Steffen Baumgart (v.r.) bringt Niklas Hauptmann, Georg Strauch und Rijad Smajic ins Spiel. (Foto: Bucco)

Steffen Baumgart (v.r.) bringt Niklas Hauptmann, Georg Strauch und Rijad Smajic ins Spiel. (Foto: Bucco)

Wer muss zuhause bleiben? Spieler können selbst entscheiden

Der 1. FC Köln hat mit einem 12:1-Sieg im Testspiel gegen TuS Mondorf die erste Trainingswoche abgeschlossen. Am Sonntag reist der FC-Tross nach Donaueschingen. Doch fahren auch alle Spieler mit? Steffen Baumgart betont, er sortiere niemanden aus. Jedoch sollen mehrere Spieler selbst entscheiden, ob sie überhaupt noch mitfahren wollen. Ihre Namen sind nicht bekannt.

Die erste Trainingswoche liegt hinter den Spielern des 1. FC Köln. Beim ersten Testspiel am Freitag in Troisdorf konnten sich alle Spieler zeigen. Manche hatten es gegen einen eine Stunde lang hoch motivierten Gegner schwerer, manche hatten es hinten raus gegen eine müde werdende Mondorfer Truppe deutlich leichter. Doch so manche Erkenntnis dürfte Steffen Baumgart auch aus diesem Spiel gezogen haben.

Entscheidend war der Auftritt im Aggerstadion aber nicht mehr für jene Spieler im Kader der Geißböcke, die schon jetzt fast chancenlos sind mit Blick auf Einsatzzeiten in der kommenden Saison. So sehr die Verantwortlichen beteuern, allen Kickern eine Chance geben zu wollen: Von den Jugendspielern abgesehen, ist kein Geheimnis, dass so mancher Spieler es schwer haben werden. Dazu gehören Niklas Hauptmann und Georg Strauch, die alleine schon aufgrund ihrer Krankenakte der vergangenen Saison schwerlich den Sprung schaffen werden.

Fünf-Minuten-Einsätze wären für die Katz

Steffen Baumgart

Ohne allerdings Namen zu nennen, bestätigte Steffen Baumgart am Freitagabend nach der Partie, bereits im Vorfeld des Testspiels mit mehreren Spielern entsprechende Gespräche geführt und über deren Situation gesprochen zu haben. Zwar seien alle Spieler für das Trainingslager eingeplant, “aber wir haben das eine oder andere Gespräch geführt”, sagte der 50-Jährige. “Mit wem, sage ich nicht, aber es kann sein, dass Spieler für sich eine eigene Entscheidung treffen.”

Man habe sich unterhalten, was in den kommenden Wochen und Monaten möglich und realistisch sei. Auch darüber, wie viel Einsatzzeiten diese Spieler in den kommenden Testspielen und auch in den Trainingsformen bekommen würden. “Wenn du 30 Feldspieler hast, ist es nicht möglich, alle einzusetzen. Fünf-Minuten-Einsätze wären für die Katz”, machte Baumgart klar. “Das ist besprochen, ist aber die Entscheidung der Jungs. Wir haben niemandem gesagt, dass er zuhause bleiben soll.”

Teure Spieler reisen wohl mit

So obliegt es nun den betreffenden Spielern, sich bis Sonntag Gedanken zu machen, was sie wollen. Der FC bietet ihnen die Teilnahme am Trainingslager, jedoch ohne Aussichten auf Testspiel-Zeiten. Sollten sie bereits Gespräche mit anderen Klubs führen, so könnten sie diese statt einer Reise nach Donaueschingen intensivieren. Andernfalls würde der FC ihnen andere Trainingsmöglichkeiten in Köln geben. Ob ein Spieler auf dieses Angebot eingeht, wird die Abfahrt am Sonntag zeigen, wenn die Geißböcke morgens in Richtung Trainingslager aufbrechen.

Klar scheint: Jene gehaltsintensiven Spieler, von denen sich der FC unter Umständen bereit wäre zu trennen, werden nach Donaueschingen reisen und würden nur unter einer Bedingung fehlen – sollten sie in fortgeschrittenen Gesprächen mit einem anderen Klub stehen. Andernfalls würde man mit einem Verzicht im Trainingslager die Marktwerte dieser Spieler zu stark gefährden. Und so würde es wohl, wenn überhaupt, auf Spieler hinauslaufen, die nicht nur aus finanziellen Gründen abgegeben werden könnten, sondern weil ihre sportliche Perspektive von vorne herein limitiert ist.

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