Sebastian Andersson und Steffen Baumgart im Austausch. (Foto: Bucco)

Sebastian Andersson und Steffen Baumgart im Austausch. (Foto: Bucco)

Plötzlich Lob für Andersson: Wie endet der Transfer-Poker?

Sebastian Andersson trainiert beim 1. FC Köln, spielt aber nicht. Doch wie lange bleibt es noch so? Diese Frage gilt nicht nur hinsichtlich eines möglichen Transfers. Nun öffnet Sportchef Christian Keller dem bislang chancenlosen Schweden sogar wieder die Tür in den Kader. Muss der FC zwangsläufig wieder auf den 31-Jährigen zugehen?

Als der 1. FC Köln mit der sportlichen Führung zum Ende der vergangenen Saison den Kader für 2022/23 plante, spielte Sebastian Andersson in den Überlegungen der FC-Bosse keine Rolle mehr. Die Gründe waren vielschichtig und lagen nach GEISSBLOG-Informationen nicht nur im Sportlichen. Körpersprache und Integration in die Mannschaft wurden ebenfalls als nicht ausreichend bewertet.

Die Folge: Andersson bekam mitgeteilt, dass er den Klub verlassen könne. Für den Spieler kam dies erstens nicht überraschend und zweitens sogar sehr gelegen, denn auch Andersson sieht seine Zukunft längst nicht mehr in Köln. Und so zogen seine Berater aus, um den Mittelstürmer bei anderen Klubs anzubieten.

Gehalt und Vertragslaufzeit als Knackpunkte

Sportchef Christian Keller verriet am Dienstag, dass dies bislang nicht geklappt habe, “obwohl es viele Möglichkeiten gab, deutlich mehr, als die, über die berichtet wurde”. Der entscheidende Grund, der bislang jedes Werben um den Schweden beendete: die vertragliche Gestaltung bezüglich Gehalt und Laufzeit. Einerseits sieht sich Andersson noch immer auf einem derart hohen sportlichen Level, dass er kaum zu finanziellen Abstrichen bereit sein soll. Und das, obwohl die meisten interessierten Klubs nicht aus zahlungskräftigen Ligen und Ländern kommen. Zudem will er mindestens einen Zwei-Jahres-Vertrag.

Andererseits hat der 1. FC Köln kein gesteigertes Interesse, den 31-Jährigen zum Nulltarif abzugeben. Denn sonst müsste der Klub die noch in den Büchern stehende Restablöse ohne Gegenwert abschreiben und im schlechtesten Fall sogar noch Gehaltsunterschiede ausgleichen. Die Zeiten, in denen der FC scheidenden Spielern noch Millionen hinterher warf, sollen jedoch vorbei sein.

Er ist inzwischen total konkurrenzfähig

Christian Keller

Und so sagte Keller am Dienstag durchaus Überraschendes: “Was man explizit sagen muss: Seit der Bröndby-Geschichte ist Sebastian im Training auf Niveau. Wir haben immer gesagt, Sebastian trainiert nicht schlecht, aber die anderen sind besser. Das würde ich im Moment nicht mehr bejahen. Er ist inzwischen total konkurrenzfähig. Deshalb könnte er wieder eine Alternative werden, sollte kein Wechsel zustande kommen.”

Der Sportchef öffnet also die Tür für ein sportliches Comeback des Mittelstürmers, sollte dieser nicht doch noch bis zum 1. September einen neuen Klub finden. Die lobenden Worte für den 31-Jährigen sind daher wohl am ehesten der Versuch, nach außen den Spieler wieder in ein besseres Licht zu rücken. Gleichzeitig macht man es sich selbst einfacher, in zwei Wochen die Kehrtwende begründen zu können, sofern Andersson wirklich in Köln bleiben sollte. Doch alle wissen, was weiterhin die beste Lösung für Spieler wie Verein wäre: die Trennung.

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