Der 1. FC Köln ist ausgeschieden: Kingsley Ehizibue scheiterte mit dem letzten Elfmeter. (Foto: IMAGO / Eibner)

Der 1. FC Köln ist ausgeschieden: Kingsley Ehizibue scheiterte mit dem letzten Elfmeter. (Foto: IMAGO / Eibner)

FC selbstkritisch: “Wir müssen uns an die eigene Nase fassen”

Erstmals seit der Saison 2007/08 ist der 1. FC Köln wieder in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Gegen den Zweitligisten SSV Jahn Regensburg holten die Geißböcke einen 0:2-Rückstand auf, scheiterten dann jedoch mit 5:6 (2:2) im Elfmeterschießen. Entsprechend ernüchtert fielen die Stimmen nach dem ersten Pflichtspiel der Saison aus.

Aus Regensburg berichtet Marc L. Merten

Mark Uth: “Wir sind sehr enttäuscht. Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, die zweite Halbzeit gehört uns wir können vorher vielleicht das 3:2 machen. Im Elfmeterschießen ist es eine kleine Glückslotterie. Ich habe Adduktorenprobleme und konnte die letzten 15 Minuten kaum mehr laufen. Ich hoffe, dass wir das schnell in den Griff kriegen. Ansonsten hätte ich natürlich geschossen. Jonas wäre dann der nächste gewesen. Wir dürfen heute und morgen noch darüber diskutieren und uns im Video anschauen, was wir falsch gemacht haben. Ab Mitte der Woche müssen wir das dann ausblenden und uns auf die Bundesliga konzentrieren.”

Timo Hübers: “Es gibt ein, zwei Jungs, die in der Vergangenheit mehr Elfmeter geschossen haben als ich. Wenn es darauf angekommen wäre, wäre ich hingegangen. Wir sind schon ernüchtert. Wir hatten es selbst in der Hand, ab dem Ausgleich war es ein Spiel auf ein Tor. Wir müssen bei uns ansetzen, warum wir nicht weitergekommen sind. Es war das erwartet schwere Pokalspiel. Regensburg ist mit einer unglaublichen Intensität gestartet, es war klar, dass sie das nicht die ganze Zeit halten können. Mit der Zeit kamen dann auch die Räume, aber wir haben leider nicht das 3:2 geschossen.”

Das ist natürlich richtig scheiße

Christian Keller

Christian Keller: “Das ist natürlich richtig scheiße – sportlich wie wirtschaftlich. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Durch 15 schwache Minuten lagen wir nicht zu unrecht mit 0:2 zurück. Dann kommen wir zurück, haben Ball- und viel Spielkontrolle, Chancen im Überfluss und müssen das dritte Tor machen. Der Gegner hat aufopferungsvoll gekämpft, war irgendwann aber auch sehr müde. Im Elfmeterschießen hatte Regensburg dann aber mehr Zutrauen in die Abschlüsse. Ich habe mir berichten lassen, warum wer und wie geschossen hat. Das bleibt aber in der Kabine, wer vielleicht auch nicht schießen wollte. Natürlich will jeder treffen, der schießt. Aber vielleicht ist dem ein oder anderen das Herz etwas in die Hose gerutscht. Die Mehrerlöse waren nicht eingeplant, sportlich wollten wir natürlich weiterkommen. Heute haben wir aber auch Euros liegen gelassen, die uns gut getan hätten.”

Steffen Baumgart: “Das war ein sehr intensives Spiel. Wir hatten eine Viertelstunde, in der wir es nicht gut gemacht haben. Nachdem wir auf zwei Sechser umgestellt haben, haben wir das Spiel in den Griff bekommen, aber nicht das dritte Tor gemacht. Mit Tony mussten wir einen unserer wichtigsten Spieler auswechseln. Auch Timo Hübers ist jetzt wohl erst einmal raus. Es gibt heute zwei Geschichten: Die Leistung der Mannschaft hat gestimmt. Das Ausscheiden war aber bitter und ärgert uns.“

Mersad Selimbegovic: “Es war klar, dass der FC nach unseren zwei Toren kommen würde. Wir sind in der einen oder anderen Situation richtig geschwommen und wir hatten Glück, dass das dritte Tor nicht gefallen ist. Dann wären wir nie zurückgekommen, weil wir kaputt waren. Im Elfmeterschießen war es die bekannte Lotterie.”

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