Timo Horn im Training. (Foto: Bucco)

Timo Horn im Training. (Foto: Bucco)

Nächste Schwäbe-Gala: Horns Abschied wird immer wahrscheinlicher

Am Montag haben die Fans des 1. FC Köln Marvin Schwäbe zum Spieler des Spiels gegen Leverkusen gekührt. Beim 1:0-Derbysieg hatte der Keeper seine Qualitäten einmal mehr unter Beweis stellen und mit mehreren Glanzparaden überzeugen können. Ihm hatte der FC es letztlich zu verdanken, dass hinten die Null stand und die Mannschaft den ersten Auswärtssieg der Saison ohne Gegentor feiern konnte. Doch was bedeutet die nächste Schwäbe-Gala für die Zukunft der Nummer zwei, Timo Horn? Von Lina Gebhardt

Es besteht kein Zweifel: Marvin Schwäbe hat dem 1. FC Köln am 26. Spieltag erneut mit einer starken Leistung einen Sieg seiner Mannschaft festgehalten. Nicht nur gegen Paulinho im Eins-gegen-Eins blieb der 26-Jährige der Sieger, auch gegen Sardar Azmoun und Kerem Demirbay. Wie schon gegen Freiburg (1:0) hielt Schwäbe mehrere Hochkaräter und sicherte seiner Mannschaft so die drei Punkte.

Damit untermauerte der im vergangenen Sommer aus Dänemark nach Köln gewechselte Torhüter seine Rolle als neue Nummer eins. Hatte Steffen Baumgart kürzlich noch betont, nun müsse sich zeigen, ob Schwäbe dem Druck des Stammtorhüters standhalte, gab dieser nun erneut eine klare Antwort.

Je stärker Schwäbe hält, desto wahrscheinlicher Horns Abschied

Für Timo Horn hingegen bedeuten die Leistungen Schwäbes, dass ein offenes Duell im Sommer 2022 unwahrscheinlicher wird. Je stärker Schwäbe hält, desto größer wäre der Vorsprung, mit dem Horns zwei Jahre jüngerer Konkurrent in die Vorbereitung auf die Saison 2022/23 gehen würde. Das weiß auch Horn, der sich seit seiner Knieverletzung im November und der Corona-Infektion im Januar als Nummer zwei auf der Bank wiederfindet.

“Es ist für mich eine der schwierigsten Zeiten meiner Karriere”, beschrieb Horn die für ihn ungewohnte Situation erst kürzlich. Von Chefcoach Baumgart und Torwarttrainer Uwe Gospodarek erhält der 28-Jährige zwar viel Lob für seinen professionellen Umgang mit der Situation. Doch die Realität lässt keinen Zweifel daran zu, dass Baumgarts Entscheidung pro Schwäbe richtig war. Und so wird immer wahrscheinlicher, dass sich die Wege Horns und Kölns im Sommer trennen könnten.

“Vielleicht tut es gut, mal aus der Stadt rauszukommen…”

Schon nach dem Frankfurt-Spiel, als Horn für den erkrankten Schwäbe einsprang, hatte der 28-Jährige klar gemacht: „Wenn man den Anspruch hat zu spielen, muss man sich damit auseinandersetzen. Der Sommer kommt und dann wird sich zeigen, was sich ergibt.” Drei Wochen später legte Horn im Gespräch mit DAZN nach. “Ich bin offen für neue Dinge. Vielleicht tut es gut, mal aus der Stadt rauszukommen und was Neues kennenzulernen. Ich habe den Anspruch, in der nächsten Saison zu spielen. Deswegen werde ich mich mit allem auseinandersetzen.”  

Nach 20 Jahren beim FC könnte es also tatsächlich zum Abschied kommen. Sollte Schwäbe bis zum Saisonende sein Niveau halten, wäre alles andere als eine Bestätigung seines Status als Nummer eins ein Schlag ins Gesicht für den 26-Jährigen. Horn wollte zwar nicht ausschließen, seinen Vertrag bis 2023 zu erfüllen. Doch als Nummer zwei würde er nicht bleiben. “Wir schauen müssen, was sich im Sommer ergibt.” Was im Klartext heißt: Sollte sich der FC auf Schwäbe als Nummer eins festlegen, würde sich Horn einen neuen Verein suchen.

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