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Sieben Monate nach Gisdol-Aus: Baumgart will Mainz stürzen


Der 1. FC Köln will endlich wieder einen Sieg einfahren. Nach zwei Unentschieden und zwei Niederlagen zwischen den beiden Länderspielpausen hoffen die Geißböcke, die Ergebnisse vor Weihnachten in die richtige Richtung lenken zu können. Schon gegen Mainz will Steffen Baumgart sehen, dass sich seine Mannschaft endlich wieder für die guten Leistungen belohnt. Gegen starke 05er keine leichte Aufgabe – doch vielleicht hilft ein Rückkehrer. 

Köln – Was wäre wohl passiert, hätte der 1. FC Köln vor rund sieben Monaten seine 2:1-Führung am 28. Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 nicht verspielt? Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob die Geißböcke trotzdem an Markus Gisdol festgehalten und letztlich mit dem Trainer den Klassenerhalt geschafft hätten. Am Ende bedeutete die Last-Minute-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten das Aus für Gisdol und den Anfang einer Wende zur Rettung für den 1. FC Köln.

Dann verspreche ich euch, kippen die Ergebnisse

Was danach passierte, ist bekannt. Der FC installierte Friedhelm Funkel, schaffte über die Relegation die Rettung und präsentierte mit Steffen Baumgart den heutigen Trainer, der für den FC in den vergangenen Wochen vieles ins Positive gewendet hat. Inzwischen ist die anfängliche Euphorie zwar etwas abgeebbt, doch mit 14 Punkten aus elf Spielen stehen die Geißböcke noch immer komfortabel da, und es erscheint fraglos, dass Baumgarts Erfolg auch eine Folge der Vorarbeit Funkels ist, der die Rettung vor allem deshalb schaffte, weil er die Mannschaft wieder zu einer Einheit zusammenbrachte.

Nichtsdestotrotz warten die Geißböcke nun schon seit vier Spielen auf einen Sieg. An der Überzeugung des eingeschlagenen Weges ändern aber auch die zuletzt ausgebliebenen Siege nichts.  Nach der unverdienten Niederlage in Dortmund versuchte Baumgart dies auch seinen enttäuschten Spielern zu vermitteln. „Es geht einfach nur um den nächsten Schritt“, hörte man den Trainer in der 24/7 FC-Doku bei seiner abschließenden Kabinen-Ansprache sagen. „Wenn wir den machen, dann verspreche ich euch, kippen die Ergebnisse irgendwann in unsere Richtung. Dann spielen wir nicht mehr Unentschieden, sondern ziehen das Ding durch. Und dann verlieren wir nicht, sondern spielen Unentschieden. Nur so kann der Weg sein, wenn wir so weiter spielen.“

Baumgart wünscht sich Belohnung für die Leistung

In welche Richtung das darauffolgende Spiel gegen Union Berlin gekippt war, welches der FC ohne den späten Ausgleich von Anthony Modeste zwar verloren hätte, mit Kainz‘ Großchance aber auch noch hätte gewinnen können, ist sicherlich diskutabel. Doch gleichzeitig zeigte sich Baumgart auch nach der Länderspielpause weiter zufrieden mit seiner Elf:  „Das alles Entscheidende ist die Leistung. Und die stimmt. Wir sind immer noch auf einem positiven Weg nach oben, wenn wir die Spiele anschauen. Wir schaffen es halt immer noch nicht, uns zu 100 Prozent zu belohnen“, sagte der Trainer während der Trainingswoche vor dem Auswärtsspiel in Mainz.

Nach den insgesamt fünf Unentschieden (kein Team hat mehr) sollen in den verbleibenden sechs Spielen bis Weihnachten endlich wieder Siege dazu kommen, um das Punktekonto bis zur kurzen Winterpause weiter zu füllen. Ein Punkteziel hat sich Baumgart bis zum Jahreswechsel zwar nicht gesetzt. Die 20 Punkte zu überschreiten, muss jedoch das anvisierte Ziel sein. „Es geht jetzt darum, nicht nur den einen oder anderen Punkt zu holen, sondern wieder Siege einzufahren. Das ist das nächste Ziel“, erklärte Baumgart.

50 Punkte: Svensson hat Mainz verwandelt

Der letzte Bundesliga-Sieg liegt nun schon sieben Wochen zurück, das 3:1 zuhause gegen Fürth. Es war gleichzeitig das letzte Spiel von Ellyes Skhiri, der dabei sogar zwei Tore erzielen konnte. Nun könnte pünktlich zum Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 am Sonntag das Comeback des Tunesiers anstehen. Der Spieler jedenfalls fühlt sich bereit (mehr dazu hier). Seine Mithilfe würde den Geißböcken fraglos gut tun, denn die Rheinhessen zählen unter Trainer Bo Svensson zu den Überfliegern der Liga im Kalenderjahr 2021.

Im letzten Jahr nach der Hinrunde noch abgeschrieben, führte der Däne die Mainzer mit einem sensationellen Lauf noch zum souveränen Klassenerhalt und mischt nun in dieser Saison im oberen Tabellendrittel mit. In den 31 Bundesliga-Partien, die Svensson inzwischen bei den 05ern an der Seitenlinie gecoacht hat, fuhren die Mainzer starke 14 Siege, acht Unentschieden und nur neun Niederlagen ein. Das macht immerhin 50 Punkte und würde immer für einen Platz in der oberen Tabellenhälfte reichen.

Eine der stabilsten und besten Mannschaften

„Mainz ist seit dem Trainerwechsel eine der stabilsten und besten Mannschaften, die wir haben“, lobte auch Baumgart die Arbeit seines Trainerkollegen – und will die Mainzer dennoch stürzen, nachdem diese im letzten Duell gegen die Geißböcke den damaligen Trainer gestürzt hatten. „Auf uns kommt eine Mannschaft zu, die sehr gut verteidigen kann und zwei Stürmer hat, die gut Feuer machen können.“ Davon werden sich die Geißböcke nicht beeindrucken lassen dürfen. Denn die Zielsetzung ist klar: Endlich soll der lang ersehnte erste Auswärtssieg der Saison eingefahren werden.

6 Kommentare
  1. Martin Duda sagte:

    Viel wichtiger ist doch:
    Warum hat Baumgart die Dekororation in seinem Gesicht verändert?
    Hat es ihm nicht mehr gefallen?
    Wurde er dazu genötigt?
    Wenn ja, von wem?
    Hat er eine Wette verloren?
    Verfangen sich so weniger Viren?
    Ist es ein versteckter Hinweis auf den immer glatten Gisdol?
    Karneval?
    Ach, das lässt mir einfach keine Ruhe mehr. Das muß dringlichst noch vor dem Spiel geklärt werden.
    Oder hat jemand von euch Insiderwissen? Kalla vielleicht?
    Ich halte es nicht mehr aus. Warum wird so einem äußert wichtigen Detail einfach keine Beachtung geschenkt?
    Oder ist es eventuell Absicht?
    Eine Verschwörung?
    Fragen über Fragen…..

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