Entscheidung gefallen: Die U21 behält die Punkte gegen Oberhausen. (Foto: IMAGO / Bucco)

Entscheidung gefallen: Die U21 behält die Punkte gegen Oberhausen. (Foto: IMAGO / Bucco)

U21-Heimsieg auch am Grünen Tisch? So läuft die Entscheidungsfindung ab

Wie wird das am Freitagabend abgebrochene Regionalliga-Spiel der U21 des 1. FC Köln gegen RW Oberhausen gewertet? Diese Frage wird nun das Sportgericht des Westdeutschen Fußball-Verbandes klären müssen. Bis dahin stehen jedoch noch einige Formalitäten an.

Der Stein gerät mit dem Spiel- und insbesondere dem Sonderbericht des Unparteiischen Marc Jäger ins Rollen. Der Schiedsrichter hatte die Partie am Freitagabend in der 89. Minute bei einer 4:1-Führung für die U21 abgebrochen, nachdem der Diebstahl einer Oberhausener Zaunfahne durch Kölner Zuschauer einen Platzsturm und Tumulte beider Fanlager im Innenraum zur Folge hatte. 

Dieser Sonderbericht landet über den Staffelleiter der Regionalliga West beim Sportgericht des Westdeutschen Fußball-Verbandes. Dieses Gremium wird nach der Durchsicht des Sonderberichts weitere Maßnahmen ergreifen. So dürften beide Vereine zunächst um schriftliche Stellungnahmen gebeten werden. Sollte danach bereits eine Entscheidungsfindung möglich sein, ergeht schon ein Urteil. Dies gilt jedoch unter Fachleuten als ausgeschlossen. So dürfte im Anschluss noch eine mündliche Verhandlung stattfinden. Wer dort als Zeuge befragt wird, entscheidet das Sportgericht. Das Gremium arbeitet ehrenamtlich und steht unter dem Vorsitz von Georg Schierholz. Unmittelbar im Anschluss an die mündliche Verhandlung dürfte das Urteil fallen, wie das Spiel gewertet wird und wie die Strafe darüber hinaus für einen oder beide Vereine ausfallen wird.

RWO-Vorstandsvorsitzende kritisiert FC

Das Urteil kann danach noch angefochten werden, bevor es rechtskräftig wird. Die nächsthöhere Instanz wäre das Verbandsgericht, das ebenfalls beim WDFV angesiedelt ist. Zu erwarten ist jedoch, dass bereits das Urteil des Sportgerichts von beiden Parteien akzeptiert wird.

Im Vorfeld der Entscheidung versucht derweil insbesondere die Oberhausener Seite mächtig Stimmung zu machen. So polterte der RWO-Vorstandsvorsitzende Hajo Sommers am Wochenende gegenüber dem RevierSport, warf dem FC eine mangelhafte Vorbereitung auf das Spiel vor. “Wenn das ein Verein nicht im Griff hat, dann sollte er wahrscheinlich besser nicht mehr in der 4. Liga spielen”, sagte Sommer. Ferner unterstellte er pauschal den Zweitvertretungen eine Trainingslager-Mentalität in den Spielen: “Die zweiten Mannschaften nehmen das nicht als Fußball-Spiel, sondern als Trainingslager. Dann sollen sie es doch lassen”. Wenn diese nachlässige Trainingslager-Mentalität jedoch schon reicht, dass der eigene Verein bei einer solchen Zweitvertretung mit 1:4 untergeht, dann dürfte Sommers im eigenen Verein eigentlich deutlich größere Baustellen haben, um die er sich kümmern sollte.

Der FC rechnet derweil fest damit, die sportlich nahezu sicheren drei Punkte auch am grünen Tisch noch zugesprochen zu bekommen. Bis ein Urteil gefällt ist, findet das Duell vorerst keine Berücksichtigung in der offiziellen Tabelle.

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