Jan Thielmann im 4:1-Derby gegen Mönchengladbach. (Foto: Bucco)

Jan Thielmann im 4:1-Derby gegen Mönchengladbach. (Foto: Bucco)

“Das wird knochenhart”: Der Erzrivale findet zu alter Stärke

Hat sich Borussia Mönchengladbach gerade noch rechtzeitig zum Rückspiel gegen den 1. FC Köln wieder in Form geschossen? Oder können die Geißböcke den guten Lauf der Fohlen am Samstagabend im Borussia Park wieder beenden? Die Mannschaft von Steffen Baumgart hat körperliche Vorteile und will damit die spielerische Qualität des Gegners ausschalten.

Der 4:1-Sieg im Hinspiel war in vielerlei Hinsicht beispielhaft für das, was der 1. FC Köln in dieser Saison unter Steffen Baumgart abliefert. Die Geißböcke liefen die Borussia an die Wand, waren läuferisch nicht nur wegen den fünf mehr zurückgelegten Kilometern weit überlegen und gewannen auch deswegen deutlich mehr Zweikämpfe als die Gladbacher.

Der FC erzielte auch die Tore zwei, drei und vier allesamt in der Schlussviertelstunde, als der Borussia plötzlich die Puste ausging. Auch dieser Umstand ist bezeichnend für den FC unter Baumgart, denn in dieser Phase erzielt Köln mehr als ein Drittel aller seiner Tore. Die Kondition stimmt, der Wille stimmt, die Intensität bleibt bis zum Schluss auf hohem Niveau – das musste zuletzt auch der 1. FSV Mainz 05 erleben.

Fohlen wollen verpatzte Saison korrigieren

Doch Borussia Mönchengladbach an Ostern 2022 ist ein anderes Team als im Herbst 2021. Nach zehn Punkten aus vier Spielen – drei davon ohne Gegentor mit einem überragenden Yann Sommer – ist das Selbstvertrauen beim angeschlagenen Krisenklub vom Niederrhein wieder zurück. Adi Hütter sitzt wieder sicherer im Sattel, der Abschied von Max Eberl als Sportchef ist zumindest kurzfristig ad acta gelegt. Im Schlussspurt der Saison wollen die Fohlen versuchen, die verpatzte Spielzeit zumindest etwas zu korrigieren.

Ein Derbysieg gegen den FC käme der Borussia da gerade recht, zumal die Gladbacher den Geißböcken damit in die gerade erst ausgerufene Europa-Suppe spucken könnten. Die drei Punkte am Niederrhein zu behalten, würde dem Kölner Erzrivalen überaus süß schmecken – und die Borussia in der Tabelle sogar wieder auf drei Punkte an den FC heranführen.

Diese Qualitäten sprechen für den FC

“Das ist das, was man erwarten kann für ein Derby”, sagte Steffen Baumgart am Donnerstag. “Sie werden gut vorbereitet sein. Sie haben ihre Situation verbessert und können wieder ruhiger schlafen. Jetzt geht es aber ums Derby.” Und dieses Derby will der FC mit aller Macht für sich entscheiden. Baumgart fordert daher vor allem eines: Intensität. Gerade die Lauf- und Zweikampfstärke aus dem Hinspiel wird Köln erneut brauchen.

Da trifft es sich gut, dass statistisch gesehen der FC in diesen Werten die gesamte Saison über deutlich besser als Gladbach ist. 4,2 Kilometer legt Köln pro 90 Minuten mehr zurück als Gladbach, und das bei 238 zu 215 Sprints und 753 zu 675 intensiven Läufen im Schnitt. Die Kölner attackieren deutlich früher als die Gladbacher (PPDA-Wert von 8,04 zu 9,32) und kommen auf mehr Ballbesitz als die Fohlen (55,8% zu 53,8%). Dennoch: “Das wird knochenhart”, warnt Baumgart.

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