Das Derby gegen Gladbach war zunächst das letzte Spiel vor 50.000 Zuschauern. (Foto: Bucco)

Das Derby gegen Gladbach war zunächst das letzte Spiel vor 50.000 Zuschauern. (Foto: Bucco)

„Wie gefährlich sind wir wirklich?“ Derby war kein Pandemietreiber

Der 1. FC Köln muss am Freitagabend gegen den FC Augsburg auf über zwei Drittel seiner Zuschauer verzichten. Nach dem deutschlandweit viel kritisierten Derby vor 50.000 Fans hat die Politik die Auslastung der Stadien begrenzt. Dabei habe es nach dem Spiel gegen Gladbach keinen einzigen bestätigten Corona-Fall gegeben. 

Köln – Einige Dauerkarten-Inhaber des 1. FC Köln werden am Freitag in die Röhre gucken. Denn für rund 25.000 Ticket-Besitzer stehen am Freitagabend gegen den FC Augsburg nur 15.000 zur Verfügung. Am Dienstag schalteten die Geißböcke ihr Buchungssystem nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ frei. Zuvor gekaufte Tickets haben derweil bereits vor einer Woche ihre Gültigkeit verloren. Viele tausende Fans werden das Spiel also vor dem Fernseher verfolgen müssen, statt ihre Mannschaft im Stadion anzufeuern.

Kein Corona-Fall nach Derby

„Es ist besser als nichts. Ich bin nicht glücklich über diese Situation, aber wenn es die Menschen schützt, müssen wir damit umgehen“, hatte bereits Ondrej Duda am Dienstag über die Begrenzung der Zuschauerkapazität gesagt. Auch Steffen Baumgart erklärte am Mittwoch: „Wir freuen uns, dass es 15.000 sind.“ Gleichzeitig wollte der Trainer aber den Vorwurf von sich weisen, dass das deutschlandweit an den Pranger gestellte Derby vor zwei Wochen mit 50.000 Zuschauern ein Pandemie-Treiber gewesen sei. „Ich kann noch einmal bestätigen, dass wir nach dem Derby gegen Gladbach nicht einen bestätigten Corona-Fall hatten. Das sollten wir deutlich machen und über Zahlen reden. Wie gefährlich sind wir wirklich?“, stellte Baumgart in den Raum. Schließlich wurden die zuletzt stark steigenden Infektionszahlen in Köln auch an dem ausverkauften Derby festgemacht.

Das Kölner Publikum ist so emotional

Ob sich letztlich tatsächlich keiner der im Stadion anwesenden Zuschauer mit dem Coronavirus infiziert hat oder entsprechende Ansteckungen lediglich nicht gemeldet wurden, lässt sich freilich nur schwer überprüfen. Fest steht jedoch: Eine große Massen-Infektion ist beim Derby ausgeblieben. Glücklich ist Baumgart daher nicht, dass das Spiel gegen Gladbach vorerst wieder das letzte vor 50.000 Zuschauern gewesen sein wird. „Die Politik hat diese Entscheidung getroffen, mit der wir leben müssen – aber nicht leben wollen.“ Trotzdem werde seine Mannschaft am Freitag alles daran setzen, die Punkte gegen den FC Augsburg in Müngersdorf zu behalten. „Ob wir mit 5.000, 15.000 oder 50.000 spielen: Wir wollen das Feuer auf den Platz bringen.“ Trotz einem lediglich zu einem Drittel gefüllten Stadion und dem Fehlen der Stehplätze erwartet Steffen Baumgart dabei lautstarke Unterstützung der Fans. „Das Kölner Publikum ist so heiß und so emotional, da ist auch mit 15.000 was los. Entscheidend ist, dass wir unsere Leistung bringen. Dann werden uns die Zuschauer schon nach vorne peitschen.“

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