Timo Hübers in Stuttgart. (Foto: IMAGO / Baumann)

Timo Hübers in Stuttgart. (Foto: IMAGO / Baumann)

FC gegen VfB: Das Duell um Punkte – und um Wehrle

Am Sonntag treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in eine ähnliche Richtung wollen, ähnliche Probleme haben und nicht nur auf dem Rasen, sondern auch am Verhandlungstisch um Punktsiege kämpfen werden. Der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart arbeiten daran, sich wieder attraktiv und erfolgreich für die Zukunft aufzustellen. Dabei geht es auch darum, wer das bessere Personal hat – auf und neben dem Rasen.

Köln – Der VfB Stuttgart war in der vergangenen Saison eines der aufregendsten Projekte der Bundesliga. Mit Sportchef Sven Mislintat, mit dem unverbrauchten Trainer Pellegrino Matarazzo sowie mit zahlreichen Shootingstars wie Sasa Kalajdzic, Silas Katompa Mvumpa, Borna Sosa oder Gregor Kobel. Die Schwaben begeisterten die Bundesliga.

In dieser Saison sind es bislang andere Mannschaften, die diese Rolle übernommen haben – der SC Freiburg, der 1. FSV Mainz 05, aber auch der 1. FC Köln mit Steffen Baumgart. Während die Breisgauer mitunter schon in Richtung Champions League und die Rheinhessen in Richtung Europa League geschrieben werden, liegen die Domstädter in ihrem Schatten nur vier respektive zwei Punkte hinter den beiden Überraschungsteams der Saison. Der FC unter Baumgart – aktuell gehören die Geißböcke zu den aufregendsten Projekten der Liga.

Die Parallelen zwischen FC und VfB

Stuttgart dagegen hat Probleme, die vor allem in den Personalsorgen gegründet sind. Aber auch finanzielle Sorgen drücken erheblich aufs schwäbische Gemüt. Von Notverkäufen ist die Rede bei weiteren Geisterspielen, das „Projekt“ sei in Gefahr, mahnte Mislintat. Und dann wäre da noch die Suche nach neuem Führungspersonal.

Womit man bei den Parallelen und der Verbindung zum 1. FC Köln angekommen wäre. Neben den auch in Köln bekannten, aber nicht so schwer wiegenden Personalsorgen (ohne Skhiri, Ljubicic und T. Horn) plagen die Geißböcke ebenfalls große finanzielle Sorgen. Die Notverkäufe, die nicht so benannt wurden, gab es bereits im Sommer (Bornauw, Jakobs), weitere könnten folgen (Skhiri), insbesondere bei weiteren drastischen Einschränkungen im Ticketverkauf. Und dann wäre da noch die Veränderung im Führungspersonal.

Baumgart bedauert Wehrle-Entscheidung

Das Spiel am Sonntag kann nicht betrachtet werden, ohne auf die beiden Delegationen der Vereinsbosse zu achten. Präsident Werner Wolf und Präsident Claus Vogt – sie werden es womöglich untereinander ausmachen, wie es mit Alexander Wehrle weitergeht. Dieser hat offenbar inzwischen das Rennen beim VfB gemacht, zumindest sollen sich die Schwaben auf den FC-Geschäftsführer als potentiellen Vorstandsvorsitzenden geeinigt haben. Nun müssen sich nur noch die Klubs sowie Wehrle mit den beiden Klubs einigen.

Inzwischen rechnet auch Steffen Baumgart mit einem Abgang des Geschäftsführers. „Es hört sich schon so an, als ob er schon weg wäre“, sagte der FC-Trainer am Freitag. „Er hat eine freie Entscheidung getroffen. Ich halte das persönlich für schade, aber so ist das Geschäft. Ich freue mich auf die letzten Monate mit Alex.“ Wenngleich der FC Wehrle an den VfB verlieren dürfte – Baumgart hat es mit seiner Mannschaft in der Hand, zumindest auf dem Rasen für den Punktsieg zu sorgen. Er wäre für die Geißböcke von immenser Bedeutung – und würde dem Projekt FC weiteren Schwung geben, während er dem Projekt VfB einen weiteren Dämpfer verpassen würde.

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