Niklas Hauptmann feiert am Samstag für die U21 sein Pflichtspiel-Comeback. (Foto: Bucco)

Niklas Hauptmann feiert am Samstag für die U21 sein Pflichtspiel-Comeback. (Foto: Bucco)

“Das Schönste für jeden Fußballer”: Hauptmann vor Pflichtspiel-Comeback

Die Geschichte von Niklas Hauptmann und dem 1. FC Köln ist bisher nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Bei den FC-Profis konnte sich der Mittelfeldspieler nie wirklich durchsetzen, zudem bremsten ihn immer wieder Verletzungen und Erkrankungen aus. Doch nun kann das Kölner Sorgenkind erstmalig wieder Spielpraxis sammeln. 

Zur Saison 2018/2019 wechselte Niklas Hauptmann, Sohn des ehemaligen FC-Kapitäns Ralf Hauptmann, von Dynamo Dresden zum 1. FC Köln. Der Mittelfeldspieler kam vereinzelt zu Einsätzen in der zweiten Bundesliga, doch schaffte er es nicht, sich wirklich durchzusetzen. Im Frühjahr 2019 musste sich Hauptmann dann einer Knie-Operation unterziehen und fiel für fast zwei Monate aus. Aber auch als er wieder fit war, fand “Haupe” sowohl unter Achim Beierlorzer als auch unter Markus Gisdol in der ersten Bundesliga keine Berücksichtigung. Stattdessen lief der Mittelfeldspieler für die Regionalligamannschaft des FC auf.  

Verletzungspech und Krankheitssorgen

Doch weiterhin hatten ihn Verletzungspech und Krankheitssorgen fest im Griff. Zunächst kämpfte er mit einer Lungenentzündung, dann machten ihm Leistenprobleme zu schaffen und er musste erneut operiert werden. Schließlich infizierte er sich mit dem Coronavirus. Doch auch ohne die Ausfälle hätte der Mittelfeldspieler sportlich wohl kaum eine Rolle beim FC gespielt. So wurde Hauptmann für die Saison 2020/2021 an Holstein Kiel verliehen. Dort hingegen etablierte er sich als Stammspieler, kam in 31 Ligaspielen zum Einsatz und errichte das Halbfinale des DFB-Pokals mit Kiel. Als Tabellendritter der zweiten Bundesliga traf Niklas Hauptmann mit Holstein Kiel in der Relegation dann auf den 1. FC Köln, kam beim entscheidenden Relegationsrückspiel, in dem die Störche den Bundesliga-Aufstieg verpassten, jedoch nicht zum Einsatz.  

Zur Sommervorbereitung 2021/2022 kehrte der gebürtige Frechener dann ans Geißbockheim zurück. Doch bevor die Vorbereitung begann, sortierte ihn Trainer Steffen Baumgart aus: Genau wie Vincent Koziello durfte der 25-Jährige nicht mit ins Trainingslager nach Donaueschingen reisen. Allerdings, so stellte sich heraus, plagten Hauptmann zum Zeitpunkt dieser Entscheidung erneut gesundheitliche Probleme und er war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, sodass man entschied, ihm nach seiner Genesung nochmal eine Chance zu geben, sich an das Team heranzuarbeiten.  

Rückkehr auf den Trainingsplatz

Im September kehrte der Mittelfeldspieler daher wieder auf den Trainingsplatz zurück und stieg in das Aufbautraining ein. Beim PSD-Bank-Cup im Oktober sammelte Hauptmann dann erste Spielminuten: Knappe 30 Minuten stand er beim 1:0-Sieg gegen Viktoria Köln auf dem Platz. In den folgenden Wochen fehlte der 25-Jährige allerdings immer wieder und konnte kaum mal über einen längeren Zeitraum konstant trainieren. 

Doch seit einigen Wochen ist “Haupe” nun regelmäßig auf dem Platz und trainiert mit der Mannschaft. “Der nächste Step ist jetzt die Spielpraxis”, erklärte Steffen Baumgart am Donnerstag am Geißbockheim. “Rehatraining ist ja immer etwas anderes als Mannschaftstraining und die Spiele selbst sind auch nochmal etwas anderes als Mannschaftstraining.”  

“Wir haben das Gefühl, dass es jetzt reicht”

Gegen die Sportfreunde Lotte wird Niklas Hauptmann am Samstag (05.03.2022, 14:00 Uhr) diesen wichtigen nächsten Schritt nun machen. Mit der U21 des 1. FC Köln reist er dieses Wochenende in das Tecklenburger Land und wird in der Regionalliga zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz seit 284 Tagen kommen. “Es ist wichtig und gut, dass er wieder dabei ist. Er war lange im Aufbautraining und wir haben das Gefühl, dass es jetzt reicht”, sagte der Trainer.  

Doch nicht nur für Hauptmann selbst sei diese Entwicklung wichtig, auch für den Trainer- und Betreuerstab sowie für die gesamte Mannschaft sei es ein gutes Zeichen, erklärte Baumgart. Dem Team würde es signalisieren, dass man sich nach einer Verletzung oder Krankheit mit Geduld und Ausdauervermögen wieder zurückarbeiten könne. “Und für die Jungs, die bei uns im Hintergrund arbeiten und alle dazu beigetragen haben, freuen wir uns, dass wir ihn jetzt in einem sehr guten Zustand haben, sodass er wieder Spielpraxis sammeln kann.” Denn das sei schließlich für jeden Fußballer das Schönste: Mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen und zu spielen. So freuten sich am Donnerstag, als die Nachricht im Anschluss an das Training verkündet wurde, alle Profis für Niklas Hauptmann und gratulierten ihrem Mannschaftskollegen zum bevorstehenden Pflichtspiel-Comeback. 

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