Christian Keller und Thomas Kessler planen den neuen FC. (Foto: Bucco)

Christian Keller und Thomas Kessler planen den neuen FC. (Foto: Bucco)

Europa als Transfer-Argument: Gerade für Leihspieler der Schlüssel?

Der 1. FC Köln richtet den sportlichen Fokus voll auf das Rennen um Europa. Die Geißböcke wissen: Sollte dem FC der Einzug in einen europäischen Wettbewerb schaffen, würde dies nicht nur einen großen Erfolg für Trainerteam und Mannschaft bedeuten. Es würde auch die Kaderplanung für Sportchef Christian Keller erleichtern. Kommt ein Neuer von RB Leipzig?

Wenn der 1. FC Köln am Samstag gegen den VfL Wolfsburg den vorletzten Schritt nach Europa gehen möchte, geht es auf mehreren Ebenen um die Zukunft des Klubs. Europa würde sportliches Prestige bringen. Europa würde Mehreinnahmen bei Prämien, Sponsoren und Zuschauereinnahmen bringen. Europa würde eine neue Euphorie entfachen.

Und Europa würde die Kaderplanung vereinfachen. Zumindest würde der finanziell angeschlagene 1. FC Köln ein weiteres Argument haben, um Spieler vom FC zu überzeugen – oder vom Verbleib in Köln. Denn klar ist: Die Geißböcke wollen Salih Özcan unbedingt halten und mit dem 24-Jährigen verlängern. Doch Borussia Dortmund soll neben Ellyes Skhiri auch Özcan als Nachfolger für Axel Witsel im Auge haben. Mit einer Europa-Teilnahme wäre ein Verbleib des Eigengewächses wahrscheinlicher, und auch eine Vertragsverlängerung.

Leihspieler und Europa: Das passt!

Derweil ist der 1. FC Köln aber auch auf der Suche nach neuen Spielern. Diese sind aber schwer auf dem benötigten Niveau zu bekommen, wenn sie bei anderen Bundesligisten mehr verdienen können. Steffen Baumgarts Arbeit ist ein Argument, Europa wäre ein weiteres. Weniger verdienen, dafür die internationale Bühne betreten und sich dort präsentieren können: Gerade für Spieler, die den FC als Zwischenschritt in ihrer Karriere ansehen, wäre ein dritter Wettbewerb neben der Bundesliga und dem DFB-Pokal ein zentrales Argument pro Köln.

Insbesondere bei Spielern, die auf Leihbasis wechseln würden. Und gerade nach diesen Spielern sucht der 1. FC Köln zur neuen Saison. Ablösesummen sind kaum möglich, auch langfristige Millionenverträge nicht. Das meiste Geld soll in die Kaufoption für Luca Kilian sowie in die Vertragsverlängerungen für Özcan und Baumgart fließen. Darüber hinaus steht kaum Geld zur Verfügung. Daher Leihspieler, daher Europa: Die Chance, sich ein Jahr an den FC verleihen zu lassen und zu wissen, in Köln auch europäisch zu spielen, würde die Tür zu ganz anderen Spielern öffnen als ohne den internationalen Wettbewerb.

Tom Krauß ein Kandidat?

Und so könnte ein Spieler von RB Leipzig interessant werden, der aktuell an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen ist. Tom Krauß gehört laut Express zum Kölner Kandidatenkreis. Der 20-Jährige überzeugt in dieser Saison beim FCN auf der Sechs, gilt als laufstarker und spielstarker Mann für das Zentrum und kennt aus der RB-Schule das aggressive Verteidigen nach vorne, das Baumgart in Köln praktiziert. Zwar soll der FC Augsburg daran interessiert sein, Krauß fest zu verpflichten. Doch Europa könnte den Ausschlag geben.

Krauß besitzt bei RB Leipzig noch einen Vertrag bis 2025, könnte also sogar zwei Jahre nach Köln verliehen werden. Der U21-Nationalspieler will in der kommenden Saison unbedingt in der Bundesliga spielen. Leipzig plant jedoch nicht mit ihm. So könnte der Sechser seine Chance beim FC finden.

Derweil wird auch der Name Eric Martel gehandelt. Ebenfalls 20 Jahre alt, ebenfalls RB Leipzig gehörend, ebenfalls ausliehen, jedoch an Austria Wien, wo er unter Manfred Schmid (Ex-Assistent von Peter Stöger) Stammspieler und Leistungsträger ist. Doch Martels Vertrag in Leipzig läuft nur noch bis 2023. Eine Leihe käme nur bei einer Verlängerung in Frage. Dem Vernehmen nach will RB den Mittelfeldspieler aber für eine niedrige siebenstellige Summe verkaufen. Der FC könnte sich diesen Transfer aber wohl nicht leisten.

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