Jubel über den Sieg in Augsburg. (Foto: IMAGO / Huebner)

Jubel über den Sieg in Augsburg. (Foto: IMAGO / Huebner)

Eine reife Leistung

Der 1. FC Köln hat in beeindruckender Manier unter Beweis gestellt: Ja, die Zeit ist reif für ein neues Abenteuer in Europa. Die Leistung beim FC Augsburg ließ nicht nur Trainer Steffen Baumgart in höchsten Tönen von der Mannschaft schwärmen. Sie ist auch die Folge einer bemerkenswerten Lernkurve. Ein Kommentar.

Wer hätte das am 29. Spieltag vor der 60. Spielminute für möglich gehalten? Der 1. FC Köln lag gegen Mainz im heimischen Müngersdorf mit 0:2 zurück und spielte, wie schon eine Woche zuvor bei Union Berlin, fehlerbehaftet, ideenlos und gar nicht so, wie man die Mannschaft in den Monaten zuvor unter Baumgart kennengelernt hatte.

Was seitdem passiert ist, fühlt sich fast wie ein Märchen an. Die letzten 30 Minuten gegen Mainz sowie drei Mal 90 Minuten gegen Mönchengladbach, Bielefeld und Augsburg haben alles verändert. Vier Spiele, zwölf Punkte, 13 Tore und Platz sechs in der Bundesliga: Der 1. FC Köln hat nicht nur neue sportliche Lösungen gefunden, sondern steht kurz vor der Rückkehr auf die internationale Bühne.

Aus jedem Spiel die richtigen Lehren gezogen

Alleine diese vier Spiele zeigen eine außergewöhnliche Entwicklung. Gegen Mainz lernte der FC aus seinen Fehlern und drehte ein verloren geglaubtes Spiel. In Mönchengladbach setzt der FC sofort weiter um, was gegen Mainz gut funktioniert hatte. In der zweiten Hälfte hatte man dann aber Probleme, weil man eher verwaltete als selbst weiter agierte. Gegen Bielefeld ließ man sich zeitweilig aus dem Konzept bringen und brachte den Sieg trotzdem über die Zeit. In Augsburg nun verband der FC alles Positive aus den letzten drei Spielen und machte fast keine Fehler mehr.

Besonders beeindruckend: die Art und Weise, wie die Geißböcke nach der Führung weiter nach vorne spielten, um sich dann auch in der zweiten Halbzeit nicht von diesem Weg abbringen zu lassen. Hatte der FC in Gladbach nach dem Seitenwechsel noch so etwas wie Angst vor der eigenen Courage verspürt, räumten die Kölner in Augsburg nach der Pause jeden Zweifel beiseite, wer dieses Spiel gewinnen würde. Mit dem Elfmeter legte man nach, und selbst den Anschlusstreffer beantwortete man umgehend mit einem Traumtor.

Matchball als Belohnung des Reifeprozesses

Kein Wunder also, dass Steffen Baumgart in höchsten Tönen von seinen Spielern sprach. Denn das Zustandekommen des Sieges war eine Komposition aus sportlichen Fähigkeiten, mentaler Stärke sowie einer steilen Lernkurve. Eine reife Leistung, die am kommenden Samstag gegen Wolfsburg mit dem ersten Endspiel im Rennen um Europa belohnt wird. Und wenn man das Selbstbewusstsein und die Ernsthaftigkeit der Kölner Spieler beobachtet, kann es keinen Zweifel geben, dass die Geißböcke diesen ersten Matchball vor einem ausverkauften und euphorisierten Haus in Müngersdorf verwandeln werden.

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