Rafael Czichos am Mittwoch im Training. (Foto: Bucco)

Rafael Czichos am Mittwoch im Training. (Foto: Bucco)

Rafael Czichos: Vom Umgang mit eigenen Fehlern

Rafael Czichos ist Kritik beim 1. FC Köln gewohnt. Seit seinem Wechsel nach Köln im Sommer 2018 war der Innenverteidiger unter jedem Trainer Stammspieler, ist inzwischen Vizekapitän – und gehört dennoch zu jeden Spielern im Kader, die mit am kritischsten beäugt werden. Vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld sprach der 31-Jährige unter anderem über seinen Umgang mit Fehlern und seine Zukunft. 

Köln – Wenn der 1. FC Köln am 19. Dezember die Hinrunde gegen den VfB Stuttgart beendet, könnte für Rafael Czichos ein Meilenstein erreicht sein: Sollte der Innenverteidiger die bis dahin ausstehenden Spiele allesamt bestreiten, hätte er für keinen anderen Verein mehr Spiele gemacht als für den FC. Dann nämlich hätte der 31-Jährige in den letzten dreieinhalb Jahren 111 Pflichtspiele im FC-Dress absolviert – genauso viele wie für Holstein Kiel. Im neuen Jahr könnte der FC in seiner Reihe an Vereinen dann zur alleinigen Nummer eins aufsteigen.

Kaum ein anderer Feldspieler der Geißböcke kommt seit 2018 auf eine ähnliche Bilanz an Pflichtspielen. Egal ob unter Markus Anfang, Achim Beierlorzer, Markus Gisdol oder Steffen Baumgart: Ist Czichos fit, spielt er auch. Für Außenstehende ist diese Entscheidung in den letzten Jahren nicht immer ganz nachvollziehbar gewesen, war der Abwehrspieler hin und wieder doch für den ein oder anderen individuellen Aussetzer gut. Zuletzt wurde die Kritik an Czichos nach dem 2:2 gegen Union Berlin wieder lauter, als er das zweite Gegentor mit einem Fehlpass eingeleitet hatte.

Das beeinflusst mich auch in gewisser Weise

Von Baumgart erhält der in Saudi-Arabien geborene Linksfuß jedoch die volle Rückendeckung. „Ich hab ein sehr gutes Verhältnis zum Trainer, wir gehen offen und und ehrlich miteinander um“, erzählte Czichos am Mittwoch nach der Trainingseinheit und berichtete auch von dem Feedback nach dem Union-Spiel: „Da hat er mir gut zugeredet und gesagt: Rafa, du hast 115 Ballkontakte gehabt, wenn einer davon schief geht, passiert das.“ Natürlich sei Czichos dabei auch nicht zufrieden mit sich selbst gewesen, wie er erklärte. „Wenn ich sage, ich bin nach Hause gegangen und war glücklich über den Punkt und die Leistung, stimmt das natürlich nicht. Klar nimmt mich das auch mit und beeinflusst mich auch in gewisser Weise. Aber spätestes eine Woche später muss das dann vorbei sein. In meinem Alter und nach dreieinhalb Jahren in Köln haut mich das nicht so schnell um“, gab der Innenverteidiger zu Protokoll.

Gegen Mainz und Gladbach konnte sich Czichos schließlich auch wieder am eigenen Schopfe aus dem Tief befreien. In beiden Spielen sorgte der Vizekapitän für die nötige Stabilität und hatte sowohl den starken Mainzer Angriff mit Burkhardt und Onisiwo, sowie die Gladbacher Offensive um Pléa und Hofmann gut unter Kontrolle. „Ich versuche mein Spiel zu spielen. Das habe ich die letzten beide Spiele glaube ich ganz gut hinbekommen. Deswegen fahre ich mit Selbstvertrauen nach Bielefeld und hoffe, dass mich der Trainer wieder aufstellt und ich das dann fortsetzen kann“, blickte Czichos auf das kommende Auswärtsspiel, bei dem er eine „Mannschaft, die über den ganzen Platz ein defensives denken hat und sehr aggressiv gegen den Ball arbeitet“, erwartet.

Noch keine Tendenz in Sachen Vertragsverlängerung

Im nächsten Sommer läuft der Vertrag von Rafael Czichos beim 1. FC Köln aus. Bislang gebe es jedoch noch keine Tendenz, ob der Innenverteidiger auch darüber hinaus beim FC bleibt oder nicht. Zunächst einmal liegt ohnehin der Fokus auf den letzten vier Pflichtspielen des Kalenderjahres. Geht es nach Czichos, ist das Ziel dabei klar: „Vier Spiele haben wir noch, zwölf Punkte gibt es noch. Die wollen wir alle holen.“ Dafür muss am Samstag jedoch erst einmal der erste Auswärtssieg der Saison eingefahren werden. Damit dies in Bielefeld gelingt, könnte es auch helfen, zum ersten Mal in dieser Bundesligaspielzeit ohne Gegentor zu bleiben. „Als Verteidiger ist es natürlich immer ein Ziel für mich, zu Null zu spielen. Das haben wir dieses Jahr in der Liga noch nicht geschafft und ich hoffe, dass wir das jetzt hinkriegen.“

 

 

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