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Rückkehr des Torjägers: War die Kritik am Modeste-Deal zu hart?


Gegen Borussia Dortmund hat Anthony Modeste seine Tor-Serie nicht fortsetzen können. Doch der 33-jährige ist fraglos die Überraschung der bisherigen Saison beim 1. FC Köln. Das sagen auch die Verantwortlichen am Geißbockheim. Ernsthaft hatte niemand mehr damit gerechnet, dass der Stürmer zu seiner alten Torgefahr zurückfinden würde. War die Kritik an der Rückholaktion im November 2018 zu hart?

Köln – Es ist fast genau drei Jahre her. Am 17. November 2018 stand Anthony Modeste plötzlich wieder im Dienste des 1. FC Köln. Auf der 70-Jahr-Feier wurde seine Rückkehr offiziell zelebriert. Alle jubelten: die Verantwortlichen, Fans und Medien gleichermaßen.

Was erst später durchsickerte, waren die Rahmenbedingungen für das Comeback. Für 28 Millionen Euro war Modeste im Sommer 2017 nach China verkauft worden. 16 Monate später kehrte er zwar ablösefrei zurück. Eigentlich also ein Schnäppchen, doch ein Schnäppchen, das sich der FC einiges kosten ließ: mit einem Fünf-Jahres-Vertrag als Spieler für rund drei Millionen Euro Grundgehalt, dazu mit einem Fünf-Jahres-Anschlussvertrag als Trainer für 120.000 Euro Grundgehalt.

60 Prozent der Rekordablöse fließen ins Gehalt

Von den 28 Millionen Euro Ablöse wurden also rund 60 Prozent in das künftige Gehalt des Franzosen investiert. Einen potentiellen Wiederverkaufswert des damals 30-jährigen gab es aufgrund der Vertragskonstruktion praktisch nicht mehr. Die beiden damaligen Mitgliederräte im Gemeinsamen Ausschuss, Stefan Müller-Römer und Carsten Wettich, hatten ihre Bedenken ob der Vertragsstruktur geäußert. Die Geschäftsführer Armin Veh und Alexander Wehrle sowie Präsident Werner Spinner hatten sich jedoch durchgesetzt.

In den folgenden zweieinhalb Jahren, vom Winter der Saison 2018/19 bis zum Saisonende 2020/21, wurde die Kritik an Modestes Rückholaktion immer lauter. In der Zweitliga-Saison konnte Modeste nach monatelangem Kampf um die Spielberechtigung noch sechs Tore in zehn Spielen erzielen. Der FC wäre jedoch dank Simon Terodde und Jhon Cordoba auch ohne Modeste wieder aufgestiegen. Die Gedanken der Verantwortlichen richteten sich ohnehin nicht auf die Zweite Liga.

Zwei Bundesliga-Jahre fast ohne Modeste-Tore

Modeste sollte ab der Saison 2019/20 neben Cordoba für die Bundesliga-Tore sorgen, weil man davon überzeugt war, dass Terodde eine Liga höher nicht funktionieren würde – obwohl man auch dem Torschützenkönig der Zweiten Liga einen Multimillionen-Vertrag für die Bundesliga gegeben hatte. Was folgte, war eine Enttäuschung für den FC wie auch für Modeste. Unter Achim Beierlorzer gelang dem Angreifer zwar ein Tor am 3. Spieltag in Freiburg, danach aber lange nichts mehr.

Heute heißt es am Geißbockheim, der Angreifer habe seit seinem China-Wechsel keine echte Vorbereitung mehr absolviert. Das stimmt freilich nicht. Unter Beierlorzer hatte Modeste 2019 die Vorbereitung nahezu vollständig mitgemacht und zuvor bereits in der Sommerpause an sich gearbeitet. Gereicht hatte es dennoch nicht. Schon gar nicht, als dann Markus Gisdol das Zepter übernahm. Eine Trainer-Verpflichtung, die dem Franzosen das Genick brach, war sein gestörtes Verhältnis zu Gisdol doch bereits aus Hoffenheimer Zeiten bekannt. Am Ende der Saison standen vier Saisontore.

Der Tiefpunkt und das Comeback

In 2020/21 ging es sogar noch weiter bergab. Modeste verpasste die Vorbereitung wegen Knie- und Rückenproblemen, fehlte monatelang und wurde auch im Laufe der Hinrunde nicht fit. Nach dem Desaster von Freiburg (0:5) im Januar folgte die Flucht vor Gisdol, aber auch vor den Kritikern nach Frankreich. Doch auch dort lief es nicht, bis Modeste im Frühjahr operiert wurde und die letzten drei Monate bis Saisonende ausfiel.

Beim FC fragte man sich zu diesem Zeitpunkt, was aus dem Topverdiener werden würde. Modestes Spielervertrag würde noch bis 2023 laufen. Die OP und ein Jahr ohne Ligator versprachen alles, nur keinen motivierten, gut gelaunten und fitten 33-jährigen. Doch Modeste überraschte alle. Obwohl der FC den gesamten Sommer über nach einem weiteren Mittelstürmer fahndete (wie nun erneut durch das Interesse an Dortmunds Tigges klar wurde), machte Modeste höchstselbst diese Suche unnötig. Acht Tore in zwölf Pflichtspielen sprechen eine deutliche Sprache. Der Franzose ist wieder die unangefochtene Nummer eins im Sturmzentrum und tatsächlich noch einmal der Stürmer, den man sich bei seiner Rückkehr ersehnt hatte.

Die Kritik war so berechtigt wie das Lob für das Comeback

War aber nun die Kritik an seiner Rückkehr zu hart? Fakt ist: Modeste ist so gut wie seit 2016/17 nicht mehr. Fakt ist auch: In dieser Form ist Modeste jeden Cent seines Drei-Millionen-Gehalts wert. Fakt ist aber auch: In den zweieinhalb Jahren zuvor hat Modeste die Geißböcke sehr viel Geld gekostet, ohne ansatzweise Leistungen zu bringen, die einen Gegenwert dargestellt hätten. Das Geld und der langfristige Vertrag blockierten die Kaderplanung und behindern diese auch noch weitere anderthalb Jahre, denn einen solchen Vertrag kann sich der FC eigentlich nicht mehr leisten.

Freilich schlägt nicht jeder Transfer sofort ein. Wenn aber ein Spieler einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschreibt und damit zu den drei Top-Verdienern wird, muss er funktionieren – und das nicht erst nach drei Jahren, sondern praktisch sofort. Insofern war die Kritik an den Verantwortlichen ebenso berechtigt wie das heutige Lob für Modeste und Trainer Steffen Baumgart, die gemeinsam das Comeback des Stürmers möglich machten. Modeste hat eine harte Zeit hinter sich und ist eindrucksvoll zurückgekommen. Für den 1. FC Köln im Herbst 2021 zählt einzig diese Tatsache. Jetzt aber so zu tun, als sei die Kritik der vorherigen zweieinhalb Jahre überzogen oder falsch gewesen, verdreht die Tatsachen.

38 Kommentare
  1. Haarspalta sagte:

    Die Kritik am Transfer war und ist berechtigt. Dass Modeste nochmal so zurückkommt, war nun wirklich nicht absehbar. Und mal schauen, wie lange es hält.
    Ich freue mich über jedes Tor, aber der Körper muss halt mitmachen. Zudem sollte nun auch dem letzten klar sein, dass Modeste ein typischer Gemütsspieler ist. Wenn die Chemie mit Trainer und Mannschaft stimmt, läuft es. Wenn nicht, nicht.
    Das ist dann ehrlicherweise auch das Gegenteil eines Vollprofis.

    Insofern bin ich froh, dass es gerade läuft, Modeste macht das toll. Aber es bleibt immer das Wissen, dass das allein schon altersmäßig kein Zukunftsmodell sein wird.

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  2. Kurti sagte:

    Der Vertrag und der Transfer von Modeste ist ja nur ein Beispiel, wie sorglos der FC mit seinem Geld umgeht.
    Die Verantwortlichen haben keine Branchenkenntnis und reihen Verlustgeschäft an Verlustgeschäft.
    Der Vertrag von Terodde ist ja ein weiteres Beispiel, plötzlich sind 600.000€ Grundgehalt beim hsv auch genug, nachdem es beim FC 2.000.000€ waren.
    Spinner und der Vorstand wollten einfach noch eine positive Stimmung auf der 70-Jahr Feier erzeugen.

    Wobei man auch berücksichtigen muß, das keine Ablöse floß.

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    • Micha S. sagte:

      Der Modeste Transfer ist gruselig, darf zu den Konditionen und dem Alter nie und nimmer gemacht werden.

      Klar freut man sich, jetzt für Tony, für den FC aber wer sowas abnickt hat in einer EntscheidungträgerPosition nichts zu suchen…

      Es ist ja auch nicht der einzige hirnlose Transfer der letzten Jahre, Terodde wurde mit Geld zugeworfen weil Ablösefrei… kann man machen aber dann doch nicht mit so einer langen Laufzeit…

      Der absolute Gipfel ist dann für mich die Drexler Verpflichtung… wenn es noch einen beweis der Unfähigkeit gebraucht hätte, der allein hätte gereicht.

      Dann haben wir nichtmal über die schlechten Transfers von Schmadke in seiner letzten Saison und auch nicht über Heldts Transfers geredet…

      Und nein ein Shkiri/Bornauw gleicht diese restlichen 20 desaströsen Transfers kein Stück aus…

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    • FC Neukoelln sagte:

      Vor allem stimmt es gar nicht, dass damals alle jubelten. Die Aktion war ziemlich deplatziert, der Saal voller Ehemaliger, die sich um den Verein verdient gemacht hatten, dazu die aktuelle Mannschaft und eigentlich ging es darum, sich und den Verein anlässlich eines runden Geburtstages zu feiern. Ich kann mich sehr wohl an eine ganze Reihe verstört Dreinschauender bis zwanghaft Lächelnder erinnern, die allesamt im Begriff waren zu verstehen, dass ihnen gerade ihre eigene Party weggenommen wird.
      Rückholaktion hin oder her – man hätte Modeste auch ein paar Tage später präsentieren können. So hatte das gleich schon wieder was kölsch messianisches in bester Podolski-/Daum-Tradition.

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    • Adrian Senger sagte:

      Das Modeste die letzten 1,5 Jahre nichts auf die Kette bekam liegt meiner Meinung nach fast ausschließlich an Gisdol. Mit dem konnte er in Hoffenheim schon nicht.
      Man stelle sich vor man hätte damals statt Gisdol schon Baumgart geholt. Die Modeste Story wäre wohl etwas anders gelaufen.
      Allerdings ist sachliche Kritik wichtig und richtig wenn Spieler, Trainer oder Manager konstant einen schlechten Job machen.
      Das hier ist nämlich kein Freizeit Ferienlager für 10 jährige. Das hier ist ein Wirtschaftsunternehmen mit Tausenden Mitgliedern und Angestellten. Da kann sich keiner Erlauben langfristig einen Scheiss Job zu machen. Genau wie jeder andere Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft.
      Wenn ein Manager bei Daimler im Jahr 2 Mio verdient und permanent Mist baut bekommt er auch Feuer aus dem Unternehmen und der Presse. Und das zurecht…..
      Von daher irittiert mich diese „Niemand darf Kritisiert werden“ Haltung immer wieder sehr.
      Kritik ist der Motor dafür aus Fehlern zu lernen und in Zukunft Dinge besser zu machen.
      Ohne Kritik würden wir heute noch alle herumrennen und denken am Horizont fällt man von dieser Scheibe auf der wir alle leben….

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      • Micha S. sagte:

        Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er unter Anfang nicht fit war, das er unter Lorzer trotz Vorbereitung nicht viel gerissen hat, das er fast die ganze Rückrunde der letzten Saison verletzt ausgefallen ist.

        Das alles allein Gisdol anzukreiden finde ich auch falsch. Warum man natürlich mit Gisdol ohne Not nach dieser CoronaRückrunde + sich von Bremen abschlachten lassen um 1 Jahr verlängert… klar da kann man sich dann fragen was schlimmer ist…

        Einen unfitten, in einen rechtsstreit verwickelten Modeste(den man aus dem FF kennt und weiß das er ein sensibelchen ist) mit 30 Jahren kann man zwar holen, aber dann nicht mit solch einem Vertragsvolumen.

        Ich mag Tony, der ist mega sympathisch und ich freue mich wie bolle für den FC und auch für Ihn das es jetzt läuft. Dennoch dieser Transfer hätte nie stattfinden dürfen, man hatte Cordoba(der endlich mit dem 17mio. Rucksack klar kam, man hatte Terodde(mit langzeit am Beim)… hätte man niemanden gehabt auf der Position… ich hätte es verstanden, so nicht.

        Btw. hätte ich Terodde gern mal unter Baumgart mit einer realen Chance in der BuLi gesehen, denn das er nicht in der Buli funktioniert lag ja meist daran, dass Aufsteiger auf Konter umstellen und ihm selten bis nie eine richtige Chance gegeben haben.

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        • Adrian Senger sagte:

          Modeste braucht wohl einfach das Vertrauen des Trainers. Für Verletzungen kann niemand was. Aber Gisdol hat ihn einfach auch nie spielen lassen. Lieber hat der dann Duda vorne rein gestellt.
          Unter Anfang hat Modeste in Liga 2 ja auch einige Tore geschossen.
          Er braucht Vertrauen und muss halt auch gefüttert werden.
          Mit der Gisdol „Ich mach vorne mal auf Zufall und hoffe auf nen Standart“ Spielweise ist Tony natürlich vollkommen verloren.
          Aber ehrlich gesagt glaube ich das unter Gisdol auch Lewandowski im FC Sturm keine 10 Tore gemacht hätte.

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          • Gerd1948 sagte:

            Wie war es denn 2017? Ist Modeste da mit Flanken links und rechts gefüttert worden? Wohl nicht, aber er war fit und hatte einen Lauf, neben dem Vertrauen des Trainers. Unter Gisdol war die Spielweise einfach zuuuu defensiv, neben der Tatsache, dass er …andere Pläne als Modeste hatte.

          • Boom77 sagte:

            Also in Gisdols ersten Spiel als FC-Trainer hat er Modeste über 90 Minuten spielen lassen. In der Saison 2019/2020 wurde er von Gisdol in 23 Spielen 19 mal eingesetzt, davon hat er 8 mal mindestens 45 Minuten gespielt. An einem Spieltag fiel er wegen Adduktorenproblemen aus

            Klar… mehr Einsatzzeit geht immer. Vor allem in den Augen des Spielers selbst. Aber man darf nicht vergessen, dass damals noch Cordoba dabei war und auch noch der Aufstiegstorschützenkönig Terodde. Die Konkurrenz für Modeste also durchaus groß. Da finde ich nicht, dass man davon sprechen kann, man hätte ihn links liegen lassen. Die Fakten geben das nicht her.

            In der Saison 2013/2014 hat Modeste in Hoffenheim unter Gisdol auch 29 von 34 Spielen gemacht und dabei 12 Tore geschossen. Auch da kann man nicht davon reden, dass Gisdol ihn kaum berücksichtigt hätte.

            Woher kommt also das Märchen, dass Gisdol was gegen Modeste gehabt hätte??

  3. Hennes48 sagte:

    Ich glaube die Kritik daran ist schon sehr berechtigt. Vor allem die Laufzeit mit der fragwürdigen anschließenden Verwendung..
    Was man nochmal deutlich sieht ist die Tatsache, dass Gisdol nicht nur keinen Spielstil erkennen ließ, sondern augenscheinlich auch menschlich nicht in der Lage war, verschiedene Spieler auch nur einen Hauch besser zu machen. Modeste ist sicher ein Paradebeispiel dafür…
    Und solch abenteuerliche Vertragswerke dürfen einem als Mitglied schon Sorgen bereiten…ist das seriös und verantwortungsvoll Herr Wehrle? Das hinterlässt auf jeden Fall einige Fragezeichen bei mir!
    Und wie Haarspalta es schon sagt: Modeste ist auf lange Sicht keine planbare Größe mehr…wer würde aktuell und in Zukunft für den FC Tore schießen??? Ich hoffe auch daran wird bereits „seriös“ gearbeitet.

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  4. Hans Wurst sagte:

    Mit Tigges gab es bereits einen Versuch, einen jungen und talentierten Torjäger zu verpflichten.

    Modestes Transfer wurdecdamals ja abgefeiert und mit Cordoba, Modeste und Terodde hätte es bei den Gegnern eigentlich rappeln müssen.
    Allerdings war Cordoba als Stürmer gesetzt und Modeste kam damit offensichtlich nicht zurecht. Terodde hingegen ließ man auf der Bank versauern (auf wieviele Einsatzminuten ist er in 34 Spielen gekommen?).
    Aber es wurde ja noch viel besser, indem der Direktor Sport den Sturm vollständig auflöste und für 6,5 Mio. den Andersson-Invaliden verpflichtete (den Litauer lasse ich jetzt mal außen vor).
    Natürlich kann Andersson nichts für seine lange Verletzungspause, aber auch er ist für die gezahlte Ablöse in meinen Augen zu alt. Hoffen wir, dass er in den nächsten Wochen mal ein paar Tore schießt und Selbstvertrauen bekommt.

    Zur völlig unnötigen früh abgeschlossenen Gisdol-Vertragsverlängerung breiten wir lieber den Mantel des Schweigens aus – falsch verstandene Treue zum Trainer, mehr muss man wohl nicht anmerken.

    So oder so: Jakobs hat prima ausgemistet und Baumgart die Mannschaft sehr gut eigestellt. Hoffen wir auf ein Winterschnäppchen und 7 gute Spiele bis zur Halbzeit.

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    • Boom77 sagte:

      Tigges hätte aber nur ausgeliehen werden können. Wenn der BVB etwas auf ihn hält, was wohl so ist, hätte man uns auch keine Kaufoption eingeräumt. Tigges war also nie eine Option für die Zukunft nach Modeste und/oder Andersson, sondern eher ein „Notnagel“ falls die beiden tatsächlich nicht mehr aus dem Quark kommen.

      Haarspalta sieht es schon richtig. Es ist ja schön und gut, dass Modeste jetzt regelmäßig trifft. Das freut nicht nur seine Fans, sondern sicher jeden FC-Fan und damit auch seine größten Kritiker, zu denen ich auch zähle. Gleiches würde auch auf Andersson zutreffen. Kein FC-Fan und damit nicht einmal die, die ihn hartnäckig als Sportinvaliden bezeichnen oder bezeichnet haben, würden sich nicht darüber freuen, wenn Andersson ab kommenden Wochenende am laufenden Band trifft und uns 20 Tore diese Saison beschert. Aber die Frage bleibt: Was kommt nach Modeste/Andersson? So viel Zeit bleibt da nicht aufgrund deren Alters (Andersson ist bereits 30 Jahre alt und Modeste sogar schon 33). Das sind nicht die Stürmer, bei denen wir darauf bauen können, dass die uns noch 2023 oder gar später die Buden machen…. und die Zeit rast…

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      • holger7 sagte:

        Vollkommen richtig. Meines Erachtens muss der FC jetzt schon einen im Blick haben, der ab Sommer versucht, sich hinter den beiden (AM und SA) zu etablieren. Das Problem daran ist… holst du in naher Zukunft einen jungen willigen Stürmer (wen auch immer) muss der sich erstmal hinten anstellen. Die zwei spielen noch was. Wie lange? Steht nicht fest. Aber WAS fest steht, ist die Tatsache, dass z.B. Modeste ab DEM Zeitpunkt, wo dieser junge, willige Stürmer mehr Einsatzzeiten bekommt und seine eigenen Einsatzzeiten sinken, dann wieder schmollend auf der Bank sitzt. Und dann muss der Zeitpunkt kommen, an dem man Modeste sagt: Junge, entweder findest du dich mit der Rolle zurecht oder fang jetzt schon mal an, deinen Anschlussvertrag als Stürmertrainer zu starten.

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        • Micha S. sagte:

          Ist mir etwas zu übertrieben… die sind 30 und 32… nicht 50+…

          Klar muss man sich um die Nachfolge kümmern, aber warum Andersson nicht noch 2,5 Saisons spielen können(wenn er verletzungsfrei bleibt) sollte verstehe ich nicht.

          Wer weiß vielleicht steigt Bochum ab? Vielleicht verlängert jemand seinen Vertrag nicht.. wenn man Spieler mit 28+ holt sollte man aber keine Ablöse zahlen. Bei jungen Spielern kann man ja auch nicht damit rechnen das sie länger als 2Jahre bleiben(sollten sie gut sein)

          Ich sehe jetzt für die nächsten 18Monate kein Problem…

          Das ist halt der Fluch der BuLi Teams(bis auf Bayern)… funktioniert jemand sehr gut über 1-2Jahre ist er weg.

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          • Boom77 sagte:

            Modeste ist 33 und wird diese Saison noch 34. Wieviele Saisons auf Topniveau erwartest du von dem noch? 5 oder geht es doch in Richtung 10 Saisons?

          • Micha S. sagte:

            Warum das sinnlose übertreiben …? Fühlst du doch damit besser? Steht doch im Beitrag von mir drin … ich erhoffe mir von Modest noch 1,5 gute Saisons, ich erwarte garnichts…

            Es gibt aber auch noch einen Andersson der ist etwas jünger und so Gott will kann der noch 2-3 weitere gute Saisons spielen…

            Ja man sollte die Augen offen halten… nein Meiner Meinung nach droht nächste Saison keine Wiederholung einer Stürmerlosen Saison, selbst wenn nichts passiert.

            Wie gesagt 1-2 Jahre… mehr Planungssicherheit hast du bei jungen Spielern auch nicht… sind sie gut, sind sie auch nach 2 Jahren weg.

            Wenn du 5-10Jahre Planungssicherheit haben möchtest ist das der Falsche Bereich.

      • Gerd1948 sagte:

        Ja boom, hatte ich natürlich nach dir geschrieben, weil ich oft nach der Reihe antworte. Hans Wurst ist jemand, dem ich gerne antworte und du hast Recht, wer meinte Tigges wäre zu kaufen gewesen ,der irrt. Selbst wenn seine Quote in der 3. Liga unterirdisch war, er wächst noch etwas.

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    • Gerd1948 sagte:

      Heldt hat auch richtig gut gearbeitet beim Kader -Verkleinern, natürlich stößt einem diese Draufzahlerei auf, aber er hat die Leute wenigstens untergebracht. Ich hab sicher nicht gejubelt, als Modeste dann zurück kam, es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt, allerdings hab ich dann schon gehofft, dass er anstatt Cordoba spielt. Denn ihn zu verkaufen war auf jeden Fall richtig wichtig, so wie eben jetzt auch Jacobs und Bornauw. Klar, Mo und Andersson sind keine Leute, die uns noch Ablöse bringen, aber sie können allein dafür sorgen, dass wir drin bleiben, wie man jetzt sieht. Mo war wohl tatsächlich nie so richtig fit und das mit Gisdol kam dann praktisch erschwerend hinzu. Jetzt müssen wir sehen ,dass wir bis Mitte 2023 den Stürmer finden, der uns das auch garantiert, was die beiden dieses und letztes Jahr gemacht haben, auch wenns bei Andersson erst in der Reli war, besser spät als nie.

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      • Micha S. sagte:

        Da haben wir grundsätzlich unterschiedliche Ansichten…

        Der ganze Akt( Córdoba Verkauf) klingt wie ein Guy Ritchie Film wo jemand komplett abgezogen wird.

        Also Heldt fährt mit Córdoba nach Berlin…verkauft Córdoba für 14-15Mio, muss aber Duda für ~7mio kaufen weil sonst der Deal nicht läuft… also geht er von der Herta weg, mit 7-8Mio. In der Tasche und einen passablen Spieler für eine Position wo kein so großer Bedarf war… beim raus fahren wird er von Union angehalten und die führen ihm dann Andersson vor, gutgläubig lässt er dann den Koffer dort stehen und kommt dann mit einem Duda(einem Spieler den man so nicht gebraucht hätte) und einem Andersson( dessen Gesundheit zumindest fragwürdig war) zurück nach Köln.

        Die lachen sich bestimmt noch heute bei jedem Stammtisch darüber krum. Mich würde auch nicht wundern wenn sie seine Unterhose auch noch hätten.

        Und dann kommt er auf die Idee, Terodde auszuzahlen!!! Und einen finnischen 2/3. Liga Kicker als Back up zu verpflichten… und als ihm all das um die Ohren fliegt leiht er sich in der Winterpause Dennis aus(wieder ein Spieler dessen Einstellung schon von vornherein zumindest leicht fragwürdig ist).

        Kann man sich selbst nicht ausdenken…

        Klar die Lage war schwer(definitiv), aber Heldt damit total überfordert.

        Was ist denn jetzt 4 Monate später noch übrig von ihm? Eine gute Uth leihe in der 1. Saison, eine mittelmäßige mit Wolf in der 2. … Werte hat er selbst 0 geschaffen, unnötig mit Gisdol verlängert(und das nach der damaligen Rückrunde)… selbst Ljubicic geht ja eher aufs scouting und Fink war damals sein 1A Trainerwunsch.

        Es ist doch bezeichnend wenn ein Teilzeit Sportdirektor aktuell bessere Arbeit leistet als er damals.

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        • Gerd1948 sagte:

          Da sind wir tatsächlich weiter geteilter Meinung. Ich würd von meiner Meinung sicher noch Abstriche machen aber welche Voraussetzungen hatte er, oder besser gesagt welche Time Challenge? Ich hasse Amerikanisierung. Er musste erst mal alles schle
          cht oder recht verhökern, auf gut Deutsch gesagt. Mit erheblichen Einbußen, die wir so bisher nicht gekannt haben. Dass dann vllt der Weg in Berlin auch mal von West nach Ost geht spart klar Zeit und Fahrtkosten…Spaß beiseite, wer sind wir denn gewesen? Doch der, der plötzlich 15 Millionen hatte, die reinvestiert werden mussten. Das weiß doch auch jeder Verkäufer?! Jakobs macht gute unaufgeregte Arbeit, aber jeder hat sein Naturell und heuer schreiben wir 2021 und nicht mehr die Nachwehen der Jahre 2018/2019

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          • Micha S. sagte:

            Man muss auch nicht immer und überall zusammen kommen

            Von einem Heldt, also einen erfahrenen GS mit einem Mio. Gehalt erwarte ich einfach mehr als Business as usual…

            Klar die Lage war schwer, ich fand ihn in den ersten halben Saison sogar gut… er hat dann nur mit Coronabeginn so absolut garnichts mehr hinbekommen.

            Ja da erwarte ich kreative gute Transfers/leihen wie sie zb. Bobic in Frankfurt getätigt hat … verschenken und Abfindungen zahlen kann jeder… auch für ne geringere Gage… bankdrücker aus der BuLi leihen ist jetzt auch nicht die hohe Kunst in meinen Augen. Högers Vertrag ist ja auch ausgelaufen … sei mir nicht böse… das hätte ich auch hinbekommen… Terodde auszahlen und verschenken… hätte ich mir auch zugetraut…

            Wenn man schon knapp bei Kasse ist… eine Pandemie herrscht, dann kauft man keinen Liminos, verlängert nicht unnötig Trainerverträge, zahlt keine Spitzengehälter an Andersson mit hoher Ablöse sowie 0 Marktsteigerungspotenzial…

            Das ist einfach schlecht, sein Netzwerk besteht ja quasi auch nur aus Mittag essen mit Struth(jaja übertrieben ).

            Das seine Arbeit letztes Jahr nicht in der 2. BuLi endete versteht wahrscheinlich bis heute keiner.

  5. Norbert Furmanek sagte:

    Toll gemacht Marc . Du stellst eine Frage und beantwortest sie dann am Schluß noch selbst . Dafür sind WIR doch da ! Aber zur Sache . Was die Verantwortlichen da für einen Vertrag gemacht haben ist schon scrude . Warum nicht 2 oder 3 Jahre mit einjähriger Verlängerung ? So ein hohes Risiko einzugehen ? Schön das es funktioniert ……….aber ?

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