31.10.2021, Fussball, GER, Saison, 2021/2022, 2.Bundesliga, 18. Spieltag, FC Ingolstadt 04 - SSV Jahn Regensburg Die Mannschaft und die Fans bedanken sich bei Sportchef Chrsitian Keller der zum 01.11.2021 aus dem Verein ausscheidet DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO. Ingolstadt Bayern Deutschland Audi Sportpark Ingolstadt *** 31 10 2021, Football, GER, Season, 2021 2022, 2 Bundesliga, 18 Matchday, FC Ingolstadt 04 SSV Jahn Regensburg The team and the fans would like to thank sporting director Chrsitian Keller who is leaving the club on 01 11 2021 DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND OR QUASI VIDEO Ingolstadt Bayern Germany Audi Sportpark Ingolstadt

FC-Kandidat Keller: Das muss sein neuer Klub mitbringen

Beim 1. FC Köln steht Christian Keller weit oben auf der Liste der Kandidaten für den Posten des Sport-Geschäftsführer. Doch wird der 42-jährige tatsächlich Nachfolger von Horst Heldt und Interims-Sportchef Jörg Jakobs? Keller hat nun in einem Interview mit der Mittelbayrischen Zeitung erklärt, er werde sich zwar noch im November entscheiden, einen neuen Job aber nicht vor April 2022 antreten. Doch einige Aussagen zu seinem Profil und seinen Ansprüchen dürften den FC-Verantwortlichen gefallen haben.

Köln/Regensburg – Seit dem 1. November ist Christian Keller nicht mehr Geschäftsführer des SSV Jahn Regensburg. Roger Stilz wurde als Nachfolger bestimmt. Keller wird in den kommenden Wochen noch in Regensburg zur Übergabe bleiben. Im Dezember soll dann der erste Urlaub erfolgen, nach Madeira.

Auch das erste Quartal des nächsten Jahres will Keller noch auf Reisen verbringen. Denn: Seinen neuen Job will er “frühestens ab April 2022 beginnen. Vorher werde ich nichts machen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche”, sagte Keller der MZ. Jedoch: “Ich werde den November dazu nutzen, um mich zu entscheiden, was ich mache.”

Würde Keller zum FC passen?

Der 1. FC Köln wird also in den kommenden Wochen wissen, ob Keller für den Job in Köln zur Verfügung steht. Bis Weihnachten wollen die Geißböcke bekanntlich einen neuen Sportchef präsentieren, auch wenn dieser erst im neuen Jahr seine Stelle antreten soll. Doch würde Keller überhaupt zum FC passen?

Der studierte Sportmanager hat den SSV Jahn in acht Jahren modernisiert und saniert, den Großteil der zuvor verkauften Anteile an der Spielbetriebsgesellschaft wieder an den Verein zurückgekauft und nicht dabei mit einem bei den Fans unbeliebten Investor angelegt. “Wir sind keine Spielwiese oder ein Renditeobjekt”, sagte er nun rückblickend zu den Gesprächen mit dem Investor und dürfte damit den Kern des FC-Vorstands und vieler Mitglieder treffen, die Anteilsverkäufe bei den Geißböcke ablehnen, vor allem an nicht in Köln verwurzelte Unternehmen und Unternehmer.

Auch die Überkommerzialisierung des Fußballs lehnt Keller öffentlich ab, erklärte nun hinsichtlich der Ablöse-Spirale: “Ich finde diese Entwicklung im Fußball krank. Wenn ich die teils horrenden Ablösesummen lese und höre, das führt bei mir zu einer Abneigung gegen den Sport, den ich wirklich liebe. Auch deshalb gehen wir beim SSV Jahn einen anderen, normalen Weg.” Einen Weg, den man auch beim FC einschlagen will – inklusive einer Nachwuchsförderung, die Keller beim Jahn zwar nicht erfolgreich gestalten konnte, zu der dieser aber sagte: “Man muss im Nachwuchs in einem Zyklus von acht bis zehn Jahren denken.”

Was erwartet Keller von seinem künftigen Verein?

Keller liegt mit seinen Einstellungen also scheinbar auf Kölner Vereinslinie. Doch was erwartet er von seinem künftigen Verein? Was sind wichtige Kriterien für seine Entscheidung, die er im November treffen will? “Ich habe zwei Treiber für eine berufliche Tätigkeit. Der erste Treiber ist, dass ich eine Aufgabe brauche, die ich herausfordernd finde, wo ich aus der Außenperspektive betrachtet den Eindruck habe, dass ich mich einbringen kann und etwas bewegen könnte”, sagte Keller. “Es muss ein gewisses, nicht gehobenes Potenzial da sein.”

Die Herausforderung beim FC dürfte vielfach gegeben sein: in der Kaderstruktur, in der finanziellen Situation, im Geißbockheim, in der Nachwuchsförderung. “Das Zweite, was mich antreibt, sind vernünftige, gute Menschen beziehungsweise Mitstreiter bei der Aufgabe.” Keller wird also im Konstrukt zwischen Alexander Wehrle, Steffen Baumgart, Thomas Kessler und Lukas Berg einerseits und dem Vorstand, Mitgliederrat und Gemeinsamen Ausschuss andererseits eine Vertrauensbasis sehen wollen, um dem FC zuzusagen. “Das sind die beiden entscheidenden Punkte, um mich für eine neue Tätigkeit zu entscheiden.”

Kellers Haaland-Anekdote

Ist der 42-jährige aber auch in der Lage, als Sportchef die richtigen Personalentscheidungen zu treffen? Dazu berichtete Keller mit Blick auf die Kaderplanung in Regensburg von einem Telefonat aus dem Januar 2019. “Wir hatten Erling Haaland damals, als er nach Salzburg gewechselt ist, in einem seiner ersten Spiele gesehen. Ich habe mir daraufhin erlaubt, beim Klubverantwortlichen anzurufen, ob Haaland vielleicht für eine Leihe in Frage käme”, erzählte Keller. “Der hat dann laut gelacht. Aber einen Versuch war es wert.” Vielleicht hat er bei einem ähnlichen Versuch als FC-Sportchef künftig ja mehr Glück.

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