Steffen Baumgart an der Seitenlinie. (Foto: Bucco)

Steffen Baumgart an der Seitenlinie. (Foto: Bucco)

Kritik nach Test-Remis, aber Baumgart zufrieden mit Stand der Vorbereitung

Das 1:1-Remis des 1. FC Köln gegen GC Zürich hat Steffen Baumgart in Teilen nicht gefallen. Dennoch zeigte sich der FC-Trainer nach dem Trainingslager in Donaueschingen zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung. Nach zwei Wochen wähnt der 50-Jährige den FC auf dem richtigen Weg.

Aus dem Trainingslager berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Dass Steffen Baumgart seine Coaching Zone weiträumig interpretiert, ist lange bekannt. Im Testspiel gegen GC Zürich fand sich der FC-Trainer zwischenzeitlich in der Coaching Zone des gegnerischen Trainers genauso wieder wie auf Höhe des Strafraums auf der anderen Seite. Je nach dem, was er seinen Spielern mitteilen wollte.

In der ersten Halbzeit gegen die Schweizer hatte der FC-Trainer immer wieder einen Austausch mit Bright Arrey-Mbi, der vor seiner Nase an der Seitenlinie die ungewohnte Position des Linksverteidigers gab und sich mit dieser Rolle in den 45 Minuten, die er Spielzeit bekam, nie wirklich anfreunden konnte. In Hälfte zwei kümmerte sich Baumgart insbesondere immer wieder um die rechten Flügelläufer der Kölner, von Benno Schmitz über Kingsley Schindler bis Niklas Hauptmann.

Hatten nicht die Geschwindigkeit, die wir brauchen

Steffen Baumgart

Was er insbesondere in den ersten 45 Minuten sah, passte ihm nur selten. “Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht so gut gemacht, wie wir uns das vorgenommen hatten”, kritisierte Baumgart. “Uns fehlten die Lösungen gegen die Fünferkette. Einige Abläufe sind noch nicht so, wie sie sein sollten. Im Spiel nach vorne hatten wir nicht die Geschwindigkeit, die wir brauchen. Gegen einen läuferisch starken Gegner kommst du dann nicht in die Aktionen. Die zweite Halbzeit war dann in Ordnung.“

In Hälfte eins kam der FC über links praktisch gar nicht in die gefährlichen Räume, und über rechts gelang dies nur, wenn die Geißböcke das Tempo im Passspiel erhöhte. Erfreulich war das Comeback von Ellyes Skhiri, der eine Stunde durchhielt. Jedoch würfelte Baumgart seine Mannschaft wild durcheinander, sodass Eric Martel als Innenverteidiger, Arrey-Mbi auf links und in Hälfte zwei Kingsley Ehizibue in der Innenverteidigung und Schindler rechts hinten aushalfen. So bekamen viele Spieler Spielzeit, auf diesen Positionen wird man sie aber wohl nicht mehr sehen.

Personelle Situation erfreut den Trainer

Und so wollte Baumgart das nackte Ergebnis gegen die Grasshoppers am Ende nicht zu hoch hängen. Wichtiger war dem 50-Jährigen, dass die Geißböcke ein erfolgreiches Trainingslager absolvieren konnten. “Es war ein sehr gutes Trainingslager. Die Jungs haben gut mitgezogen. Es gab keine schwerwiegenden Verletzungen. Und die, die im Reha-Bereich viel gearbeitet haben, werden nächste Woche mehr und mehr dazu kommen. Wir können aus dem Vollen schöpfen“, freute sich der FC-Trainer.

Die Spieler mussten in den vergangenen Tagen leiden, wurden körperlich an ihre Grenzen geführt und bestritten daher die beiden Testspiele gegen Lustenau und Zürich nach intensiven Tagen und mit schweren Beinen. Baumgart hofft, somit in den ersten zwei Wochen der Vorbereitung die Grundlagen für die kommende Saison gelegt zu haben. Der FC benötigt die körperliche Fitness für eine anstrengende Saison, und weil sich bislang niemand ernstlich verletzte, befinden sich alle Spieler körperlich auf einem guten Weg.

In einer Woche gegen den AC Mailand

Am Sonntag reist der FC-Tross aus Donaueschingen zurück nach Köln. Anschließend bekommen die Spieler am Montag und Dienstag frei, um am Mittwoch wieder ins Training einzusteigen. Schon in einer Woche werden dann zwei neuerliche Testspiele anstehen, die dann unter anderen Belastungen ausgetragen werden. Samstags empfängt der FC die Stars des AC Mailand, ehe es sonntags zu den Kickers Offenbach geht. Dann sind es nur noch zwei Wochen bis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal beim SSV Jahn Regensburg.

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