Der 1. FC Köln gewinnt im Pokal in Stuttgart. (Foto: IMAGO / Eigner)

Der 1. FC Köln gewinnt im Pokal in Stuttgart. (Foto: IMAGO / Eigner)

Warum dieses Spiel mehr ist als der Hinrunden-Abschluss

Mit welchem Gefühl geht der 1. FC Köln am Sonntagabend in die kurze Winterpause? Generell dürfte dieses positiv ausfallen, unabhängig der 90 Minuten zum Hinrunden-Abschluss gegen den VfB Stuttgart. Doch das Heimspiel gegen die Schwaben wird für die Geißböcke noch einmal zu einem besonderen Test.

Köln – Mit 22 Punkten nach 16 Spielen liegt der 1. FC Köln im Soll. Zwar hätte man sich am Geißbockheim in dem einen oder anderen Spiel einen Sieg statt ein Unentschieden oder ein Unentschieden statt einer Niederlage gewünscht. Doch Union Berlin dürfte es umgekehrt nach dem 2:2 in Köln ähnlich ergangen sein, nachdem Anthony Modeste ihnen den sicher geglaubten Sieg kurz vor Schluss noch mit dem Ausgleich entrissen hatte.

Der FC steht also unter dem Strich genau da, wo er nach den bisher gezeigten Leistungen hingehört. Ins halbwegs gesicherte Mittelfeld mit Anschluss nach oben. Zur Wahrheit der Tabelle gehört aber auch: den Anschluss nach unten gibt es ebenso. Und so gesichert ist dieses Mittelfeld keineswegs, weil die Bundesliga so ausgeglichen wie seit Jahren nicht mehr ist. Und genau deshalb ist dieses Spiel am Sonntag so viel mehr als nur der Abschluss der Hinrunde.

Weihnachten mit 22, 23 oder 25 Punkten?

Schon nach dem Sieg beim VfL Wolfsburg hatten die FC-Verantwortlichen aufgeatmet. 22 statt 19 Punkten lasen sich plötzlich so viel besser. Endlich hatte der FC die magische 20-Punkte-Grenze überschritten, die als Meilenstein zum Ziel von über 40 Punkten gelten. Doch weil es so eng zu geht, könnte es in dieser Saison das erste Mal seit 2017 wieder nötig sein, tatsächlich bis zu 40 Punkte zu holen, um den Klassenerhalt sichern zu können. Damals hatten die Wölfe mit 37 Punkten die Relegation bestreiten müssen.

Daher würde es am Sonntag nach dem Schlusspfiff in Müngersdorf durchaus einen großen Unterschied machen, ob der 1. FC Köln mit 22, 23 oder 25 Punkte in die Winterpause gehen würde. Das Gefühl des Sieges würde auch ein Gefühl der Sicherheit geben, weil gleichzeitig der VfB Stuttgart mit aktuell 17 Punkten weiter distanziert worden wäre. Der FC könnte also zum Abschluss der Hinrunde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und nach dem Fast-Abstieg im Mai nur sieben Monate später immerhin acht Punkte zwischen sich und den Relegationsplatz legen.

Als die Geißböcke zuletzt eine ähnliche Chance hatten, sich richtig von unten abzusetzen – nach dem Derbysieg gegen Mönchengladbach mit den Spielen gegen Bielefeld und Augsburg vor der Brust – konnte der FC diese Chance nicht nutzen und holte nur einen Punkt aus den beiden Spielen gegen die Kellerkinder. Nun also die nächste Chance. “In Köln geht nichts ohne Druck, und der Druck war auch zu spüren”, sagte Baumgart nun. Er meinte den Druck vor dem Wolfsburg-Spiel. Dieser ist jetzt – zumindest gefühlt – etwas raus. Doch gegen Stuttgart besteht er noch einmal. Denn 25 Punkte sind eben doch besser als 22. Deutlich besser.

So könnte der FC spielen: Schwäbe – Schmitz, Hübers, Czichos, Hector – Özcan – Thielmann, Schaub – Duda – Uth, Modeste

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