Jonas Hector und Nikola Soldo im Gespräch mit dem Schiedsrichter. (Foto: Bucco)

Jonas Hector und Nikola Soldo im Gespräch mit dem Schiedsrichter. (Foto: Bucco)

Einzelkritik: Eine Eins – doch dann kommt lange nichts

Der 1. FC Köln verliert gegen Partizan Belgrad nicht nur das Gruppenspiel in der Conference League, sondern auch die Tabellenführung. Das 0:1 (0:1) war vermeidbar, doch am Ende fehlte gerade offensiv immer wieder die Durchschlagskraft. Die Noten und Zeugnisse für die FC-Profis in der Einzelkritik.

Tor & Abwehr

Marvin Schwäbe

Was Schwäbe gegen Belgrad zeigte, war einmal mehr große Klasse. In der 41. Minute parierte er einen Schuss aus acht Metern mit dem linken Arm, um anschließend den auf das Tor zu trudelnden Ball reaktionsschnell von der Linie zu fischen. Die zweite Hälfte wurde noch besser: Überragend, wie er Menigs Schuss abwehrte (62.). Nur eine Minute später spektakulär und nicht minder stark mit einer Hand gegen Pavlovic (63.). Auch in der Nachspielzeit noch einmal Sieger im Eins-gegen-Eins.
GEISSBLOG-Note: 1,0

Kingsley Schindler

Der Rechtsverteidiger begann wie schon gegen Slovacko hinten rechts. Schaltete sich früh sehr offensiv ein. Zunächst mit guter Übersicht und Flanken, wie jene auf Adamyan (23.). In der zweiten Halbzeit verpufften seine Hereingaben dagegen nahezu komplett. Ließ mitunter seine Seite etwas offen, aber das war wohl so gewollt, um das Spiel noch zu drehen.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Luca Kilian

Weil Hübers auf der Bank saß, war Kilian der Abwehrchef. Konnte Markovic nicht am Kopfball zum 0:1 hindern. Danach mit Soldo der Abfangjäger für Konter. Das gelang bei weitem nicht immer. Unglücklich, als er Menig den Ball nach Martel-Grätsche vorlegte (61.).
GEISSBLOG-Note: 4,0

Nikola Soldo

Der Neuzugang spielte für Hübers. Zeigte sich nach der Eingewöhnung der letzten Wochen deutlich verbessert. Sicherer am Ball, klarer im Passspiel und mit besserem Stellungsspiel. Klärte zunächst per Grätsche, ehe Schwäbe retten musste (41.). Fing immer wieder Bälle mit guten Tacklings ab.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Kristian Pedersen

Der Däne ersetzte Hector hinten links. Hatte mit Diabate den wohl flinksten Gegenspieler und zunächst entsprechend Probleme. Im Aufbau anfangs fehlerhaft, dann besser im Spiel und mit der perfekten Flanke auf Dietz (31.). Nach der Halbzeit einer der Antreiber über links, als der FC richtig Druck machte. Nach einer Stunde für Hector raus.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Jonas Hector

Der Kapitän kam in der 60. Minute für Pedersen. Im Gegensatz zu Slovacko konnte Hector das Spiel aber nicht herumreißen. Fand seine Position nicht, mal links, mal im Zentrum, nur selten über Maina zielstrebig nach vorne. Sein Schuss war zu harmlos (77.).
GEISSBLOG-Note: 4,0

Mittefeld

Eric Martel

Der Sechser sollte allein vor der Viererkette die Löcher schließen, weil Skhiri draußen blieb. Verursachte den Freistoß vor dem 0:1. Hatte enorm viele Ballkontakte, konnte daraus aber zu wenig machen. Als Ballverteiler noch nicht routiniert, ihm fehlten sichtlich die offensiven Ideen und Lösungen gegen tief stehende Belgrader. Im Zweikampf ordentlich.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Denis Huseinbasic

Das Startelf-Debüt für den 20-Jährigen auf der rechten Seite in der Raute. Präsentierte sich als giftiger Zweikämpfer mit guten Laufwegen in die Tiefe. Zeigte keine Nervosität, sondern war auffällig und mutig. Man konnte nicht erwarten, dass er das Spiel entscheidet.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Ondrej Duda

Der Spielmacher begann auf der Zehn. War sichtlich konzentrierter als in den vergangenen Wochen, war eingebunden ins Spiel. Mit einem starken Pass auf Adamyan (20.). Nach der Pause auffällig, blieb aber glücklos. Erst wollte er einen Elfmeter, dann verzog er knapp. Sein Schuss von halblinks ging vorbei (59.). Nach 70 Minuten für Uth vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Florian Kainz

Der überragende Spieler der letzten Wochen führte den FC als Kapitän auf den Platz. Früh mit mehreren guten Flanken und dem sichtlichen Willen, das Spiel an sich zu reißen. Versuchte es aus der Distanz, aber zu zentral (29.). Nach der Pause fast minütlich mit dem Versuch zu Flanken oder Torschüssen zu kommen, blieb aber ohne Fortune. Nach 60 Minuten vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Linton Maina

Der Flügelflitzer kam in der 61. Minute für Huseinbasic. Versuchte sofort Tempo aufzunehmen, konnte aber nur einmal über links durchbrechen. Seine Hereingabe fand keinen Abnehmer. Danach immer seltener mit klaren Aktionen.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Dejan Ljubicic

Der Österreicher kam in der 61. Minute für Kainz, konnte aber keinen Unterschied machen. Kam weder zum Abschluss noch zu verwertbaren Flanken.
GEISSBLOG-Note: 4,5

Angriff

Sargis Adamyan

In einer Doppelspitze lief Adamyan neben Dietz auf. War sofort bemüht für Torgefahr zu sorgen. Vergab etwas überhastet mit links (20.). Kurz nach mit der ersten Großchance – köpfte eine Schindler-Flanke aber nur an die Latte (23.). In der Folge blieb zu viel in seinen Aktionen auf halber Strecke stecken. Riss sich den Allerwertesten auf, doch auch die letzte Chance in der Nachspielzeit wollte einfach nicht gelingen.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Florian Dietz

Dietz bekam wieder den Vorzug vor Tigges. Begann mit zwei guten Ballgewinnen. Hatte DIE Chance des Spiels, aber ein erschreckend schwacher Kopfball nach Pedersen-Flanke landete völlig freistehend genau in den Armen von Popovic (31.). Danach merkte man ihm das schwindende Selbstvertrauen an. Ihm gelang nicht mehr viel.
GEISSBLOG-Note: 4,5

Steffen Tigges

Kam in der 71. Minute für Dietz. Zunächst bei einer Flanke mit dem Schienbein dran. Dann in der Nachspielzeit mit dem Kopf drüber. Auch Tigges konnte das Tor nicht knappen.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Mark Uth

Feierte nach über zwei Monaten sein Comeback und kam in der 71. Minute für Duda. Konnte dem Spiel aber keine Wende mehr geben. Man merkte ihm an, dass ihm die Spielpraxis noch fehlt.
GEISSBLOG-Note: keine Note

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