1. FC Köln, Training, Salih Özcan (1. FC Köln), 26.08.2021, Bild: Herbert Bucco

Özcan gefordert: „Er weiß, dass ich nicht komplett zufrieden bin“

Der 1. FC Köln muss am Freitagabend in Hoffenheim auf die Dienste von Ellyes Skhiri verzichten. Der Ausfall trifft die Geißböcke umso härter, da auch ein Einsatz von Dejan Ljubicic auf der Kippe steht. Somit wird Salih Özcan seine nächste Chance bekommen. 

Köln – Salih Özcan hatte sich seinen Verbleib beim 1. FC Köln wohl zunächst anders vorgestellt. Nach seiner Rückkehr aus Kiel konnte sich der Mittelfeldspieler unter Markus Gisdol erneut nicht als Stammspieler durchsetzen. Daher wollte der gebürtige Kölner, dessen Vertrag im Juni ausgelaufen wäre, als frisch gebackener U21-Europameister einen Neustart bei einem anderem Klub wagen.

Özcan muss sich mit Joker-Rolle zufrieden geben

Anfragen aus der Bundesliga habe es dabei auch gegeben, wie Özcan im Laufe der Saison verraten hatte. Am Ende entschied sich der 23-jährige jedoch für einen Verbleib und eine Verlängerung bei seinem Heimatverein. Ausschlaggebend sei dafür auch Steffen Baumgart gewesen, der sich intern für Özcan stark gemacht und den Spieler selbst im Sommer von seiner Idee überzeugt hatte.

Ursprünglich hätte der Mittelfeldspieler in die Rolle von Ellyes Skhiri hineinwachsen sollen. Da der Tunesier aber letztlich am Geißbockheim geblieben war und zu den absoluten Leistungsträgern zählt, war für Özcan zu Saisonbeginn kein Platz mehr in der ersten Elf. Zwar absolvierte der Kölner eine ordentliche Vorbereitung und erkämpfte sich in der ersten Runde des DFB-Pokals auch seinen Startplatz. Doch spätestens seit die Zukunft von Skhiri beim FC gewiss war, musste sich Özcan zunächst mit der Joker-Rolle zufrieden geben. Auch auf der Achterposition, die das Kölner Eigengewächs vor allem in Kiel bekleidet hatte, ist der Konkurrenzkampf beim FC in dieser Saison groß.

Hat immer Phasen, die mir nicht gut gefallen

Trotzdem will Steffen Baumgart nicht von einer vermeintlichen zweiten Reihe bei den Geißböcken sprechen. Vielmehr sei es schlichtweg schwierig, an einem Spieler wie Ellyes Skhiri vorbeizukommen. Lediglich in Freiburg, als der Tunesier angeschlagen zunächst auf der Bank platz nahm, durfte Özcan in dieser Bundesligasaison von Beginn an ran. „Wir reden von Ellyes Skhiri, der ein außergewöhnlicher Fußballer ist“, sagte Baumgart am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Hoffenheim.

98 von möglichen 630 Minuten stand Özcan bislang in der Liga nur auf dem Platz. „Er macht einen guten Job“, hielt der Trainer fest, machte aber auch klar, dass er sich noch mehr von dem 23-jährigen erwarte. „Dass ich nicht zu 100 Prozent zufrieden bin, weiß er und darüber reden wir. Wir sind tagtäglich im Austausch.“ Zwar ist Özcan ein zweikampfstarker Spieler mit einer hohen Mentalität, allerdings leistet sich der FC-Profis immer auch wieder schlampige Abspiele oder verschleppt das Tempo. „Er trainiert gut“, bescheinigte ihm Baumgart. „Aber er hat immer Phasen drin, die mir nicht gut gefallen. Das ist aber normal.“ Gegen die TSG wird der Trainer am Freitagabend auch kaum an Özcan vorbei kommen. Da Ljubicic, selbst wenn er mit nach Hoffenheim reisen sollte, wohl kaum fit genug für die Startelf sein dürfte und Jonas Hector weiterhin hinten links gesetzt ist, bleibt Özcan als einziger Sechser zunächst übrig. Für Steffen Baumgart ist dies jedoch kein Problem, der 49-jährige vertraut auch Salih Özcan. „Er hat viel Potential und deswegen freue ich mich, wenn er am Wochenende aufläuft.“

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