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Nach Horn-Aus: Wird Schwäbe wie Kessler zum Derby-Helden?


Beim 1. FC Köln wird in den kommenden Wochen Marvin Schwäbe im Tor stehen. Nach der Knieverletzung von Timo Horn rückt der Sommer-Neuzugang bis Weihnachten zwischen die Pfosten und bekommt die Chance zu zeigen, dass er mehr ist eine Nummer zwei. Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach kommt es zudem zu einer Wiederholung der Ereignisse: Bereits vor fünf Jahren hatte sich Horn unmittelbar vor dem Gladbach-Schlager verletzt und war länger ausgefallen.

Köln – Es war der 19. November 2016, fast auf den Tag genau vor fünf Jahren, als Thomas Kessler zum Derby-Helden wurde. Der Torhüter war unter der Woche zur temporären Nummer eins aufgestiegen, nachdem sich Timo Horn eine Meniskusverletzung zugezogen hatte. Kessler schwang sich im Borussia-Park zur nahezu unüberwindbaren Wand auf, parierte zahlreiche Großchancen und feierte schließlich, nach dem Kunstschuss von Marcel Risse in der Nachspielzeit, vor den FC-Fans ausgelassen den 2:1-Derbysieg.

Einziges Spiel ohne Gegentor mit Schwäbe

Fünf Jahre später kommt es nun zu einer Wiederholung der Ereignisse – wenngleich Kessler inzwischen Sportlicher Leiter der Lizenzspielerabteilung ist und seine Rolle von Marvin Schwäbe ausgefüllt wird. Auf diesen Schwäbe wird es nun gegen Gladbach ankommen. Gelingt dem 26-jährigen eine ähnliche Gala gegen die Borussia wie Kessler vor fünf Jahren, dürften die Chancen auf einen Kölner Heimsieg und Derby-Erfolg gut stehen.

Für den Sommer-Neuzugang ist es zudem die Chance, auf die er gewartet hatte: Vor der Saison war der 1,90 Meter große Torhüter von Bröndby zum FC gewechselt. In Kopenhagen war er als Nummer eins dänischer Meister geworden und hatte von den Kölner Verantwortlichen das Versprechen bekommen, eine faire Chance zu erhalten. Diese nutzte er bislang im DFB-Pokal als Elfmeter-Held in Jena und beim Auswärtssieg in Stuttgart – beim bislang einzigen Pflichtspiel der Saison, in dem die Geißböcke ohne Gegentor blieben.

Als Horn 2016 ausfiel, zog der FC 2017…

Ohne Gegentor will Schwäbe nun auch gegen Gladbach und möglichst in den kommenden Wochen bleiben. Der 26-jährige wird mindestens fünf Bundesliga-Spiele bekommen, um sich im Kampf um die Nummer eins weiter zu positionieren. Die Gegner heißen Gladbach, Bielefeld, Augsburg, Wolfsburg und Stuttgart. Anschließend geht es in eine kurze Winterpause. Ob Horn dann schon zum Rückrunden-Auftakt bei Hertha BSC am 9. Januar wieder fit sein wird und in den Konkurrenzkampf wird eingreifen können, ist offen.

Von einer anderen Parallele zu träumen, erscheint aktuell allerdings (noch) unangebracht – wenngleich Anthony Modeste in 2021/22 fast genauso torgefährlich ist wie in 2016/17 und nun, wie damals, ein Torwartwechsel ansteht. Trotz des monatelangen Horn-Ausfalls vor fünf Jahren blieben die Geißböcke bis zum Saisonende erfolgreich und zogen schließlich mit 49 Punkten und Rang fünf in die Europa League ein. Aktuell liegen die Geißböcke jedoch auf Rang zwölf und haben nach zwölf Spieltagen sieben Punkte weniger auf dem Konto als der FC zum gleichen Zeitpunkt in der Saison 2016/17.

20 Kommentare
  1. Joe Thom sagte:

    was vor 5 Jahren war interessiert doch keinen mehr solche vergleiche sind einfach Unfug, ich gönne keinem was schlechtes und schon gar keine Verletzung aber wenn das die einzige Möglichkeit ist den Hinterherschauer aus dem Tor zu bekommen hoffe ich das Marvin Schwäbe die Chance nutzt und die neue Nr. 1 wird und wir mit einem guten TW auch mal statt 1:1 mit 1:0 gewinnen….

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    • Gerd1948 sagte:

      So wie es keinen interessiert Timo Horn als „Hinterherschauer“ abzuqualifizieren? Es ist nicht die einzige Möglichkeit, denn es gibt tagtäglich die Möglichkeit beim Torwarttrainer sich anzubieten. Selbst Baumgart ließ ohne Nachfrage verlauten, dass es künftig enger werden könnte für Horn. Sorry Joe, aber der Unterton war da eher fehl am Platze.

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  2. FC Neukoelln sagte:

    Man braucht nicht wirklich viel Phantasie um sich vorstellen zu können, dass es für Horn in Zukunft schwer wird, sollte Schwäbe seine Sache ordentlich machen. Allein der Umstand, dass Schwäbe Fussball spielen kann wird unter Baumgarts Prämisse, den Ball nicht etwa wegzuschlagen, sondern gepflegt von hinten raus zu spielen unsere ohnehin nur mässig spielstarke Abwehr enorm entlasten und die Fehleranfälligkeit merklich reduzieren.

    Ich weiß schon gar nicht mehr wie das ist, bei einem Rückpass mal keinen Herzinfarkt zu bekommen. Natürlich schade um die junge, bildhübsche Krankenschwester, die mir zu Studienzwecken jeden Spieltag zur Seite steht und bei Bedarf für stabile Seitenlage sorgt. Da muss ich mir noch was einfallen lassen.

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