Vincent Geimer, hier noch im FC-Trikot. (Archivbild: IMAGO / foto2press)

Vincent Geimer, hier noch im FC-Trikot. (Archivbild: IMAGO / foto2press)

Ausgerechnet Geimer: Die U21 verliert auch in Düren

Die U21 des 1. FC Köln hat die dritte Niederlage der Saison kassiert und hängt damit weiter im Tabellenkeller der Regionalliga West fest: Die FC-Talente erhielten beim Aufsteiger 1. FC Düren eine Lektion in Sachen Leidenschaft und Kampfbereitschaft und verloren im Hexenkessel verdient und dabei sogar noch zu knapp mit 2:3 (1:2). Die Entscheidung fiel durch den Ex-Kölner Vincent Geimer.

Aus der Westkampfbahn in Düren berichtet Daniel Mertens

Kölns Trainer Mark Zimmermann änderte seine Startformation im Vergleich zur Partie gegen Oberhausen auf zwei Positionen. Tim Lemperle sowie der Routinier und Kapitän Lukas Nottbeck ersetzten Steffen Tigges und den angeschlagenen Niklas Hauptmann. Für Nottbeck war es der erste Einsatz von Anfang an seit dem ersten Spieltag beim 0:5 in Rödinghausen.

Mit Jannick Theißen und Adam Matuschyk standen beim Aufsteiger derweil zwei Ex-Geißböcke in der ersten Elf. Die Partie fand bei hochsommerlichen Temperaturen und sengender Sonne in der Dürener Westkampfbahn statt – einem Stadion, das mit der Haupttribüne aus Holz und der hinter der Gegengeraden verlaufenden Bahnstrecke den Charme eines ambitionierten Landesligisten verkörperte.

Moment des Spiels

Wieder einmal hat die U21 ein Spiel durch einen ruhenden Ball verloren: Nach einem frühen 0:2 hatten die Geißböcke noch zu einem 2:2 zurückgekämpft. Doch dann köpfte Vincent Geimer, der im Sommer 2021 vom Geißbockheim nach Düren gewechselt und erst Sekunden vorher eingewechselt worden war, eine Ecke von der linken Seite zum 2:3 ein (69.). Es war die Entscheidung in einem torreichen Spiel, das wieder ein gutes Ende für den FC nahm.

Die weiteren Tore

Die Gastgeber starteten hochmotiviert und schnürten die U21 in deren eigener Hälfte ein. Die Kölner Abwehr stand im ersten Durchgang zu keinem Zeitpunkt sattelfest, beinahe jeder Dürener Angriff strahlte Torgefahr aus. Bright Arrey-Mbi, der gemeinsam mit Stephan Salger die Innenverteidigung bildete, ermöglichte mit seiner nachlässigen Zweikampf-Führung das 0:1. Marc Brasnic verwertete den Querpass im Sechzehner zur Führung (13.).

Nur wenige Momente später legte Philipp Simon, abermals nach einem problemlosen Querpass im Kölner Strafraum, das 0:2 nach (16.). Und angepeitscht von der Kulisse im engen Dürener Stadion wirbelten die Gastgeber weiter und spielten auf den dritten Treffer. Die U21 kam selten in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Entsprechend fiel der Anschlusstreffer aus heiterem Himmel: Tim Giesen war mit seinem Distanzschuss erfolgreich, der links unten neben den Pfosten einschlug (28.).

Zimmermann reagierte auf den erschreckend schwachen Auftritt seiner Mannschaft und brachte zur zweiten Hälfte Rijad Smajic und Pierre Nadjombe für Georg Strauch und Leon Schneider. Arrey-Mbi rückte fortan aus dem Zentrum auf die linke Seite der Viererkette, Smajic bildete mit Salger die Innenverteidigung und Nadjombe komplettierte den Abwehrriegel rechts.

Die FC-Reserve wirkte nach dem Seitenwechsel wesentlich bissiger und kam durch Denis Huseinbasic zum schnellen Ausgleich (52.). Joshua Schwirten wäre wenig später sogar der Führungstreffer gelungen, doch der Schuss flog knapp am Tor vorbei (57.). Wiederum nur Minuten später bescherte ein Aussetzer von Rijad Smajic Düren die Riesenchance zur erneuten Führung, doch Jonas Urbig behielt gegen Hamza Salman die Nerven und parierte stark (59.).

Das Kölner Zwischenhoch war schnell verzogen. Nach dem erneuten Führungstreffer durch Geimer war Düren dem vierten Treffer in der Schlussphase näher als die U21 dem abermaligen Ausgleich. So traf Finn Stromberg nur die Latte (80.).

Fazit

Das Kölner Zwischenhoch nach der Pause war zu wenig: Der Aufsteiger verdiente sich mit einem leidenschaftlichen und kämpferischen Auftritt im kleinen Hexenkessel Westkampfbahn den Heimsieg redlich. Die U21 muss sich derweil Sorgen machen, nicht in eine Negativspirale zu geraten. Der Auftritt in Düren war unterm Strich erschreckend harmlos und es drängt sich die Frage auf, wie die FC-Talente in der Bundesliga bestehen wollen, wenn ihnen die Atmosphäre in Düren bereits offensichtlich zusetzt.

FC-Aufstellung

Urbig – Schneider (46. Nadjombe), Salger, Arrey-Mbi, Strauch (46. Smajic) – Nottbeck (70. Breuer), Giesen – Schwirten, Huseinbasic – Schmid (66. Mittelstädt), Lemperle.

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