Sascha Glass am Spielfeldrand. (Foto: Sylvia Eichinger)

Sascha Glass am Spielfeldrand. (Foto: Sylvia Eichinger)

Die Derby-Chance: Gelingt die Wachablösung am Rhein?

Viele Jahre war Bayer Leverkusen die unangefochtene Nummer eins im Frauenfußball des Rheinlandes: Damit könnte es an diesem Wochenende erst einmal vorbei sein: Der 1. FC Köln arbeitet akribisch an der Wachablösung in der Frauen-Bundesliga. Schon mit einem Heimsieg im Derby am Sonntag könnten die FC-Frauen die Werkself in der Tabelle überholen.

Duelle zwischen den rheinischen Nachbarn stehen in der Regel für Spektakel. Im Hinspiel setzte sich der 1. FC Köln in einem turbulenten Spiel mit 4:3 durch. Mit diesem Ergebnis setzten sich die FC-Frauen auch im bisher letzten Heimspiel im November 2019 durch. Dieses Duell fand seinerzeit im Südstadion statt.

Nun empfangen die Kölnerinnen den Rivalen im eigentlichen Wohnzimmer, dem Franz-Kremer-Stadion. Und die Vorfreude ist sowohl in der Mannschaft als auch bei den Zuschauern zu spüren. „Ich hoffe, dass am Ende mehr als 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer kommen werden“, wünscht sich der Trainer Sascha Glass eine große Kulisse. Die aktuellen Verkaufszahlen deuten darauf hin.

Bittere Ausfälle – aber Islacker ist wieder voll dabei

Einige kleine Hiobsbotschaften musste der Trainer in dieser Woche jedoch verarbeiten. Erstmals nach vielen Wochen hatte Glass zunächst beinahe den gesamten Trainingskader um sich versammelt. Dann aber erwischte es innerhalb kürzester Zeit Rachel Rinast und Laura Donhauser, die beide umknickten. Rinast falle mit einem Bänderanriss für das Derby definitiv aus. Donhauser pausierte mit dem Training, für sie wird es eng mit einem Einsatz am Sonntag. „Und das nach ihrem guten Spiel in Jena“, ärgerte sich Glass über den Trainingsunfall. Zudem droht Yuka Hirano krankheitsbedingt auszufallen.

Immerhin könnte Mandy Islacker just im Derby nach ihrer monatelangen Verletzungspause ihr Startelf-Comeback geben. „Sie trainiert wieder voll mit und ist eine Kandidatin für die erste Elf“, kommentierte Glass, ohne sich zu sehr in die Karten schauen zu lassen. „Mandy ist jemand, die sich im positiven Sinn quälen kann.“ Die 25 Minuten in Jena hat die Angreiferin ohne Probleme überstanden – nun ist die 33-Jährige bereit für mehr.

Bayer überholen und das Restprogramm nutzen

Mit Blick auf das Derby weiß der Kölner Trainer, was auf seine Mannschaft zukommt. „Es wird ein umkämpftes und enges Spiel. Wir wollen es so angehen wie im Hinspiel und offensiv nach vorne spielen.“ In der Vorrunde zeigten die FC-Frauen insbesondere in der ersten Hälfte ein überragendes Spiel und führten zur Pause mit 2:0, erhöhten kurz danach auf 3:0, ehe es noch einmal spannend wurde.

Doch selbst, wenn es mit dem Derbysieg am Sonntag nicht klappen sollte, ist der Angriff auf Leverkusen in der Tabelle noch nicht abgeblasen. Nach dem direkten Duell trifft Leverkusen in den restlichen Partien ausschließlich auf die Top 5 der Tabelle, viele Punkte scheinen da für Bayer nicht mehr drin zu sein. Köln hingegen hat – neben Potsdam – mit Bremen, Sand und Freiburg drei schlagbare Gegner vor sich. Doch eigentlich wollen die Kölnerinnen bereits am Sonntag jubeln. Und das im Idealfall sogar doppelt: Gewinnen die FC-Frauen ihr Duell und Sand gleichzeitig nicht gegen Bremen, dann hätten die Kölnerinnen den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt gemacht.

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