Hoffenheims kurioses Dementi: Wittern Bundesligisten bei El Mala ihre Chance?

Said El Mala jubelt im Rückspiel gegen die TSG Hoffenheim. (Foto: Bucco)
Said El Mala jubelt im Rückspiel gegen die TSG Hoffenheim. (Foto: Bucco)

Die TSG Hoffenheim hat einen Bericht dementiert, an Said El Mala dran zu sein. Der Stürmer des 1. FC Köln weckt auch das Interesse in der Bundesliga – doch die Chancen für einen solchen Transfer sind gering.

Am Samstag berichtete der Express, dass die TSG Hoffenheim ein großes Paket bereit sei zu schnüren, um Said El Mala vom 1. FC Köln zu verpflichten. Auch für die Familie sei ein solcher Transfer eine Option. Roger Wittmann wirbt bekanntlich im Hintergrund schon länger um die Familie des Shootingstars und hat beste Verbindungen zur TSG. Doch am Sonntagnachmittag folgte eine ungewöhnliche Kommunikation aus dem Kraichgau.

Die TSG dementierte das Gerücht selbst. „Said langer Zeit nicht mehr so eine Transfer-Ente gelesen“, postete der Club auf seinem offiziellen X-Kanal. Ein solches Dementi ist in der heutigen Zeit höchst selten. In den allermeisten Fällen schweigt ein Verein, wenn ein Transfergerücht auftaucht, an welchem aus Vereinssicht nichts dran ist. Daher war Hoffenheims Vorstoß durchaus kurios.

FC will den Verkauf nur zu „bestmöglichen Bedingungen“

An dem Gerücht also ist nichts dran. Sehr wohl aber haben im Laufe der vergangenen Monate praktisch alle großen Bundesliga-Clubs eine Verpflichtung des 19-Jährigen abgewogen. Der FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig sind verbrieft. Das Problem dabei: Der 1. FC Köln macht auch öffentlich sehr deutlich, dass eine gewisse finanzielle Größenordnung für einen El-Mala-Verkauf unabdingbar ist.

„Er ist für uns eine außergewöhnliche Personalie. Aus unserer Sicht haben wir da ein Juwel, das einen sehr guten Markt hat“, sagte Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff nun im GEISSBLOG-Interview. Dann aber stellte er unmissverständlich fest: „Wenn wir uns irgendwann entscheiden sollten, einen solchen Spieler abzugeben, dann muss das zu den bestmöglichen Bedingungen für den 1. FC Köln geschehen.“

Türoff schließt El Mala zum Schnäppchen-Preis aus

Und diese „bestmöglichen Bedingungen“ kann praktisch kein Bundesligist erfüllen. Denn diese setzen eine Ablöse in Höhe von mindestens 45 Millionen Euro plus Boni und Weiterverkaufsbeteiligungen. Dazu ist aktuell keiner der finanzstarken Clubs in Deutschland bereit – nicht einmal die Bayern, die zwar für Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt mehr als nur diesen Betrag bereit sind zu überweisen und laut Sky auch über Chris Führich für 40 Mio. Euro nachdenken. Bei El Mala aber halten die Bayern bislang die Füße still.

Wittern die Top-Clubs in Deutschland trotzdem ihre Chance auf El Mala? Klar ist: Auf ein finanzielles Entgegenkommen der Geißböcke müssen sie nicht hoffen. Schon gar nicht, weil mit Jakub Kaminski in diesem Sommer ein anderer FC-Star rund 20 Mio. Euro mit einem Verkauf einspielen könnte und der FC dadurch Spielraum hätte für die nötigen Transfers zur kommenden Saison. El Mala hat Vertrag, der FC hat Geduld – und Türoff hat klargemacht: „Es wäre falsch, die erstbeste Lösung anzunehmen.“ Der FC muss El Mala nicht verkaufen – ein Schnäppchen wird er dadurch also nicht.

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