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Die große Enttäuschung: Ist der FC wirklich nur so klein?


Der 1. FC Köln rühmt sich mit einer neuen Rekord-Mitgliederzahl: 114.658 Fans haben sich den Geißböcken vertraglich verschrieben und gehören zur großen FC-Familie. Seit Samstag steht sogar fest, dass niemals auch nur ein Prozent der Anteile am Klub verkauft werden wird, solange es die Mitglieder nicht ausdrücklich wollen. Doch das Interesse an diesen Vorgängen innerhalb des sich ständig als Mitglieder-geführten Vereins preisenden FC sind offenbar gering. Die Mitgliederversammlung am Samstag war in dieser Hinsicht eine große Enttäuschung.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Sie fand an einem Samstag statt. Sie fand im Vorfeld eines Heimspiels statt. Sie begann so früh, dass sie zu einer anständigen Zeit zu Ende sein würde, statt unter der Woche bis tief in die Nacht zu gehen. Und dann war es sogar noch möglich, nicht nur vor Ort teilzunehmen, sondern virtuell – es war die erste hybride MV der Vereinsgeschichte.

Das Positive dieser Mitgliederversammlung am Samstag war, dass die virtuelle Teilnahme im Verhältnis zu den Menschen vor Ort in der Lanxess Arena rege genutzt wurde – in der Spitze waren fast viermal so viele Mitglieder online dabei als in der Halle in Köln-Deutz. Ohne diese Maßnahme wäre die Teilnehmerzahl also noch einmal viel geringer gewesen als ohnehin schon. Doch insgesamt waren die Teilnahme und das Interesse der Mitglieder an der MV enttäuschend.

Nur 2,3 Prozent der Mitglieder

In der Spitze waren gerade einmal 524 Mitglieder in der Lanxess Arena vor Ort gewesen. Das Höchstmaß an virtuellen Teilnehmern belief sich auf 2.151 Mitglieder. Insgesamt waren also nicht einmal 2.700 der insgesamt 83.810 stimmberechtigten FC-Mitglieder an der Mitgliederversammlung anwesend. Auf die Gesamtmitgliederzahl von inzwischen insgesamt 114.658 FC-Mitglieder gerechnet, nahmen also gerade einmal 2,3 Prozent der FC-Mitglieder an der MV teil.

Das enttäuschte dann auch Werner Wolf und den FC-Vorstand. „Demokratie ist anstrengend“, sagte der Präsident in seinen Schlussworten am Samstag. „Aber wenn ich das sagen darf, finde ich es schade, dass nur so wenige Mitglieder heute gekommen sind.“ Eine gähnend leere Lanxess Arena, die sich die Geißböcke jedes Jahr aufs Neue viel Geld kosten lassen. Diesmal blieb sie nahezu verweist.

Vorstand und Mitgliederrat sind jetzt gefragt

In Teilen war dies freilich der Corona-Pandemie geschuldet. Manche Mitglieder wählten ein virtuelle Teilnahme, um sich nicht in einem geschlossenen Raum mehreren Hundert oder gar Tausend Menschen auszusetzen. Doch insgesamt zeigten die allermeisten Mitglieder kein Interesse an dem, was einen Mitglieder-geführten Klub ausmacht: Diskussion und Mitbestimmung in Gremien-, Satzungs-, Investoren- und anderen Fragen, deren Beantwortung darüber entscheiden, in welche Richtung sich der Klub in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Vorstand und Mitgliederrat werden nun analysieren müssen, woran dieses geringe Interesse gelegen hat. Sie stehen für einen aktiven Mitglieder-Dialog und für das breite Mitbestimmungsrecht aller FC-Mitglieder. Dafür bedarf es aber mehr als nur des Vorhabens. Vorstand und Mitgliederrat müssen wieder einen Zugang zur Basis finden, denn die Kommunikation mit den Mitgliedern wurde in den letzten zwei Jahren zurecht hart kritisiert. Dazu hat die Corona-Pandemie den Klub noch einmal weiter von seinen Fans entfernt.

Zwei Vorhaben in 2022 mit den Mitgliedern

Diesen Graben wieder zuzuschütten und Wege der Mobilisierung zu finden, wird eine der Kernaufgaben der Vereinsgremien sein. Vor allem dann, wenn im nächsten Jahr mehrere wichtige Entscheidungen anstehen: Der Vorstand will einerseits zusammen mit möglichst vielen Mitgliedern die Stimme gegen die Kölner Stadtpolitik erheben. Andererseits wird der Mitgliederrat nächstes Jahr einen neuen Vorstand vorschlagen und dessen Wahl von so vielen Mitgliedern wie möglich legitimieren lassen. Dafür braucht es mehr Menschen als am Samstag. Dafür braucht es einen anderen Weg als den, den die Geißböcke zuletzt bestritten haben.

31 Kommentare
  1. Gerd1948 sagte:

    Also Marc, ich war stinknormal arbeiten. Natürlich stand jetzt nicht die spannendste JHV an, dennoch fand ich, dass man zumindest vieles dafür getan hat, dass die, die sich beschwert hatten über späte Zeitpunkte oder Veranstaltungen unter der Woche wegen der weiteren An-und Abreise diesmal wohl hätten teilnehmen können vor Ort.

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  2. FC Neukoelln sagte:

    „Demokratie ist anstrengend.“

    Ich gebe Präsident Werner Wolf hier uneingeschränkt recht. Ich kann nicht leugnen, ebenso enttäuscht gewesen zu sein – nicht nur über die geringe Teilnahme, sondern auch über das Ergebnis einer ganz zentralen Abstimmung.

    Hier nochmal copy/paste mein Senf von vor ein paar Tagen. Sorry für die Wiederholung.

    „…die Mitglieder haben sich gestern deutlich gegen die Fortsetzung hybrider JHVs ausgesprochen – über 500 davon somit übrigens online gegen künftige Online-Abstimmungen abstimmend? Ganz ehrlich: mir fehlen hier nach wie vor die Worte. Das ist ähnlich erschreckend, wie weltweit in zunehmender Regelmässigkeit im Rahmen demokratischer Wahlen Autokraten wie Trump, Erdoğan, Orbán oder Bolsonaro gewählt werden, deren feste Absicht es ist, das Gesetz in Richtung eigenem Machterhalt zu verbiegen und demokratische Wahlen in Zukunft zu verhindern. Ich wähle, damit ich in Zukunft nicht mehr wählen darf und bejuble dabei auch noch frenetisch ebenjene Autorität, welche mich sehenden Blickes meiner Rechte beraubt. Das ist Stockholm-Syndrom in Vollendung – die leidenschaftliche Verschwisterung mit meinem Peiniger bis hin zur vollständigen Selbstaufgabe. Wow.

    Damit ich nicht falsch verstanden werde: ich toleriere das Ergebnis dieser Wahl – natürlich tue ich das. Dennoch widerspreche ich ihrem Ergebnis vehement. Irrationaler gehts kaum. Man wundert sich stets, warum ein Grossteil der Amerikaner vollkommen resistent zu sein scheint gegen die logische und vernunftbasierte Argumentation, dass weniger Waffen auch weniger Amokläufe bedeuten. Sämtliche Statistiken im Vergleich zu Ländern mit restriktiven Waffengesetzen beweisen dies himmelschreiend. In Deutschland verfolgen wir eine ähnliche Dynamik im übrigen mit dem haarsträubend wirklichkeitsfernen Widerstand gegen Tempo 130 – deutlich weniger Verkehrstote, deutlich weniger Umweltbelastung bei vergleichsweise geringem Reisezeitverlust… alles für die Katz. Und hier stimmt der weitaus grösste Teil der Teilnehmer dafür ab, in Zukunft nicht mehr abstimmen zu dürfen.
    Wir haben damit das ohnehin bereits massiv vorhandene Mitspracherecht ebenjener Mitglieder nochmals verstärkt, die in Teilen soeben erst den Nachweis hinterlegt haben, dass sie an Mitsprache überhaupt nicht interessiert sind. Und das stimmt in seiner Gesamtbetrachtung bedenklich.

    Ich stelle mal eine Steile These auf: ein nicht geringer Teil der Mitglieder des 1. FC Köln ist an Lösungen für das Gestalten einer erfolgreichen Zukunft überhaupt nicht interessiert. In seiner ewigen Rückwärtsgewandtheit zieht man es vor, wehmütig die Glorie vergangener Tage zu besingen, anstatt zeitgemässen Veränderungen offen gegenüber zu stehen. Ob dies „Standort Müngersdorf unverhandelbar“ ist oder das erneut zementierte Festhalten an einem angeblich alternativlosen Verbleich des GBH im Grüngürtel – Loreley, ick hör Dir trapsen. Bezeichnend für das eigentliche Wesen des kölschen Urfans war die gestrige Schilderung des Deutschen Amateurmeisters von vor 40 Jahren, der uns allen jetzt endlich mal erklärt hat, wie man eine Whatsapp-Gruppe gründet.

    „Wir sind massiv dabei, den FC auf moderne Füße zu stellen“, sagte Wolf. Demnächst gibts in der Geschäftsstelle wahrscheinlich sogar Mobilfunk. Es haben aber bereits erste Bürgerinitiativen gegen das Aufstellen von 5G-Sendemasten ihren Protest angekündigt.

    PS: auf der anderen Seite – es wäre gestern, an einem herbstlichen Samstagnachmittag – zur Fussballfan-Primetime also – jedem der knapp 80.000 wahlberechtigten Fans möglich gewesen, hier ein Ausrufezeichen für echte Demokratie zu setzen und für das vorwärtsgewandte Format hybrider JHVs zu stimmen. Haben sie aber nicht. Es kamen noch nicht einmal 2.000 Interessierte zusammen, die sich mehrheitlich dagegen entschieden.

    Jeder Verein hat genau die Fans, die er verdient.“

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    • Paul Paul sagte:

      Ich persönlich lehne diese Entscheidung der MV ab. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum Mitgliedern das Stimmrecht vorenthalten wird, die nicht vor Ort sein können. Es gibt Themen, die nicht durch eine einfache Mehrheit verfügt werden sollten, aber der FC ist und bleibt das, was er schon lang ist: Ein schlecht geführter Karnevalsverein! FU

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  3. Kurti sagte:

    Die Rahmenbedingungen waren so, daß niemand sich beschweren kann, daß die Teilnahme große Opfer brächte.
    Das mieten der Lanxess Arena, passt zu dem Selbstverständnis des 1.FC Köln, der letzte große Titel liegt ja erst 29 Jahre zurück, DfB Pokalsieger 1983. Hallenmastersgewinner 1988 natürlich noch.
    Die. Halle wurde bei der letzen JHV am 17:Juni ja auch gemietet.

    Ich habe virtuell teilgenommen und bin natürlich darüber entsetzt, das 500 ebenfalls virtuell teilnehmende gegen den Antrag stimmten.

    Als Mitglied E Levve lang habe ich resigniert.
    Ich komme von außerhalb und kann nicht mal so eben nach Köln fahren, mehr als 500 Kilometer.

    Ich fühle mich als Mitglied auch unerwünscht mittlerweile.
    Es ist eine pseudo Demokratie geschaffen worden, ähnlich wie in Nordkorea.
    Ein Mitgliederrat wählt in einem undurchsichtigem Verfahren 3 Personen aus und die Mitglieder können diese 3 als Vorstand „wählen“.

    Da lachen doch die Hühner. Ich fühle mich von diesen 3 überhaupt nicht vertreten und halte diese 3 zudem für höchst unfähig.

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  4. SebN sagte:

    In den letzten Jahren hat sich das Gefühl verfestigt, dass der FC in seiner Oligarchie gefangen ist. Hierbei dominiert mit der organisierten Fanszene die „lauteste“ aber keinesfalls die größte Gruppe unter den Mitgliedern. In den bekannten Strukturen des Vereins und dem Format der früheren Mitgliederversammlungen gab es praktisch kaum eine Möglichkeit daran etwas zu ändern. Eine wirkliche Diskussionskultur war jedenfalls nicht möglich, da unliebsame Redebeiträge regelmäßig durch die anwesenden Ultras niedergebuht wurden. Auch durch die virtuelle Mitgliederversammlung in der ersten Jahreshälfte und die angeblichen Diskussionsveranstaltungen zum Thema Investoren, die eine rein einseitige Showveranstaltung waren, hat sich nichts geändert. Ein offener Dialog ist jedenfalls etwas anderes als von vornherein deutlich zu machen, dass die Haltung des Vorstandes absolut unumstößlich ist. Daher glaube ich, dass zwar ein großer Teil der Mitgliederschaft zu vielen wichtigen Themen (Stadion, Geißbockheim, Investoren) andere Standpunkte als die derzeitige Führung vertritt, es aber als aussichtslos betrachtet, da abweichende Meinungen offensichtlich nicht gehört werden wollen. Auf diese Art hat sich eine Verdrossenheit eingestellt, die jetzt mit der Beteiligung zum Ausdruck gekommen ist. Da hilft auch der diesmal bessere Termin nichts mehr.
    Leider wird es wohl so bleiben, dass der ewig rückwärtsgewandte Traditionalismus und Nostalgiedenken notwendige Weiterentwicklungen blockiert.

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    • Micha S. sagte:

      Trifft es recht genau.

      Man verschließt sich grundlos von vornherein dem Fortschritt, jede abweichende Meinung wird im Keim erdrückt (ist aber heutzutage Usus).

      Man versteckt seine Ideenlosigkeit/Verbohrtheit hinter dem Traditionsgedanken

      Und beharrt weiter auf Dingen die nicht möglich sind, ohne Plan B, C etc.

      So sehr ich den Verein mag, mit dieser Art kann man froh sein wenn man überhaupt jemals den Fahrstuhl wieder verlässt… für mehr wird das nicht reichen.

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    • Peter Quantius sagte:

      Tradition und Nostalgie sind schöne Worte für die ewig gestrigen. Warum kommt der Club da nicht raus?? Wo ist der Hunger nach Veränderung?? Wir fahren ja auch nicht mehr Ford Taunus von 1978!! Wenn der Vorstand immer nur die gleichen Floskeln verbreitet ohne Taten folgen zu lassen ( Stadion/Ausbau GBH) dann wird sich nie etwas ändern!! Für mich ist eine Runderneuerung des Vereins inklusive Vorstand erforderlich. Besser in Marsdorf in einem neuen funktionellem Umfeld als in dem unzumutbare GBH sowie einem Stadion, wo noch nichtmals die Toiletten vernünftig funktionieren

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  5. SebN sagte:

    Und ich bin mir auch nicht sicher, ob die Terminierung jetzt wirklich so viel besser war. Man wird es natürlich nie jedem Recht machen können, aber für den berufstätigen Familienvater, der am Wochenende mal Zeit für seine Kinder hat und der am Sonntag dann ins Stadion gehen wollte, ist eine achtstündige Marathonveranstaltung, die den kompletten Samstag kostet wahrscheinlich auch nicht gerade ideal.

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    • Kurti sagte:

      Volle Zustimmung.
      Ich habe nebenbei gearbeitet, so habe ich nicht zu viel Lebenszeit verschenkt.
      Es wird alles endlos in die Länge gezogen. Hier würde eine begrenzte Redezeit hilfreich sein. Und zB Wahlen in einem Zeitkorridor.

      Der handelnden Personen wird leider auch nicht bewußt, wie widersprüchlich alles ist.
      Kein Geld, aber die Lanxess Arena muß es sein.
      Trikots aus recyceltem Material, aber die Mannschaft nach Stuttgart fliegen lassen und die leeren Busse durch die Republik fahren lassen. Auch hier ist der Aspekt. Geldersparnis zu nennen.

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  6. Hennes48 sagte:

    Es ist jedenfalls doch mindestens „albern“, wenn bei dieser elenden Teilnehmerzahl dann überhaupt Abstimmungen durchgeführt werden können. Und dann wird auch noch darauf hingewiesen, das es einer einfachen Mehrheit und bei anderen Abstimmungen einer zwei Drittel Mehrheit bedarf…Also reichen von ein paar hundert anwesenden Mitgliedern dann auch schon die Hälfte der Stimmen, um teilweise einschneidende Entscheidungen für ein derartiges „Unternehmen“ zu treffen !!! Da würde ich sagen: „Kommando eins…Kommando zwei…“ :-))) genau mein Humor…:-(((((( Das darf schon Grund zur Sorge sein, denn mit Demokratie, Vernunft und Sinn hat das jedenfalls nichts zu tun! Auch rechtlich zu hinterfragen, denn dann können auch bei noch geringerer Teilnahme faktisch 10, 20, 50 oder 100 stimmberechtigte Mitglieder Entscheidungen treffen! Welchem Satzungsgrundsatz soll das denn bitte noch entsprechen und von einer Mehrheitsentscheidung braucht man ja eh schon lange nicht reden!!! Und das müsste den Mitgliederrat und Vorstand größte Sorgen bereiten. Eine (ich nenne es mal) „Initiative“ von 500-1000 Mitgliedern könnte den ganzen FC komplett in nur einer Versammlung verändern…oder kapern!!! Sehr schräg…

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    • FC Neukoelln sagte:

      Puuuuh, wirklich schräger Gedanke, aber so undenkbar ist das gar nicht. Das ist ganz konkret 2017 Tennis Borussia Berlin so widerfahren, als der Investor Jens Redlich den Club unterwanderte. Zum Glück hat man den knappe 2 Jahre später wieder loswerden können. Hier ein Text aus der taz dazu:

      „Der autokratische Fitnessstudio-Besitzer, seit 2017 Vorstandsvorsitzender des Traditionsklubs, hat sich in seiner kurzen Amtszeit bis zum Sommer 2019 in Kleinkriegen und Unwahrheiten geübt und viele Trümmer zurückgelassen. Redlich verantwortete eine stetig wachsende Anzahl von Entlassungen, Diffamierungen und erzwungenen Rücktritten Andersdenkender, die Auflösung der Mädchenabteilung, eine laut aktuellem Präsidium chaotische Geschäftsstelle mit teuren Altlasten und eine heftige Polarisierung innerhalb des Vereins.

      Überregional wurde er bekannt, als er Anfang 2019 mutmaßlich bulgarische Bauarbeiter und Fitnessstudio-Belegschaft als Neumitglieder anheuerte, um auf der Mitgliederversammlung ausreichend Stimmen für seine Kandidaten zu erhalten. Es war eine Art lokales Trump-Szenario, an dem vor allem die boulevardeske Qualität und das scheinbar simple Gut gegen Böse interessierten. Redlich-Geschichten verkauften sich gut, ebenso wie der öffentlichkeitswirksam geführte Kampf der Abteilung Aktive Fans von Tennis Borussia (TBAF) gegen den Investor.“

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  7. NICK sagte:

    Seid ich Mitglied bin, war ich auf jeder JHV. Da ich Samstag arbeiten musste lief die JHV auf dem neben PC und ich hab dann paar Überstunden gemacht bis es vorbei war. Bei der vorherigen JHV sass ich bis 1:45 auf der Arbeit. Ich finde, das gehört dazu.

    Ich kann aber auch jeden verstehen, der das nicht so macht.

    Was ich nicht verstehen kann, dass immer dieselben Leute sich beschweren „Unter der Woche!“, „500km!“, „Muss doch am PC möglich sein!“ und dann selbst wenn der FC alles ändert und ermöglicht dann offensichtlich doch nicht teilnehmen…

    Ansonsten ist die Teilnehmerzahl keine „grosse Enttäuschung“ sondern eben (ohne Hoodies oder Machtkämpfe) einfach „normal“ – es scheint einfach nicht mehr interessierte Fans zu geben…

    Es gibt aber eben Fans/Menschen die zu allem ihre Meinung in den Onlineforen brüllen, ever dann eben doch nit de Zäng useinadere krieje wenn et druf ankütt…

    So ist das Leben. Nicht nur beim Fussball…

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    • SebN sagte:

      Ich glaube man muss auch mal realistisch berücksichtigen, dass die in den letzten Jahren bei nahezu allen Proficlubs enorm gewachsenen Mitgliedschaften von Fans mehr als eine Art der Premiumkundschaft zu verstehen sind. Es gibt Zugriff auf Tickets, Rabatte bei Fanartikeln und vielleicht noch andere Vergünstigungen. Würde man dies als Premiumkunde der ausgegliederten Kapitalgesellschaft für einen günstigeren Preis als die Mitgliedschaft im Stammverein erhalten, sähen die Mitgliederzahlen ganz anders aus.

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      • Haarspalta sagte:

        Genau so ist es. Und das ist auch die Erklärung für die meisten anderen Phänomene in dem Zusammenhang.
        Die Zahl der Mitglieder, die an Vereinspolitik interessiert sind, ist seit vielen Jahren recht stabil. Irgendwo bei 6.000 bis 8.000 im Krisenfall. Im Normalfall dann halt deutlich weniger. Und selbst die sind ja durch die extremen Marathonsitzungen der letzten Jahre abgeschreckt und zum Wegbleiben erzogen worden.

        Der Rest der Mitglieder will hauptsächlich Karten und Rabatt auf Fanaritkel. Gerade Karten gehen ja kaum noch in den freien Verkauf, erst recht nicht für bezahlbare Plätze.

        Insofern sind das Problem nicht die „faulen“ Mitglieder, sondern dass man einen Haufen Leute zur Mitgliedschaft nötigt, die eigentlich „nur“ Fans sein wollen.

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      • FC Neukoelln sagte:

        Richtig. Und nur, weil sich in der Bubble hier 30-50 Leute regelmässig mehr oder weniger kontroverse Debatten liefern (beim Thema Vereinspolitik sind es nochmal deutlich weniger) und noch eine Hand voll von effzeh.com hinzu kommen lässt sich dass offenbar lange nicht auf 114.000 Mitglieder hochskalieren. Es bleiben 30-50 Leute plus eine Hand voll.

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    • CK sagte:

      Ich bin Familienvater und mein Kind spielte Samstag selbst Fußball…davon abgesehen würde meine Frau mich für verrückt erklären wenn ich 8 Stunden vor dem PC sitze um mir das ganze live anzusehen.

      Ganz ehrlich eine solche Veranstaltung abzuhalten und dann nur während dieser Zeitspanne meine Stimme abgeben zu können ist einfach nicht Zeitgemäß.

      Es wäre wirklich gut wenn mal 50000-70000 Mitglieder ihre Stimme abgeben würden, aber dafür braucht es ein ganz anderes Format. Das geht sicher nicht mit einer derartigen live Marathon Veranstaltung. Sowas muss offline zeitversetzt ermöglicht werden, Briefwahl, online Voting etc.

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      • Kurti sagte:

        DAs ist ja grade nicht erwünscht, das viele/mehr Mitglieder ihre Stimme abgeben.
        Sieht man ja am starren festhalten an der Präsenzveranstaltung.
        So soll das Biotop von Ultras, Mitgliederrat und Vorstand gewahrt bleiben.

        Was zur Bundestagswahl usus ist, kann für den FC nicht gut genug sein.
        Deren Wahlen sind auch viel wichtiger.

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        • CK sagte:

          Genau das ist ja der Fehler, es gibt einige Interessengruppen die alles beim FC bestimmen wollen, diese bestimmen / beeinflussen dann die Art der Abstimmungen auf die für sie praktischste Weise.

          Das muss sich ändern!

          Aber diese Gruppen haben natürlich kein Interesse ihre eigene „Macht“ einzuschränken…

          Und für die welche der Meinung sich nur derjenige der an einer solchen Live Veranstaltung teilnimmt darf auch mitbestimmen, ihr habt die Zeichen der Zeit einfach nicht erkannt oder lasst euch benutzen, aber mit Demokratie hat das beim FC nichts zu tun!

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  8. Markus Kloock sagte:

    Das Problem ist tatsächlich die Dauer und nicht der Termin. Nach sieben Stunden hat man einfach keine Lust mehr. Man stelle sich nun noch vor, es wären 5.000 Leute da gewesen und es hätte fünf oder gar zehn mal soviele Redebeiträge gegeben.
    Man sollte die Vorstellungsrunden bei Satzungsänderungsanträgen und Mitgliederräten sowie etwas Folklore weglassen, dann kommt man vielleicht auf drei Stunden runter. Bei der Bundestagswahl muss ich mir auch nicht alle 25 Parteien nochmal vorstellen lassen oder gar diskutieren, bevor ich meine Stimme abgebe.
    Ich denke, die 2.000 die jetzt abgestimmt haben, hatten sich vorher informiert. Und dann ist das eben die „Elite“, die bestimmt. Finde ich auch erstaunlich wenig, aber letztendlich bestimmt kein Grund die Demokratie in Gestalt der Vereinsstruktur in Frage zu stellen.

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  9. holger7 sagte:

    Es muss noch nicht mal die klassische Briefwahl sein. Im Vorfeld online abstimmen lassen sollte doch kein Problem sein. Redebeiträge der Kandidaten gar nicht zulassen. Das kann man in der heutigen Zeit alles online vorher lesen. Ich nehme auch oft an Sitzungen – dienstlich – teil. Da ist auch ein Phänomen zu beobachten. Von rund 30 Mitgliedern eines Ausschusses sind immer höchstens ca. 17-20 da, es sei denn zur letzten Sitzung im Dezember. Und warum? Weil es da Weihnachtspräsente gibt. Da lassen sich auf einmal alle Mitglieder blicken, nur um einen Kalender oder Schokonikolaus oder sonst was abzustauben.
    Und wie will man denn Redebeiträge bei einer evtl. JHV mit ca. 8.000 Mann zulassen? Wie viele? Wer? Sondiert man vorher aus? Alles sehr schwierig.

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    • Kurti sagte:

      Präsident Wolf war nur wichtig, das es jemanden gibt der noch lahmarschiger redet als er selbst. Darum fiel die Wahl auf dem Versammlungsleiter.

      Geil ist auch, wenn man noch Amateurmeisterschaften aus dem Jahre 1981 ehrt.

      Ich glaube das ist alles so gewollt, das die Sitzung endlos in die Länge gezogen wird.

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      • Haarspalta sagte:

        Das alles ist genau so gewollt, völlig richtig. Spätestens seit der reinen Online-Veranstaltung vor paar Monaten ist das eindeutig.
        Da wurde aus Angst vor einer Teilnehmerflut alles getan, um das Ganze so unerträglich und sinnlos wie möglich zu machen. Schon die Tagesordnung sprach Bände und die „Auswahl“ der Mitglieder-Wortbeiträge hätte die DDR nicht schöner hinbekommen können.

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  10. Kurti sagte:

    Die Menschen um den Verein rum die sich für besonders ausgebufft und kompetent halten haben leider nicht realisiert, das seit deren mitwirken ab 2012 nichts besser geworden ist.
    SMR äußerte ja, das mit einem höheren Stimmenanteil der Einfluß größer gewesen wäre und manche Fehlentscheidung verhindert worden wäre.

    Da halten sich einige für schlauer als der Rest.
    Ich denke deren empathischen Fähigkeiten halten sich in Grenzen, sonst wäre und das Präsidum um Werner Wolf erspart geblieben.
    Echt peinlich wie sich „Geschäftsführer Sport Kategorie 9-10) Eckhard Sauren in der neuen Folge von FC 24/7 selbst beweihräuchert und sich an Mark Uth und Rutemöller ranwanzst.

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  11. Klaus Höhner sagte:

    Gibt es überhaupt etwas was beim FC in Ordnung ist ,wenn man den Oberschlaumeier und Dauernörglen glaubt ist in dem Verein alles Schei……Der Vorstand ist schlecht,die Mannschaft sowieso,der Trainer ,der Sportdirektor ,die Stimmung im Stadion,das Trainingsgelände,das Scauting ,der Migliederrat die ganze Stadt alles ist Schei……Am besten den ganzen Verein abmelden seit ihr eigentlich alle Bescheuert nehmt mal zur Kenntniss was ih hier grösstenteiels für einen Mist von euch gebt .Es gibt bestimmt einige Dinge in der Welt die es wert sind diskutiert zu werden .Einfach mal einige Dinge hinnehmen wie sie sind.

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