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Gegen Paderborn im Test: Dreierkette „kann eine Alternative sein“


Der 1. FC Köln hat sein Testspiel gegen den SC Paderborn am Mittwochmittag deutlich mit 4:0 (2:0) gewonnen. Besonders erfreulich war dabei die Rückkehr von Jannes Horn, der als Teil einer taktisch veränderten Abwehrreihe auflief. Für Ellyes Skhiri kam der Test einen Tag vor dem Sessionsauftakt derweil noch zu früh. 

Köln – In der Bundesliga wie im DFB-Pokal hatte Steffen Baumgart den FC bislang noch nie mit einer Dreierkette aufgestellt. Gegen seinen Ex-Klub aus Paderborn nutzte der Trainer am Mittwoch daher die Gelegenheit, diese Option mit seinem Spielern unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren. Zu Beginn liefen die Geißböcke mit Kingsley Ehizibue, Jorge Meré und Rafael Czichos in der Abwehrreihe auf. Auf den Außenbahnen agierten zudem Rückkehrer Jannes Horn und Kingsley Schindler. Letzter konnte sich mit seinem Treffer zum 1:0 auch gleich in die Torschützenliste eintragen, während Horn als Vorbereiter zum 2:0 glänzte.

Das war so nicht zu erwarten

Fünf Monate nach seiner Hüftverletzung machte Jannes Horn in seinem ersten Spiel unter Steffen Baumgart dabei einen ordentlichen Eindruck, wenngleich dem Trainer noch nicht alles gefiel, was er sah. So forderte Baumgart den Linksaußen immer wieder auf, mehr noch die Tiefe zu suchen und sich die Bälle in den Lauf statt in den Fuß spielen zu lassen. „Er braucht noch Zeit“, sagte der Trainer hinterher hinsichtlich des Comebacks von Horn. „Entscheidend ist aber, dass er versucht, die Sachen umzusetzen.“

Im zweiten Durchgang wechselte Baumgart schließlich mit den Spielern, die er zur Verfügung hatte, munter durch. So kam nach der Pause in der Abwehr Luca Kilian für Rafael Czichos ins Spiel und nach einer Stunde Wincent Suchanek für Jannes Horn. Insgesamt kam gegen den über weite Strecken harmlos agierenden Zweitligisten aber nur wenig Arbeit auf die Abwehrreihe zu. Trotzdem zeigte sich Baumgart hinterher zufrieden mit der Umsetzung seiner Spieler: „Die Dreierkette hat relativ schnell und ohne Übergang sehr gut funktioniert. Das war nicht so zu erwarten“, zeigte sich selbst der Trainer überrascht. Damit könnte die Dreierkette in den kommenden Wochen und Monaten je nach Gegner sogar in der Liga immer mal wieder zu einer Option werden. „Ich finde wir haben gesehen, dass das mit den Jungs, die wir hinten haben, eine Alternative sein kann.“

Überhaupt zeigte sich Baumgart mit dem Test zufrieden, wenngleich auch der Trainer weiß, dass Paderborn einige seiner Stammspieler zuhause gelassen hatte. Selbst die vier eingewechselten Nachwuchskräfte sorgten am Ende nicht dafür, dass die Ostwestfalen noch einmal stärker aufkamen. Im Gegenteil: Sowohl Wincent Suchanek als auch Justin Petermann hatten gute Gelegenheiten vor dem gegnerischen Tor, während Philipp Wydra seine Chance fünf Minuten nach seiner Einwechslung prompt zum 3:0 verwertete. „Es ist schön, dass wir einen guten Nachwuchs haben. Das macht Spaß“, freute sich Baumgart hinterher über den Auftritt der Youngsters.

Update zu Skhiri

Nach wie vor nicht mit dabei war am Mittwoch derweil Ellyes Skhiri. Der Tunesier befindet sich nach seinem Bruch des Wadenbeinköpfchens noch im Aufbautraining. Aktuell geht Baumgart jedoch nicht davon aus, noch allzu lange auf seinen Mittelfeldspieler verzichten zu müssen. „Ich kann nicht sagen, ob es Mainz wird oder danach. Er wird sich auch erstmal wieder über das Training rein arbeiten müssen. Aber ich glaube, das wird nicht so lange dauern“, erklärte der Trainer hinsichtlich des 26-jährigen.

Test als Startschuss für den Sessionsbeginn

Für die Geißböcke war der Test gegen den SC Paderborn in dieser Woche das letzte ernsthafte Pflichtprogramm auf dem Platz. Am Donnerstag steht schließlich der Sessionsauftakt an, bei dem traditionell im Kostüm zu Kölscher Karnevalsmusik trainiert wird. Anschließend werden große Teile der Mannschaft weiter in die Stadt ziehen. Für Baumgart, der zur Zeit seiner Ausbildung zum Fußballlehrer bereits einmal das jecke Treiben in Köln erlebt hatte, wird es das erste Karneval als FC-Coach. „Ich lasse alles auf mich zukommen“, sagte der 49-jährige diplomatisch. „Ich bin eigentlich jemand, der eher voran geht. Aber mal gucken, wie das dann an dem Tag aussieht.“ Nach dem 11.11. bekommt die Mannschaft wie in jeder Länderspielpause frei. Die Vorbereitung auf das Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 beginnt ab Montag.

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