Der 1. FC Köln ist im DFB-Pokal ausgeschieden. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln ist im DFB-Pokal ausgeschieden. (Foto: Bucco)

Unglücksrabe Kainz: “Natürlich wird die Nacht nicht schön werden”

Der 1. FC Köln ist im Elfmeterschießen gegen den Hamburger SV ausgeschieden. Grund für das verlorene Spiel war jedoch nicht ein verschossener Elfmeter, sondern ein doppelter Ballkontakt von Florian Kainz beim entscheidenden Schuss. Die Stimmen zum Spiel.

Aus Müngersdorf berichtet Sonja Eich

Benno Schmitz

“Ich hab den Elfmeter noch nicht im Fernsehen gesehen. Der Schiedsrichter hat gesagt, dass es gecheckt wurde und es zwei Kontakte waren. Dann wird der Elfmeter wohl nicht wiederholt. Die Situation kommt sehr selten vor. Deshalb ist es bitter. Wir wollten unbedingt weiter kommen. Wir hatten viele Chancen und haben das Tor nicht gemacht in der regulären Spielzeit. Dann bekommen wir direkt das Gegentor, haben aber nicht aufgegeben und sind verdient ins Elfmeterschießen gekommen. Aber irgendwie hat es dann doch nicht sollen sein.”

Florian Kainz

“Ich hatte schon ein ungutes Gefühl. Ich habe gemerkt, wie ich weggerutscht bin. Wie der Ball dann reingegangen ist, sah auch komisch aus. Der Schiedsrichter hat mir gleich gesagt, dass es gecheckt worden ist. Für mich persönlich ist es eine schwierige Geschichte, aber ich werde damit umgehen können. Es ist sehr bitter für die Mannschaft, dass wir uns für den Aufwand nicht belohnt haben. Wir haben nie aufgesteckt und zum Schluss den Ausgleich gemacht. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken, aber natürlich wird die Nacht nicht schön werden.”

Jonas Hector

“Wir haben es nicht mehr gut geschafft, Druck auszuüben und die Ballgewinne höher zu machen. Der HSV hat es gut gemacht und uns auch früh unter Druck gesetzt. Es war taktisch ein ähnliches Spiel. Dann hat man sich ein bisschen neutralisiert. Die sechs Wechsel waren nicht zu viel Risiko, wir hatten genug Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Wir sind über 120 Minuten gegangen und haben im Elfmeterschießen leider nicht gewonnen.”

Marvin Schwäbe

“Dass die Regel am Ende so ist, ist sehr ärgerlich für uns heute. Der Schiedsrichter hat gefühlt gezögert und dann war er sich plötzlich sehr sicher. Es wäre vielleicht das einfachste Jahr gewesen, weit zu kommen. Aber wir müssen nach vorne schauen und gucken, dass wir in der Liga wieder punkten. Wir sind mental sehr gut, die Trainer stellen uns gut ein. Nur, weil wir jetzt zwei Mal verloren haben, nehmen wir die Köpfe nicht runter.”

Jörg Jakobs

“Es war eine echte Achterbahnfahrt und ein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Wir scheitern an der Chancenauswertung. Nach einer Viertelstunde waren wir richtig gut im Spiel, aber machen die Tore nicht. Wir kriegen einen, den man bekommen kann. Das ist normal in so einem Pokalspiel. Wir kommen dann spektakulär zurück haben die Pointe mit dem kurios getroffenen Elfmeter. Das hat irgendwie zum Spiel gepasst. Ich habe es nicht gesehen, aber mich über die Flugkurve des Balls gewundert. Wir wussten vorher, dass wir eine riesige Chance haben. Umso größer ist die Enttäuschung. Das dauert noch ein paar Stunden, aber ab morgen müssen wir uns auf das nächste Spiel gegen Bochum vorzubereiten.”

Tim Walter

“Wir sind schwer reingekommen, weil Köln sehr intensiv Fußball spielt. Trotzdem sind die Jungs beharrlich drangeblieben. Wir haben mutig gespielt und ein paar Situationen überstanden. Wenn du hier nicht mutig spielst, gehst du unter. In der zweiten Halbzeit war es ein offenes Spiel und von beiden Seiten brutal intensiv. Deswegen war es folgerichtig, dass es in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen ging. Wir waren der glücklichere, aber auch verdiente Sieger.”

Steffen Baumgart

“Glückwunsch an den HSV zum Weiterkommen. Wir hatten sehr gute Tormöglichkeiten, die wir nicht gemacht haben. Der HSV ist drangeblieben und hatte selbst sehr gute Möglichkeiten. Wer das erste Tor macht, ist in den meisten Fällen der Sieger. Wir sind aber dran geblieben und haben uns das Elfmeterschießen verdient. Dort dann mit zwei Kontakten auszuscheiden habe ich auch noch nicht erlebt. Aber das gehört dann mal dazu.” 

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