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Das Fundament stimmt: Mit Keller geht der FC einen neuen Weg


Jetzt ist es also fix: Christian Keller übernimmt das Amt des Sport-Geschäftsführers beim 1. FC Köln und wird offiziell ab April 2022 am Geißbockheim arbeiten. Der ehemalige starke Mann des SSV Jahn Regensburg steht mit seiner Vita und seinen Einstellungen für jenen Wandel, dem sich der FC-Vorstand verschrieben hat. Das Fundament scheint also zu stimmen und verspricht einen anderen Weg als in den vergangenen zwei Jahrzehnten.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

In den letzten 20 Jahren hießen die Sportlichen Leiter, Manager oder Sport-Geschäftsführer beim 1. FC Köln: Andreas Rettig, Michael Meier, Volker Finke, Jörg Jakobs, Jörg Schmadtke, Armin Veh, Horst Heldt und wieder Jörg Jakobs. Mit Christian Keller übernimmt ab 2022 ein neuer Mann das Ruder. Dass der 1. FC Köln dessen Verpflichtung weitgehend geräuschlos über die Bühne gebracht hat, ist eine gute Voraussetzung für die künftige Zusammenarbeit. Dass der FC sich dabei für einen unverbrauchten, dem krankenden Fußballsystem gegenüber kritisch eingestellten Branchenfachmann entschieden hat, ebenfalls.

Keller ist kein Learning-by-Doing-Geschäftsführer

Keller ist kein jahrzehntelanges Kind der Bundesliga, kein Learning-by-Doing-Geschäftsführer, sondern ein ausgebildeter Sportmanager, dessen Qualifikationen nicht nur darin besteht, dass er in seiner aktiven Zeit mal auf Erstliga-Niveau kicken konnte oder ein erfolgreicher Bundesliga-Trainer war. Keller befasst sich schon seit seinem Studium mit Strategien und Finanzinstrumenten für Fußballklubs als Unternehmen. Das klingt nicht sexy, muss es aber auch nicht. Es ist vielmehr eine wichtige Grundlage für den Beruf des Geschäftsführers im Profifußball. Es ist zwar auch keine Garantie für Erfolg, aber eine Basis, auf der sich ein solcher bauen lässt.

Dass der gebürtige Schwarzwälder, der am Freitag 43 Jahre alt wird, einen solchen Erfolg nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis strategisch und langfristig aufbauen kann, hat er in Regensburg mit dem damals schwerkranken Patienten SSV Jahn bewiesen. Nun überspringt er einige Stufen und wird sich ab April 2022 am Traditionsklub 1. FC Köln versuchen. Manche seiner Einstellungen passen offen zum FC, so sein Empfinden, dass „die teils horrenden Ablösesummen bei mir zu einer Abneigung gegen den Sport führen, den ich wirklich liebe“. Auch, dass man im Nachwuchs in einem Zyklus von acht bis zehn Jahren denken“ müsse, wie er kürzlich sagte.

Jakobs und Baumgart machen es möglich

Das Fundament scheint also zu stimmen. Was es nun braucht, sind viele weiche Faktoren. Ein gutes Verständnis mit Alexander Wehrle, Steffen Baumgart, Thomas Kessler und Lukas Berg. Eine klare Absprache mit dem Vorstand, dem Mitgliederrat und dem Gemeinsamen Ausschuss. Und eine vertrauensvolle Einführung, Übergabe und Begleitung in den kommenden Monaten durch Jörg Jakobs, der zusammen mit Steffen Baumgart überhaupt erst möglich gemacht hatte, dass sich die Geißböcke seit der Entlassung von Horst Heldt bis jetzt Zeit nehmen konnten, um einen neuen Sportchef zu finden und diesen erst ab April 2022 zu installieren.

Mit Keller soll eine gehörige Portion Erneuerung in den 1. FC Köln einziehen, so der Wunsch des FC-Vorstands. Das hatte es allerdings schon unter Horst Heldt geheißen. Die warmen Worte fünf Monate vor Dienstantritt bedeuten also wenig. Zählen werden die Fakten. Die Hoffnung schwingt aber mit, dass Christian Keller mehr Glück haben wird als der letzte Erneuerer, der aus Regensburg nach Köln kam. Achim Beierlorzer fand sich nie richtig zurecht beim FC, war der Größe des Klubs und der Aufgabe nicht gewachsen. Aber da hieß der Geschäftsführer auch noch Armin Veh, und dass dieser alles war, nur kein Erneuerer oder Teamplayer, weiß man beim FC inzwischen auch.

43 Kommentare
  1. Kurti sagte:

    Jeder GF Sport nach Horst Heldt und Armin Veh ist ein Fortschritt.
    Wenn leider plumpe Vorstandsmitglieder schon vor einer Verpflichtung unsinnigen Ballast produzieren, wie Sauren mit Kategorie 9-10, dann wird es auch schnell ungemütlich.
    Endlich mal ein unverbrauchtes, neues Gesicht um neue Wege zu gehen in einer schwierigen Gemengelage.
    Hoffentlich hat das Umfeld auch die nötige Geduld, um sichtbar etwas zu bewirken sollte man Baumgart und Keller 2-3 Saisons zugestehen, auch in sportlichen Krisenmomenten.

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    • Felix Zwaier sagte:

      Jede kleinste festlegung wird zum draufhacken genutzt. Sauren kennt sicher nicht jeden Vorstand weltweit und kann dann beurteilen, ob Keller kat 9-10 ist, oder nicht. Nein, gemeint ist sein persönlicher Eindruck. Dass er seine wichtigsten Kriterien in Gesprächen, ohne große Zugeständnisse umsetzen möchte. Und selbst das ist noch so allgemein gesprochen, dass man vllt einfach mal abwarten sollte, bevor keller und sauren durch das Dorf zur Steinigung getrieben werden.

      Ja der letzte Satz ist bewusst überspitzt, aber es ist mir egal.

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      • Kurti sagte:

        Moin Felix,
        na ordentlich Schaum vorm Mund?
        Toll das Du weiß was Sauren meint.

        Es ist einfach selten dämlich solche Kategorien auszurufen und der Vorstand tritt gerne in alle möglichen Fettnäpfchen und ist in meinen Augen untauglich.

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        • Boom77 sagte:

          Das ist tatsächlich in der Außendarstellung so dämlich wie es nur sein kann. Fakt ist auch, dass Keller kein Manager der „Kategorie 9 bis 10“ ist. Nur, wer hat wirklich erwartet, dass unser FC einen GF Sport der „Kategoerie 9 bis 10“ bekommt? Ich nicht… Man könnte auch einfach mal raushauen, dass wir nächsten Sommer einen Stürmer der „Kategorie 9 bis 10“ verpflichten, was mindestens genauso dämlich wäre. Wobei…. es kommt ja eigentlich nur darauf an, wie hoch diese Kategorien gehen. Wenn es bis zur „Kategorie 100“ geht, passt es doch schon wieder irgendwie ;)

          Spaß besieite… Das Problem, was ich nach wie vor mit dem Vorstand habe, ist, dass die nach meinem Gefühl nicht nur so unsinniges Zeug nach Außen geben, sondern das Geplapper im Innenverhältnis selbst womöglich auch noch glauben. Beides zusammen wäre wirklich fatal.

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          • Kurti sagte:

            Zustimmung @Boom

            Die 3 Weisen habe ja auch mehrfach bewiesen das sie es nicht können.
            1. Wolf: Natürlich wollen wir mit Veh verlängern.
            2. Suche Mediendirektor, 2 Tage war es der Mann der Bild-Zeitung
            3. genialer FC Matchplan Markt Japan erobern usw. alles Luftschlösser ohne Substanz
            4. Ausbau GBH Hier hilft es nicht zu jammern wie böse, böse die Stadt Köln ist. huh und die Hausaufgaben machen

  2. lamps8 sagte:

    Aber hat er auch Werte geschaffen?

    Wenn die Angaben bei Transfermarkt.de korrekt sind, hat er in Regensburg über die Jahre ein Transferplus von ca. 1,6 Mio erwirtschaftet.

    Die bekanntesten Verkäufe waren dabei zwei, die jetzt Bundesliga spielen:

    Sargis Adamyan: ablösefrei aus der Bayernliga, Verkauf für 1,5 Mio, Hoffenheim
    Hamadi al Ghaddioui: Kaufpreis 75k von Sportfreunde Lottee, Verkauf zu 300.000€, Stuttgart

    Ansonsten wurden viele Spieler ablösefrei verpflichtet und auch abgegeben.

    Während seiner Amtszeit gab es sieben Trainer, wovon zwei (Beierlorzer und Herrlich) anschließend zu Bundesligavereinen wechselten.

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    • Boom77 sagte:

      Die Frage ist, wie einfach es ist, in Regensburg „(Kader-) Werte zu schaffen“. Bei einem Jahrestat von ca. 7,5 Mio. ist es doch schon nicht so schlecht, einen Kaderwert von ca. 15 Mio. aufzubauen. Wenn man die gleiche Formel – nicht wirklich zielführend und richtig – plump auf den FC überträgt… Was haben wir für einen Jahresetat? Nach dem Wiederuafstieg soll der erstmals bei über 50 Mio. gelegen haben. Haben wir einen Kaderwert von 100 Mio.? Einen doppelten Kaderwert im Vergleich zum Saisonetat haben weder Schmaddi und schon gar nicht Veh und Heldt geschafft. Also, was soll immer dieser plumpe Verweis auf den Kaderwert, ohne die Randbedingungen zu beachten.

      Im Übrigen erschöpft sich „Werte schaffen“ nicht nur auf den Kader, sondern auch auf die Infrastruktur des Vereins. Trotz eines überschaubaren Etats von jährlich ca. 7,5 Mio. hat man es in Regensburg unter der kaufmännischen Verantwortung von Keller geschafft, ein Nachwuchsleistungszentrum aufzubauen. Das sind auch Werte, die geschaffen wurden.

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        • Boom77 sagte:

          Sie hatten bis 2016 gar kein Nachwuchsleistungszentrum. Irgendwann muss man anfangen. Wenn man bescheidene finanzielle Möglichkeiten hat, kann man nicht von heute auf morgen ein Nachwuchsleistungszenntrum á la FC Bayern aus dem Boden stampfen.

          Und auch hier ist die Frage, hinter welchen Zweitligisten Regensburg zurück ist. Hinter Schalke, Bremen, HSV, Nürnberg, Hannover werden die mit Sicherheit auch in diesem Punkt weit zurück hinken. Mit denen messen die sich aber auch nicht. Regensburg ist ein Verein, der sich eher mit dem KSC, Sandhausen und Erzgebirge Aue misst, was die Vereinsstrukturen angeht.

          Jahn Regensburg hatte in der Saison 2019/2020 einen Umsatz von 24,2 Mio und Personalkosten von 10,1 Mio. Darmstadt, Paderbron, Dresden und Heidenheim lagen beim Umsatz schon deutlich über 30 Mio. Bei St. Pauli geht es schon los, dass der Umsatz an die 60 Mio. heranreichte.

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        • kalla lux sagte:

          Eine Frage bist du ein Seher?
          Weil zu der Uhrzeit hatte noch keiner von der Werte Fraktion über Werte gesprochen. Also entweder hast du doch eine Wertung abgegeben, oder……..
          Und deine Fakten sind dann, in 5 Jahren 2 Liga einen Millionen Transfer. Und das ist in deinen Augen also positiv!
          Okay, jedem das seine!

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  3. Positive Stimmung sagte:

    2 Liga und 1 Liga werden natürlich ganz andere Werte geschaffen. Das stimmt schon.

    Dennoch für mich ist die Grundlage, dass Werte überhaupt erst einmal geschaffen werden können der Spielstil des Trainers. Fast jeder im Kader hat jetzt bereits einen höheren Marktwert als letztes Jahr. Denn wir spielen anständigen Fussball und mauern nicht nur.

    Das Wichtigste ist erst einmal Besonnenheit und Bodenständigkeit.

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  4. kalla lux sagte:

    Ich verstehe den Satz nicht, das angeblich das Fundament stimmt.
    Welches, das von Keller?
    Den das vom FC stimmt bestimmt nicht bei den Verbindlichkeiten.
    Und bei einem Kader der praktisch bis auf 1-2 Spieler keinen Verkaufswert hat.
    Und wen man dann noch Spieler mit auslaufenden Verträgen hört, die sich Träume erfüllen wollen oder erst einmal „alles anhören wollen“. Dann hat man eigentlich kein Fundament!
    Hat Keller eine herausragende Scouting Abteilung, die er mitbringt?
    Wie will er ohne Verkäufe jedes Jahr 10-20 Millionen zum Abbau der Verbindlichkeiten erwirtschaften?
    Wir haben einen Spieleretat von 60 Millionen und weder Mo,Horn,Hector,Andersson oder sonst wer werden mit ihren Gehältern Abschläge hinnehmen. Wozu auch sie haben gültige Verträge.
    Wie ich gestern schon einmal sagte, mit nur kehren wird das nichts.
    Man muss Werte erschaffen, egal ob jetzt GBH,Stadion oder Kadermässig.
    Wie das allerdings ohne finanzielle Mittel gehen soll, bleibt das Geheimnis der 3 Affen.
    Und jetzt auch von Keller und Wehrle.
    Ich wollte nur einen ABsatz einer ansässigen TZ noch hier einfügen.

    Der Jahn muss auch investieren, denn er hinkt sportlichen Konkurrenten hinsichtlich der Bedingungen weiterhin hinterher. Deshalb sind die Planungen mit dem Bau des neuen Funktionsgebäudes auch noch nicht abgeschlossen. Die Jugend braucht noch zeitgemäße Räumlichkeiten und beim zweiten Trainingsgelände am Weinweg muss einiges gemacht werden. Der Jahn hat also noch weiter Luft nach oben, ist aber auf einem richtig guten Weg, wie die Grundsteinlegung des neuen Gebäudes wieder einmal beweist.

    Wie gesagt und das dann hier in Köln bei 70 Millionen Verbindlichkeiten!
    Wo bitte ist das Fundament??

    Schönen Tag noch!

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    • Boom77 sagte:

      Jetzt nehmen wir mal an, deine These stimmt, dass man Spieler in einem Umfang zwischen 10 bis 20 Mio. jedes Jahr verkaufen muss, um von den Schulden runter zu kommen. Welches Problem hast du da mit Keller nun genau? Denn, wenn man Deine eigenen Ausführungen ernst nimmt, die sogar auf die meisten Spieler zutreffen werden, stellt sich die Frage, welcher GF Sport das überhaupt erwirtschaften kann? Wohl keiner… nicht mal dein St. Schmaddi… Oder meinst Du, der Herr Schmadtke oder der Herr Arabi oder ein Uli Hoeneß zu seinen besten Zeiten würden es schaffen, einen Modeste mit 34 Jahren ohne nennenswerten Transferwert noch für 15 Mio. an irgendwen zu verkaufen? Wohl nicht!

      Ob er eine eigene Scouting-Abteilung mitbringt oder nicht, weißt Du genau so wenig wie ich oder irgendwer hier. Meiner Ansicht nach, wird dies aber gerade einer der „Werte“ sein, die er über die Jahre bei uns schaffen muss, nämlich eine gute und funktionierende Scouting-Abteilung. Daran fehlt es beim FC meiner Meinung nach bisher und das nicht erst seit gestern, sondern auch schon unter der Ära Schmadtke hatten wir das für mich nicht wirklich.

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      • kalla lux sagte:

        Und genau das ist eigentlich doch mein reden.
        Wir haben eigentlich kein Fundament mehr. Und brauchen eigentlich einen „Finder“. Einen der den Blick für Spieler hat.
        Noch einmal, es wird nichts nutzen immer nur drin zu bleiben, den unser Fundament besteht aus 70 Millionen Verbindlichkeiten. Einem Maroden
        GBH, sowie ein Stadion wo wir Pacht bezahlen müssen.
        Niemand kann Hector , Modest oder Horn verkaufen, weil sie zu alt oder in anderen Teams nicht gebraucht werden.
        Was übrigens auch bei Skhiri im Sommer der Fall war. Niemand der Geld hatte, wollte es für ihn ausgeben.
        Also müsste ich wie du schon sagtest durch überragendes Scouting Spieler holen die Werte bringen. Da andere uns dort aber schon um Lichtjahre voraus sind und wir im Scouting auch kein „Fundament“ haben, sondern Leute bezahlen die in ihrer Heimat Hans guck in die Luft spielen.
        Nun Frage ich dich, wie soll das ohne Werte schaffen funktionieren?
        Soll Keller es in Köln schaffen mit einem sagen wir einmal 30 Millionen Haushalt die Klasse zu halten?
        Selbst wen das Funktionieren würde, bräuchte man ohne generierten Transfer Überschuss 2-5 Jahre um bei 0 anzukommen.
        Dann dürfte aber nichts dazwischen kommen und die Japaner müssten 3 Millionen Max Besuschkow Trikos kaufen. Kennst du nicht?
        Spieler von Jahn,der teuerste da.
        Den so wird dann der Kader aussehen, billige Spieler . Die nicht schlecht sein müssen. Aber keinerlei Ausstrahlung haben.
        Und das kommt dann erschwerend hinzu, verkaufe dann mal 500000 Trikots in DE, geschweige den in Japan.
        Das ganze geht eigentlich noch nicht mal gegen Keller.
        Sondern eigentlich eher gegen einen Vorstand, der ein solches Szenario
        zugelassen hat.

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        • Boom77 sagte:

          Warte doch ab, ob er nicht so ein „Finder“ ist. Seine Station in Regensburg lässt nämlich weder in die eine noch in die andere Richtung eine Einschätzung zu. Du kannst nämlich in Regensburg „Jugendjuwel“ finden, das gar nicht nach Regensburg will, weil es lieber zu Bochum oder St. Pauli oder zum FSV Mainz 05 geht. Dann hast du es aber dennoch gefunden. Mit dem Namen „1. FC Köln“ im Rücken, hat er da doch sicher besssere Möglichkeiten.

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        • Boom77 sagte:

          Ich weiß ja, dass du eigentlich nur dann zufrieden wärst, wenn man den Stoffelshaus verpflichtet. So als wirklicher „Finder“ würde ich den jetzt rein, was seine Leistungen bei Lok Moskau angeht, auch nicht bezeichnen. Da wurde z. B. ein Solomon Kvirkvelia für 2,5 Mio verpflichtet, der mal einen Marktwert von 5 Mio. hatte und heute einen von 2,5 Mio. Zudem hat man den dann ablösefrei ziehen lassen. Wirklich einen Wert hat Stoffelshaus damit nicht geschaffen. Mit der Verpflichtung eines 33-jährigen Denisov schafft man ebenfalls keine Transferwerte. Von Rostov hat er ablösefrei den 22-jährigen Torhüter Medvedev verpflichtet. Im Zeitpunkt des Wechsels hat der angeblich einen Marktwert von 1,5 Mio. gehabt, heute nur noch von 0,4 Mio.

          Und damit sage ich nicht, dass der Stoffelshaus bei uns kein „Finder“ sein könnte. Aber zu meinen, der Stoffelshaus wäre derjenige, den man beruhigt verpflichten kann, um frohgestimmt in die Zukunft zu blicken, während man beim Keller Angst um die Zukunft des FC haben muss, entbehrt meines Erachtens jeglicher Grundlage.

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          • kalla lux sagte:

            Stoffelshaus war vor der Heldt Verpflichtung mein Favorit.
            Hast du richtig behalten.
            Jetzt wäre er in meinen Augen eh schon zu lange raus.
            Warum du von Arabi jetzt auf Stoffelshaus kommt verstehe ich nicht. Der wurde seit der grandiosen Verpflichtung vom Schnitzel Fan nie mehr von mir erwähnt.
            Aber mach du mal, passt schon

          • Boom77 sagte:

            Aha… und welche „Transferwerte“ hat der Herr Arabi bitte geschaffen? Ich würde mal behaupten, gar keine. Den höchsten Transfererlös, den er generiert hat, ware 1,2 Mio für Weigelt nach Alkmaar. Den Schwolow hat er nach Freiburg für € 80.000 verkauft. Nach Wiegelt ist der höchste Transfererlös, den Arabi erzielt hat sage und schreibe € 100.000 für den Verkauf von Behrendt.

            Also nach einem „Finder“ klingt das jetzt auch nicht.

          • kalla lux sagte:

            Und vielleicht hat Arabi genau aus dem Grund auch lieber den Job in Bielefeld behalten. Weil er sich nicht zugetraut hat diesen Verein wieder in die Spur zu bringen.
            Am klangvollen Namen kann es ja nicht unbedingt gelegen haben.
            Allerdings solltest du nicht nur von den Verkäufen aus gehen. Nimm mal allein den Marktwert von Amos Pieper.
            Geholt für 50tsd, aktuell 7 Millionen
            Ortega Ablösefrei , aktuell 6 Millionen
            Brunner Ablösefrei, 3,2
            Serra,Hack usw… alles Schnäppchen
            Es geht eben darum aus nichts oder wenig viel zu generieren.
            Wir hatten einen die letzten Jahre der Ablösefrei kam und gute Chancen hat gutes Geld einzubringen.

    • Dirk Lottbarski sagte:

      Ich verstehe deinen Ansatz Kalla. Allerdings interpretierst du die Begrifflichkeit des „Fundaments“ hier mMn gänzlich anders, als es im Artikel gemeint ist.

      Während du beim Fundament hauptsächlich die Rahmenbedingungen, Infrastruktur und den Kader des FC heranziehst, geht es Marc doch im Artikel vielmehr um die Basis und die Kerneigenschaften des neuen Geschäftsführers als Person:

      Dass dieser eben nicht wieder irgendein – mehr oder weniger – verdienter Ex-Profi ist, der aber auf Management-Ebene eigentlich nichts vorzuweisen hat. Dass Keller eben nicht dafür steht, mit den Ablösesummen nur so um sich zu schmeißen, er ein langfristiges Konzept bei der Jugendarbeit im Kopf hat (Stichwort Werte schaffen) und er mit seinem Wirtschaftsstudium und seiner Promotion deutlich mehr wissenschaftliches und vor allem strategisches Know-how mitbringt, als seine Vorgänger, bei denen man den Eindruck hatte, dass sie sich voll und ganz auf ihrem achso tollen Netzwerk ausruhen.

      Natürlich muss man erst einmal sehen, wie so ein eher zurückhaltender und mehr strategisch denn emotional denkender Geschäftsführer bei einem Verein wie dem FC funktioniert und ich kann auch eine gewisse Grundskepsis nach all den Jahren inkompetenter Führung verstehen.

      Aber man kann dem Mann doch auch jetzt erst einmal eine Chance geben. Ich persönlich zumindest kann mir gut vorstellen, dass Keller als strategisch und analytisch denkender, den Rubel lieber zweimal umdrehender sportlicher Leiter gut zum Leitbild des FC 2022 passen könnte und habe kein so schlechtes Bauchgefühl, wie damals bei Veh oder Heldt beispielsweise.

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      • kalla lux sagte:

        Das Problem ist doch, welchen Rubel den?
        Den müsste er erst einmal zusammen mit Wehrle heranschaffen.
        Wir reden über einen Verein der 70 Millionen Verbindlichkeiten hat und 60 Millionen Personalkosten.
        Im Gegenzug hast du einen Kader der ca einen Wert hat von 80 Millionen.
        Wovon über 10 Millionen den FC nach der Saison verlassen können.
        Wie will nun ein Herr Keller diesen Spielern etwas anbieten.
        Da ist niemand dabei dessen Herz nur für Köln schlägt.
        Ganz ehrlich, ich habe nichts gegen Keller.
        Ich kenne ihn ja nicht.
        Aber diese Voraussetzungen hätten jemand gebraucht der Werte schaffen kann. Den das wird leider bei Keller nirgends gross erwähnt.
        Er ist eher der Kehrer und Aufräumer.

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  5. Positive Stimmung sagte:

    Für den FC hat Hr. Keller aus meiner Sicht eine 9-10 Kateorie, um mal dabei zu bleiben.

    Aus den oben aufgeführten Gründen.
    Kein „nur“ ehemaliger Spieler, weißt Fachwissen vor, schmeißt mit Geld nicht um sich, denkt langfristig.

    Finde ich super. Was fehlt denn da auf erste Sicht?

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  6. FC Neukoelln sagte:

    Sag mal Anti Raute, Du hattest doch neulich erst mal wieder mit angeblichem Insiderwissen geglänzt und den Deal mit Arabi als „längst feststehend“ verkauft. Und weiter wüsstest Du auch nicht, warum das noch nicht kommuniziert würde. Was los da? Deine Quelle ist das Büdchen am Stadion, nehme ich an.

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  7. Ulrich Treimer sagte:

    Wir haben doch mit Veh und Heldt 2 Bruchlandungen hingelegt. Insofern finde ich die Lösung mit Herrn Keller sehr positiv. Wie sich die Personalie entwickeln wird kann keiner wissen, egal wie schlau jemand hier im Blog herumquasselt.
    Man sollte eher mal darüber nachdenken ob die Arbeit von Herrn Wehrle sein sehr sehr hohes Gehalt rechfertigt. Und wenn Stuttgart wirklich ruft, dann sollte er gehen.

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