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Schlüsselspiel Bremen: Schwarze Serie beenden, Vereinsrekord aufstellen


Es ist eine Riesenchance, die sich den Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln am Freitagabend bietet: Im Schatten des Weserstadions tritt der Aufsteiger beim SV Werder Bremen an und kann mit einem Sieg beim punktgleichen Tabellennachbarn den Vorsprung auf die Abstiegszone weiter vergrößern. Es wären zugleich das Ende einer schwarzen Kölner Serie und ein neuer Vereinsrekord.

Köln – 2:6, 2:2, 0:7, 0:2. Das sind die Ergebnisse der bisherigen Duelle gegen Werder Bremen aus Sicht des 1. FC Köln. Die Zahlen lesen sich gruslig, noch nie ist dem FC in der Bundesliga ein Sieg gegen die Hanseaten gelungen. Zur Wahrheit gehört jedoch auch: Das letzte Aufeinandertreffen liegt bereits dreieinhalb Jahre zurück.

Seither ist am Geißbockheim viel passiert. Das lässt sich auch gut daran erkennen, dass die FC-Frauen mit einem Dreier an der Weser einen neuen Vereinsrekord aufstellen könnten. Noch nie zuvor in der – zugegeben jungen – Bundesliga-Geschichte des Vereins hätte der FC so früh in der Saison eine zweistellige Punktzahl auf der Habenseite wie in dieser Saison.

Wir werden Geduld haben müssen

Selbst ein Heimsieg gegen Sand zwei Wochen später würde immer noch für diesen Rekord reichen. Doch die Kölnerinnen wollen die Chance schon am Freitagabend beim Schopfe packen, die schwarze Serie gegen Werder beenden und den Vereinsrekord aufstellen. Und das alles vor Live-Publikum bei Eurosport, wo die Partie im Fernsehen – neben MagentaSport im Internet – live übertragen wird.

Aktuell liegen beide Mannschaften mit jeweils sieben Punkten gleichauf, der FC besitzt das bessere Torverhältnis. Beide Teams können mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen. Entsprechend umkämpft dürfte die Partie werden. „Wir werden Geduld haben müssen“, glaubt FC-Trainer Sascha Glass. „Bremen ist unangenehm zu bespielen, sie stehen sehr kompakt.“

Personalsituation bleibt angespannt

Dennoch will Glass mit seinem Team mutig anlaufen und Bremen pressen, dem Gegner auch auswärts das eigene Spiel aufzwingen. Zugleich forderte der Coach: „Wir dürfen uns nicht ausschließlich auf unsere spielerischen Fähigkeiten verlassen, sondern müssen den Kampf annehmen.“

Im Vergleich zur Potsdam-Niederlage am Sonntag entspannt sich die Personalsituation beim FC nur langsam. Am Mittwoch sammelte Glass 13 Feldspielerinnen im Training um sich plus Mandy Islacker und Sharon Beck, die noch nicht den gesamten Umfang der Einheit mitmachten. Die Chancen stehen aber gut, dass das erfahrene Duo am Freitag in den Kader zurückkehren wird.

Fünf Nationalspielerinnen unterwegs

Nach dem anstrengenden Leverkusen-Derby war den Kölnerinnen gegen Potsdam am Spielende die Puste ausgegangen. In dieser Woche genossen die Spielerinnen nach einem Krafttraining am Montagmorgen bis zur nächsten Einheit am Mittwochnachmittag auf dem Rasen rund 48 Stunden Pause. „Das hat uns gutgetan“, glaubt Glass.

In Bremen können die Kölnerinnen noch einmal alles investieren, steht danach doch ein weiteres Länderspiel-Wochenende an. Für den FC wird das gewohnte Quintett aus Rachel Rinast (Schweiz), Amber Barrett (Irland), Weronika Zawistowska und Adriana Achcinska (beide Polen) sowie Sharon Beck (Israel) unterwegs sein.

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