Stefan Ruthenbeck ist eigentlich U19-Trainer. (Archivbild: Bucco)

Stefan Ruthenbeck ist eigentlich U19-Trainer. (Archivbild: Bucco)

Kurioser Sieg: U17 jubelt mit Ruthenbeck als Trainer

Überraschung an der Seitenlinie: Für den erkrankten Martin Heck hat U19-Trainer Stefan Ruthenbeck die B-Junioren des 1. FC Köln beim U17-Bundesliga-Spiel gegen den SV Lippstadt betreut. In 80 überzeugenden Minuten ließen die Kölner zwar etliche Chancen liegen, siegten aber trotzdem mit dem Interimscoach deutlich mit 5:1 (3:0).

Aus dem Rhein-Energie-Sportpark berichtet Lars Tetzlaff

Prall gefüllte Krankenakte am Geißbockheim: Weil das U17-Trainerteam mit Martin Heck und Lukas Kraus ebenso flach lag wie U16-Trainer Martin Hartmann (der für Heck in der nächsten Saison übernimmt), führte A-Junioren-Trainer Stefan Ruthenbeck das Kommando an der Seitenlinie der Kölner B-Junioren im Spiel gegen die abstiegsbedrohten Lippstädter. Dies war auch nur deshalb möglich, weil das Spiel der A-Junioren gegen Fortuna Köln kurzfristig auf den kommenden Mittwoch verlegt wurde.

Die Geißböcke überzeugten durch einen couragierten Auftritt und entschieden das Spiel mit drei Toren schon vor der Halbzeit. Einziger Makel: Mit einer besseren Chancenverwertung hätten die Ostwestfalen noch einige Male häufiger das Leder aus dem Netz holen müssen. So waren die Gäste mit dem 5:1-Endstand für den FC noch gut bedient.

Ruthenbeck sorgt für positive Energie

Von Beginn an war Stefan Ruthenbeck „on fire“. Immer und immer wieder lobte der Interimstrainer lautstark gelungene Aktionen seiner Mannschaft – vielleicht die richtige Methode, um den B-Junioren nach der durchwachsenen Saison und der Niederlage gegen Bayer Leverkusen vom letzten Wochenende das notwendige Selbstvertrauen einzuimpfen. „Im Coaching geht es bei der U17 teilweise um andere Dinge als bei den A-Junioren. Die Jungs brauchen Mut. Sie sollen viel ausprobieren und sich dann belohnen. Das haben sie heute wirklich gut gemacht“, sagte Ruthenbeck hinterher dem GEISSBLOG.

Fünf Tore, fünf Torschützen

Den ersten Treffer des Tages auf Rasenplatz 7 erzielte der auffälligste Akteur auf dem Feld: Marlon Becker, am Mittwoch noch beim Pokalsieg der U19 im Einsatz, wurde von Linksverteidiger Matti Wagner auf die Reise geschickt, zog aus dem Lauf ab und traf flach ins kurze Eck zur 1:0-Führung (17.). Nur drei Minuten später das 2:0: Nach starker Vorarbeit von Becker kam Mittelstürmer Luis Cortijo Lange zum Abschluss, den Schuss konnte der Lippstädter Keeper nur abklatschen und Nik Orth hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz einzuschieben (20.).

Orth und Cortijo Lange zeichneten dann auch für das 3:0 und damit für die Entscheidung noch vor der Halbzeit verantwortlich. Orth setzte sich stark über links durch und Cortijo Lange, der nach langer Verletzungspause wieder in Fahrt zu kommen scheint, vollendete volley (36.).

Nach der Halbzeit erhöhte Innenverteidiger Julian Pauli zunächst per Kopf nach einer Ecke (4:0, 46.), und auch Mittelfeld-Staubsauger Neo Telle traf mit einem Kopfball zum 5:1-Endstand (77.). Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer der Gäste durch Lennert Heggenrieder (50.), vorausgegangen war ein leichtsinniger Ballverlust der FC-Defensive an der Eckfahne, änderte indes nichts am hochverdienten Sieg der Kölner.

Das sagte Interimstrainer Ruthenbeck

„Klar, wenn wir alle Chance nutzen, kann das Spiel auch 10:1 ausgehen, Aber das war dennoch eine gute Leistung der Mannschaft. Denn auch wenn die Lippstädter ganz unten drinstehen, waren wir vorgewarnt, weil sie die letzten beiden Spiele in der Bundesliga gewonnen haben. Also: Hut ab! Da haben einige Jungs ganz viel Spaß gemacht“, zeigte sich Ruthenbeck nach Abpfiff im Gespräch mit dem GEISSBLOG zufrieden.

Letztes Saisonspiel vor der Brust

Nach der Osterpause trifft die U17 im letzten Spiel der Saison zu Hause auf den VfL Bochum, der mit 27 Punkten vor den Geißböcken auf Platz 5 der Tabelle steht. Mit einem Sieg könnten die Kölner (23 Punkte, Platz 8 in der Tabelle) zumindest einen versöhnlichen Abschluss einer durchwachsenen Saison in der B-Junioren-Bundesliga feiern – ob Coach Martin Heck, der den FC nach der Saison verlassen wird, in seinem letzten Spiel noch einmal an der Seitenlinie stehen wird, ist noch nicht absehbar.

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