Benno Schmitz nach seinem Traumtor zum 1:0. (Foto: Bucco)

Benno Schmitz nach seinem Traumtor zum 1:0. (Foto: Bucco)

Erst Traumtor, dann Verletzung: Schmitz fraglich für Berlin

Der 1. FC Köln muss zum Jahresabschluss gegen Hertha BSC womöglich auf Benno Schmitz verzichten. Den Rechtsverteidiger plagen nicht erst seit dem Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen Probleme am Sprunggelenk. Und das ausgerechnet nach seinem traumhaften Debüt-Tor.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Vor einer Woche noch hatte Steffen Baumgart von “dem einen Tor, das Benno mir schon so lange versprochen hat” gesprochen. Gegen Nizza hatte der Rechtsverteidiger in der Nachspielzeit die Chance auf den Siegtreffer und damit das Weiterkommen für den FC auf dem Kopf. Doch der 27-Jährige bekam nicht genug Druck hinter den Ball und köpfte Kasper Schmeichel in die Arme.

Dabei wäre es der perfekte Moment für Schmitz gewesen, in seinem 185. Spiel als Profi den FC mit seinem Treffer in das Achtelfinale der Conference League zu befördern. Der Rechtsverteidiger wollte sich sein erstes Profi-Tor jedoch wohl für einen anderen – ebenfalls besonderen – Moment aufheben. In seinem 100. Spiel für den 1. FC Köln nahm der gebürtige Münchener ausgerechnet gegen den Rivalen aus Leverkusen Maß und nagelte den Ball nach einer Brustannahme Volley aus 16 Metern ins Tor. Bis dato war Schmitz der aktive Spieler in der Bundesliga, mit den meisten Einsätzen ohne einen einzigen Treffer.

Ich wusste, wenn Benno ein Tor schießt, muss es so eins sein

MArvin SChwäbe

Selbst etwas ungläubig über das, was Schmitz schließlich bei seinem Debüt-Tor gelungen war, drehte der Abwehrspieler ab und ließ sich von seinen Teamkollegen feiern. “Ich wusste, wenn Benno ein Tor schießt, muss es so eins sein”, scherzte Marvin Schwäbe nach dem Spiel. “Glückwunsch an ihn, das war traumhaft schön. Es hätte ihn aber sicher mehr gefreut, wenn wir mit seinem Tor gewonnen hätten.”

Schmitz mit Sprunggelenksproblemen ins Spiel

Entsprechend bleibt genau diese Tatsache, nämlich dass der FC das Spiel am Ende noch mit 1:2 verlor, der große Wermutstropfen bei Schmitz’ Traumtor. So schön der Treffer auch war, so wenig an Bedeutung hat er noch seit dem Abpfiff. Das sah auch Thomas Kessler nach dem Spiel so: “Es war ein fantastisches Tor, Gratulation an Benno. Am Ende können wir uns aber leider nichts davon kaufen.” Dem stimmte auch der Torschütze hinterher zu: “Ich bin im Rückraum gut an den Ball gekommen. Dass ich ihn dann so gut treffe, war von mir auch nicht so zu erwarten. Aber mit der Niederlage ist es umso bitterer”, sagte Schmitz bei FC-TV.

Noch bitterer als die Niederlage ist allerdings, dass Schmitz nach einer Stunde angeschlagen vom Feld musste. Mit Kingsley Schindler wurde ausgerechnet sein Vertreter letztlich zum Unglücksraben des Spiels. Ob Schmitz bis zum letzten Spiel des Jahres am Samstag in Berlin wieder einsatzfähig ist, konnte Steffen Baumgart nach dem Spiel derweil noch nicht sagen. “Er hat etwas mit dem Sprunggelenk. Das hatte er schon vor dem Spiel. Uns war klar, dass er nicht die 90 Minuten durchspielen kann. Kurz nach der Halbzeit gab es dann die Situation am Strafraum, nachdem wir relativ schnell den Wechsel vorbereitet haben”, erklärte der Trainer nach Abpfiff die Situation.

Sicher ausfallen wird Schmitz gegen die Hertha nach aktuellem Stand nicht. Wahrscheinlich ist derweil jedoch, dass der Rechtsverteidiger mit in die Hauptstadt reisen, zunächst jedoch auf der Bank Platz nehmen wird und nur im Notfall eingesetzt wird.

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