag, 01.10.2021, 20.30 Uhr, Mitte von links: Jonas Hector (1. FC Köln), Bild: Herbert Bucco

Nicht nur die Offensive: Vier Gründe für den FC-Erfolg

Platz sechs nach sieben Spieltagen, nur einen Zähler hinter Wolfsburg, dafür schon mit großen Abständen nach unten: Der 1. FC Köln hat sich mit einem beeindruckenden Saisonstart viel Selbstvertrauen für den Herbst und den Winter geholt. Ein Blick auf die einzelnen Mannschaftsteile zeigt die Stärken der Geißböcke. Was Sportchef Jörg Jakobs und Trainer Steffen Baumgart dazu sagen – eine Analyse.

1. Aufstellung

Steffen Baumgart bewies gegen Fürth großen Mut, indem er alles, was der Kader an Offensive hergab, in die Startelf stellte: Sebastian Andersson, Ondrej Duda, Anthony Modeste, Mark Uth. Mehr Offensive ging nicht, deutlicher konnte Baumgart seinem Team nicht vermitteln, dass es nur einen Weg geben sollte: nach vorne. Dafür war Baumgart bereit, mit Dejan Ljubicic einen der Gewinner des Saisonstarts auf die Bank zu setzen. Für den Erfolg, vor allem aber für seine offensive Spielweise, zieht der FC-Trainer jedes Register.

2. Torgefahr

Der 1. FC Köln ist in dieser Saison jederzeit in der Lage, Tore zu erzielen – nach der traurigen letzten Saison ein Segen für jeden FC-Fan. Nur vier Mannschaften haben nach sieben Spielen mehr Tore erzielt. Nach Anthony Modeste trifft nun auch Sebastian Andersson. Nur Leipzig gibt mehr Torschüsse ab als der FC, selbst die Bayern haben einen Torschuss weniger auf der Uhr als Köln. Der FC bringt 18 Prozent mehr Flanken in die gegnerischen Strafräume als jede andere Mannschaft der Liga. Wenn jetzt noch bei Mark Uth und Ondrej Duda der Knoten platzt, könnte es eine erfolgreiche Saison für den FC werden.

3. Laufstärke

Häufig erwähnt, doch nach sieben Spieltagen einfach beeindruckend: In allen drei relevanten Statistiken – zurückgelegte Kilometer, Anzahl Sprints, Anzahl intensive Läufe – führt der 1. FC Köln die Bundesliga an. Kein Team lässt körperlich mehr auf dem Rasen als der FC.

4. Lufthoheit

Noch ein Top-Wert für den FC: Keine Mannschaft in der Bundesliga gewinnt mehr Kopfballduelle als die Geißböcke. Die Folge: Die Geißböcke stehen bei Standardsituationen der Gegner bislang sicher. Nur zwei Gegentore nach ruhenden Bällen (gegen Hertha und Leipzig) ist ein guter Wert, zumal Fürth am Freitagabend eine Vielzahl an Freistößen herausholte, jedoch kaum gefährlich wurde.

5. Das sagt Sportchef Jörg Jakobs

„Gegen Fürth hatten wir in der ersten Halbzeit Schwierigkeiten, kontrolliert in die gegnerischen Hälfte zu kommen. Wir wollten über außen kommen, das hat aber nicht funktioniert. Das war in der zweiten Halbzeit besser. Wenn ein Tor fällt, ist ohnehin vieles leichter. Es gab Phasen, da haben wir richtig gut gespielt. Richtig klare Aktion gegen uns gab es bis auf das Gegentor und den Doppel-Pfosten nicht. Der Trainer hat in der Halbzeit gesagt, dass die Mannschaft bei sich bleiben muss, egal, wie es steht. Wir agieren bei jedem Spielstand gleich.“

6. Das sagt Trainer Steffen Baumgart

„Der Schritt nach vorne ist, dass wir uns vom Ergebnis nicht haben beeindrucken lassen. Wir haben nach vorne gespielt und den Weg ergebnisunabhängig gesucht haben. Wir haben 2:1 geführt und trotzdem weiter nach vorne gespielt. Was ich sehen will, ist, dass wir nicht verwalten, sondern das dritte Tor suchen, auch auf die Gefahr hin, dass der Gegner noch mal kommt. In den letzten zehn Minuten haben wir es dann gelassen, weiter hinten rauszuspielen, weil das Risiko zu groß wurde. Die Entscheidung fand ich gut, die die Jungs selbständig getroffen haben. Dafür sind wir weiter auf die zweiten Bälle gegangen. Wir machen noch Fehler, die werden wir auch weiter machen, aber wir sind auf einem sehr guten Weg.“

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