Hier noch gemeinsam im Training: Luca Kilian und Rafael Czichos. (Foto: Bucco)

Hier noch gemeinsam im Training: Luca Kilian und Rafael Czichos. (Foto: Bucco)

Jetzt mehr Verantwortung: Kilian von Czichos-Wechsel überrascht

 

Köln – 14 von 15 möglichen Spielen hat Luca Kilian in dieser Saison für den 1. FC Köln bestritten und die Chancen stehen gut, dass bis zu seinem offiziellen Leih-Ende im Sommer noch eine Vielzahl an Partien hinzukommen wird. Denn durch den Wechsel von Rafael Czichos hat sich die Einsatz-Wahrscheinlichkeit für dem Innenverteidiger noch einmal deutlich erhöht.

Freude kam bei dem 22-Jährigen deshalb aber nicht auf. Im Gegenteil: Statt eines Konkurrenten hat Kilian mit Czichos einen wirklich guten Freund beim FC verloren, wie er am Mittwoch nach der Trainingseinheit erklärte. Dabei sei der Abwehrspieler, der im Sommer aus Mainz ans Geißbockheim gewechselt war, von Czichos‘ Wechsel überrascht worden: „Rafa hat in der Kabine gestanden und da war es mehr oder weniger schon fix“, erzählte Kilian. „Ich war regelrecht erschüttert, weil ich ihm persönlich sehr nahe gestanden habe und wir uns sehr gut verstanden haben. Das war dann natürlich erstmal ein Schlag.“

Aus einem Quartett ist durch den Czichos-Abgang in der Innenverteidigung nun also erstmal ein Trio geworden. Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen glauben darf, wird sich das bis zum Saisonende womöglich auch nicht mehr ändern. Trotzdem ist Kilian optimistisch, was das Leistungsniveau der eigenen Abwehr angeht: „Es ist immer krass, wenn ein Führungsspieler geht. Natürlich ist das ein Verlust, aber wir werden das so gut es geht auffangen“, sagt der Innenverteidiger und ist überzeugt: „Dafür haben wir das Potential. Die Jungs und ich werden dafür alles geben.“

Dass ohne Czichos nun kein Linksfuß mehr in der Innenverteidigung zur Verfügung steht, sieht der ehemalige Mainzer dabei nicht so problematisch. „Timo und ich haben schon mal zusammengespielt, Jorge und Timo auch. In diesen Spielen mit zwei Rechtsfüßen haben wir das auch ganz gut hingekriegt.“ Welches Duo nun aber jedoch am Sonntag beim Rückrundenstart gegen die Hertha auflaufen wird, ist aktuell noch offen. „Jeder versucht jetzt seine Chance zu nutzen und sich bestmöglich zu präsentieren“, weiß auch Kilian noch nicht, ob er in Berlin sein überhaupt erstes Spiel gegen die Hertha bestreiten wird, oder wie bei den zwei Siegen vor Weihnachten maximal als Joker zum Einsatz kommen wird.

Neben dem sportlichen Faktor werden die Kölner Czichos jedoch auch als Führungspersönlichkeit neben und auf dem Platz ersetzen müssen. Der Vizekapitän ging stets voran und hatte mit seinem Wort Gewicht in der Kabine. Nun liegt es an den jüngeren Spielern, in diese Rolle hineinzuwachsen. Das weiß auch Kilian: „In meiner Entwicklung möchte ich da weiter herankommen und als nächsten Schritt mehr Verantwortung übernehmen – auf meine Art und Weise.“ Kilian gilt dabei nicht als Lautsprecher, ist vielmehr von Natur aus ein ruhiger Zeitgenosse. Doch auch mit dieser Charaktereigenschaft kann ein Spieler Verantwortung übernehmen, das beste Beispiel dafür ist Kapitän Jonas Hector.

Die erste Bewährungsprobe ohne Czichos hat die Mannschaft dabei am Sonntag gegen die Hertha. Den Schwung während der dreiwöchigen Pause hätten die Geißböcke nach zwei Siegen in Folge in jedem Fall über die Feiertage nicht verloren, berichtete der gebürtige Wittener, der die freie Zeit mit seiner Familie verbracht hatte. „Wir haben nicht lange gebraucht, um wieder reinzukommen, sondern waren direkt auf Temperatur.“ Mit einem perfekten Start in das Jahr will der FC diese am Sonntag auch im Olympiastadion auf den Rasen bringen.

 

 

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